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Der Heilige Othmarus der beste Schutz- und Kirchen-Patron : der Löblichen Pfarrey Andwil in einer Ehr- und Sittenrede vorgestellet, nach fünfzig Jahren von Errichtung der Pfarrey den 16.ten Tag Wintermonats im Jahr 1781 / von Iso Walser, Capitular zu St. Gallen
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Christi: Rommet ihr Gebcnedexte zur Besitzung des Reiches mei-nes Vaters. Selig find die eines reinen Herzens sind ; Othma-rus wüste seine Unschuld, nndscufzete nach der ewigen Anschauung Got,tes. Welche Süßigkeit hat diese Hofnung in seinem Herzen ernähret? daer auch als ein Fm-dsamer sich selrg schätzte, und der Erbschaft der Kin-der Gottes entgegen sahe. Ueber alles aber brachte Othmaro den gro-ssen Trost die Verheißung Christi: Selig sind weiche Verfolgung lei-den wegen der Gerechtigkeit ; denn ihrer ist das Reich der Himmeln.Er frohlocke« auch in der Gefängniß , aus welcher er zu jener häufigenBelohnung im Reich Gottes wurde aufgenommen werden. Hat sichnicht der heilige Vater durch die vollkommene Ausübung dieser evangeli-schen Tugenden des Reichs Gottes würdig gemacht? hat es ihm in die-ser Erwegung an der starken Erquickung gebrechen können? Ottsnäir Uliregkium vei.

Der H. Paulus in dem Brief zu den Habreern am 6. R. r8.v. munterte die Christen zu Jerusalem auf in der schwären Verfolgung:

LontuAimus aci renen^am propoiirgm lpem) czuam ücur gnctloram ilL-bemus snimke ruram ge ürmgm, A inceclenrem us<^ue ^6 inceriors vs-lsminis ; wir haben die Zuflucht/ die vorgesetzte Hofnung zu erlan-gen/ welche unsrer Seele als ein sicherer und fester Anker dienet,der bis in den inneren Vorhang hinein dringet. Diese Hofnung,sagt Paulus, ist ein starker Trost/ forrillimum lolarium; welche wieOthmaro, also auch uns vorgestellet ist: zu dieser Hofnung der zukünf-tigen Gütern müßen wir unsre Zuflucht nehmen in allen Trangsalen. Seyes, daß wir Verfolgung, Unbilden, Armuth, Krankheiten, Haß, Un-terdrückung zu leiden haben: wir fliehen zur Hofnung. Der Himmelist allenthalben ausgedennt, an allen Orten wird uns das Reich Gor»res gczetger: nur müßen wir die Augen erheben, die Belohnung, dasewige Leben betrachten: sollen uns die Versprochene Himmels-Freudennicht trösten und stärken ? Morgen ist der Festtag der H. Jungfrau Ger-trudis; da sie von Christo iu Himmel berufen worden, und die Welt ver-ließ, sagen die heilige Engel : Veni, vem, veni; re expeclanr cccli äs-liri-r, glleluia: Lomme, komme, komme z es errvarrcn dich die Er»götzlichkeiten des Himmels, alleluia. Geliebte, in euren Armseligkei-ten gedenket an Himmel, der euch offen stehet, gedenket an die himmli-schen Freuden, welche euch die Bitterkeiten versüßen, den Last erleichternwerden. Gleichsam wie im Meer werfen uns die Flutten herum; aberdie Hofnung ist der starke Anker, der uns befestiget. Ach wir hoffen ;und was ? Wir dringen ein bis in das innerste des Heiliathums, wei-ches uns noch durch den Vorhang verdecket ist, durch die sichere und-