wird er nicht mit seinen väterlichen Augen auf seine Kirche, auf seinePfarrey, auf seine liebe Kinder von dem Himmel herab sehen ? wird ernicht jenen vorderift seine Vater - Liebe, seine Hilf, seinen Schutz ange-dcyen lassen, welche ihm anvertrauet worden , die ihn lieben, und alsihren Vater ehren? Kannst du dich nicht erinneren, was ich bey Ueber-brinqung des gedachten Heilthums in meiner Anrede dir vorgestellet hab:daß dieses heil. Gebein deines Kirchen - Patrons ein kostbarer Schatzsey, wegen der wundcrbarlichen Heiligkeit des H. Vaters, wegen derwundcrwltlkcnden Hand Gottes, wegen der alten und fortgesetztenHochschätzt, ng der Lurch ? Ja du hast diesen Schatz aufgenommen mitgroßer Ek^rbi. tigkeit , mit sicherem Vertrauen / und mit kindlicherLwbe. So tröste dich dann Löbl. Pfarrey Andwil, du hast ein Unter-pfand der thätigen Güte des heil. Vaters, einen Theil oder Gebein vonjener Hand, mit welcher er den Armen das Almosen gegeben , den Aus-sätzigen die Füße gewaschen hat; küsse mit kindlicher Andacht diese Va-terhand , so wird sie auch gegen dir freygebig seyn; denn
eschluß.
§ 8 thmarus ist der Hesse Schutz - und Lurchen - Patron zu Andwil»^ x,en die weise Vorsicht Gottes geführet hat zur Heiligkeit durch dierechte Wege der Unschuld und Geduld, dem sie das Reich Gorces gezei-gt hat m der Hofnung und in der Such. Dem zu theil worden imHimmel die beschauliche u„d tkäcrge Wissenschaft der Heiligen. DieHeiligkeit stellet ihn vor zur Nachfolq : die Glori im Reich Gottes machtihn Würdig der Verehrung: die Wissenschaft der Heiligen macht ihn Mäch-tig seine Kirch zu schützen, und seinen Pflegkindern zu helfen. Allesdieses ist klar bewiesen; und sie Hochwerteste müssen nun ftolockcn, daßsie einen so großen Heiligen, einen so glorreichen Heiligen, einen so mach-tigenHeifer erlanget haben. Eure Pflicht wird nun seyn, ihm nachzufol-gen in der unschuldigen Reinigkeit, und standhaften Geduld; ihn zu ver-ehren mit innerlich und äußerlicher Andacht; ihn in allen Nöthen anzu-rufen mit wahrem Vertrauen.
Es ist dann an dem, daß ihr, Geliebte, an diesem Tag allesdas jcnige erneueret, was man einem solchen Kirchen-Patron erweisensoll. Gedenket an den betrübten Tag, den ly.mi Brachmonat im Jahri7Zi. da eure alte Pfarrkirch zu Gossau, sammt Pfar:-und Laplaney-Hauö und 2O. Fiersten durch eine gählinge Feuersbrunst in die Aschen ge-legt