Hochwertesie! dieß war die unzweifelhafte Gesinnung der heil.Vater; welche eben darum so vieles Gebeth zu den Heiligen geschicket»weil sie an dieser Wissenschaft keinen Zweifel hatten: sie wüsten» daß jhrGebeth von den Heiligen erkennet werde. Wie vertraulich rufet derH. Hieronimus zu der heiligen Paula im 27. Nrief , daß sie seinem hörhen Alter mit ihrer Vorbitt zu Hilf komme? vale 0 Paula, öc culrons imulcimsm tonLciuwm oracionibus juva. Der H. Gregorius von Nazi-anz in der 22. Rede bittet den H. Basilius, daß er vom Himmel aufihn herab sehe, ü Occlo nos guTÜ) mlpice. Eben dieses begehret ervon dem H. Athanastus 2I. Red, nos 6 e 5 uper placiäus bemFNUsatpicias. Noch eintringlicher isi das Gebeth des heil. Gregorius vonNissa zu dem H. Mart. Theodorus; nicht allein rufet er ihn an um seineVorbitt» sondern er bittet ihn noch, daß er andere Blutzeugen» die H.H. Apost. Petrus» Paulus» und Johannes zu Gehilfen nemme; cumOmnibus uns äeprsLgrs. Welchen Trost giebt uns nicht diese in GOttbeschauliche Wissenschaft der Heiligen, und besonders unsers lieben H.Vaters Othmaruö?
Geliebte! Er ist in dem Reich Gottes» er ist unter den Heili-gen; wenn ihr ihn anrufet, zweifelt nicht» er siehet eure Noch, erhörteuer Gebeth. Diese Wissenschaft war ihm nothwendig» damit er euerbeste Schutz - und Kirchen- Patron wurde, euch in den Armseligkeitenzu helfen. Hat er nicht dessen viele proben gegeben? Man darf nurden Abt Walafridus in der Lebens-Beschreibung» den Sel. Jso in denzwey Bücheren von den Wunderwerken des H. Othmari lesen» so wirdman finden, daß er von hohen Himmel herab an so vielen Orten seine an-dächtige Pfiegkinder, ihre Anliegen» ihre Krankheiten, ihre seufzer» ihrGebeth gesehen habe. Es ist fast keine Gattung der Krankheiten» keinAlter, kein Stand, oder Beruf, wo nicht die Wissenschaft» und Er-kenntniß Othmari sich erstrecket hat. Dieses werden wir erkennen ausden rtzäriacn Hilfe des Heiligen » von der wir bald reden werden. In-dessen erquicket uns nicht wenig » das Othmarus diese seine AndwilischePfarrey und Kirche wohl wisse» das er ihre Gebrechen» Elend» undNöthen in dem Himmel sehe, und ihm euer Gebeth nicht verborgen sey.Er weist» wo euch fehlet; er liebt euch, als ein Vater: welcher Trostfür gute Kinder! nur seufzet öfters zu ihm mit der heiligen Kirch : kio-ruenro popull rui parer tlmckillimo, LbaritmL nobis ^raria? ur imperres
äivinirus, heiligster Vater! gedenke an dein Volk, und erlange uns diegöttliche Gnaden - Huld.
Die thätige Wissenschaft, die hilfreiche Hand Othmari kurz vor-
C 2 zur