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ss. Wer entsetzet sich nicht, wenn er sich vorbildet den kleinen Jsaac,
E Abrahams Sohn, da er auf dem Opfer? Holz knyend mit stillschweigenund ruhiger Geduld, von dem eignen Vater den tödtlichen Streich er,a, wartet? Wem rührt es nicht das Herz, wenn er gedenket an den egiptüschen Joseph, von seinen eignen Brudern in die Listen, verflossen, denJsmaeliten verkaufet, in den Kerker geworfen; und dieß alles mit Ge-^ dukd übertragend? Wem kommt nicht Vewunderungs,würdig vor der-I geduldige» und sanftmüthige König David, da er von seinem eignen SohnAbsalom verfolget» oder zum Tode, oder zur Verstoßung von, Thron gc-" suchet, und von dem boshaften 8emei mit Steinen und''Worten be-schimpfet wird? Auch die Geduld, des gerechten Jobs ist heroisch, da er^ in ftincn Armseligkeiten, in Verlurst seiner Kindern, seiner Habschaften, "
>- seiner Entausserung, von dem eignen Weib, von seinen Freunden ver-
^ lachet, verspottet, und bestraffet wird, sind diese nicht starke Helden,
denen die Geduld zur Heiligkeit gedienet hat? Nun setzet ihnen an diel» Seiten den heiligen Othmarus, von den Wüttrichen Warinus, und Nu-
„ thardus gefangen» mit Banden gefeßlet, einem Kirchenrath als ein
, Schuldiger vorgestellet, von seinen eignen Ordensbrüdern falsch ange-
klagt, und zwar von einen, schändlichen Laster; von dem Richter ver-dammet , in die K erker eingcsperet, von jederman verlassen, mit demäußersten Hunger gcgualet, und endlich in dem Elende sterbend. Was, thäte Othmarus, in all diesen harten Umständen? Er schwiege; er litt
> te alles geduldig ; er war Starkmüthig, wie ein Held, waren nicht die-
. sem Helden-Herz tief eingedruckt jene Wort des Propheten 77>,e«.
^ i-vnum eti prrrliolsii cum lilenüo taluruie Dl^l ; es ist gut, Mit sthwei-
, gen die Hilfe Gottes erwärten? Er war ganz eingenommen mit der Leh-
re des weisen Predigers 2 . Omne yuoä'sibi spplicinim tueric,
! LLcipe; 6, in äolore thstine, A in bumilitLre ru3 pLrierulLip bgkro; guo-, in ignL probarur aurum, öc srAenrum, NoyNnLL v^rd reLepr,-
hiles in camino Numiligrionis, nimm alles an/ was dtp zugefügt wird,und scxe ruhig in deinen, Schmerz , und geduldig in deiner vcmüthigung ; dann Gold und Silber wird in' Sech Feuer bewehret ,die kNenschen aber, welche angenehm sind, in dem Ofen der Trüb»sal. Ist hier nicht die schweigende Geduld Othmari vollkommen ent-worfen ? Hat er nicht in seinen Trangsalen mit wunderbarer Gelassen-heit schalten jenes Stillschweigen, welches der heilige Anchrosius da§triumphierende Stillschweigen rriumplisle Älemiun, nemwt ?
Er hat es von dem leidenden Hestland gelernet, welcher vor deiüRichtersiuhi des Pilatus angeklagt» wenige Wort aeantwortet, und her-nach immer geschwiegen bis in Tod. Also hat sich Othmarus, da er
B- zu