Von der Mutter Gottes. 69
Königin,gleichwie an dem Creütz deinSohndie Fraw dem Diener/die Mutter dem Jün-ger befohlen hat, sprechend: Weib sihe,das ist dein Sohn / und alsdann Johannesdich angenommen als ein Mutter / also mder Stund meines Todts befehle mein Seeldeinem liebsten Sohn, daß Er mich anneh-me als einen Taglöhner in sein Hauß/undbewahre mein Seel, wann sie zurück kehrenwird, zu dem, der sie erschaffen hat. I
O Heil. Maria/gleichwie der Himmlische
> Vatter sein geliebsten Sohn , so aus dirr Mensch worden, anbefohlen hat, daß du
- seiner felbsten pflegen, und ihm warten sol-: lest; Nun auff solche Weiß befehle ich dirr mein Leib und Seel, wann ich scheiden wer-l de von diser Welt.
t O Heil. Maria/gleichwre die Merheilig-
- sie Dreyfaltiakeit deinen rainen Geist / so: von dem Leib abgeschieden , mit höchster
Freud deß Himmlischen Heers auffgenomenk hat, also wolle auch mein Seel durch deine
- Vorbitt auffnehmen Gott der Vatter/so sie
> erschaffen, Gott der Sohn / so sie erlößt,
- Gott der Heil. Geist / so sie im Heil. Tauff» geheiliget. O du gütige! O du süsse Jungsl fraw Maria.
-0 Heil. Maria, du Süßigkeit meiner
- Seel, du Brunn der Gnaden, und Schöpff-
, E z Brunn