i§6 Gebett vor der Beicht.
vor dir bin/ daß du mich ohne höchsten Ab-scheuwen nicht kanst ansehen. Omein Gott/weil ein jede geringe läßliche Sünd solcheAbscheulichkeit und Gestank in sich begreifst/daß kein Mensch ohn Gefahr deß TodtSeinen Augenblick lang dieselbige kvndt an-sehen ; Ach wie abschewlich/schändlich/ underschröcklich wird dann mein See! außsehen/welche nicht allein mit einer geringen/ son-der mit vil schwären Sünden besudlet ist.L) Wehe deß grossen GreuwelsO Weheder schändlichen Abschewlichkeit-0 Wehedeß unerträglichen Gestancks meiner See-len ! 0 G-Ott/ wie magst du bist vergiffteHäßlichkeit ansehen? Wie magst du solchenGreuwel vor deinen Augen leyden. Ach!ich kan wohl gedenken/was für ein Abscheu-hen du ab mir habest / und was für einenMißfallen dir der Gestanck und grausameWuest meiner besudelten Seelen verursache.L) wie wirst du über mich zürnen/ wann dusihest/wie ich deine aigene Bildnuß/so du inmeiner Seelen abgemahlt/ so gar schändlichbemaklet hab. O wie sehr wird es dich ver-schmähen/wann du sihest/daß ich das Ruh-bettlein meiner Seelen / darinn du so herz-lich zu wohnen verlangest / mit so vielemschändlichen Koth besudlet hab. -v wiesehr wird es dich schmertzen/daß/obwol du
meine