In der Heil. Weyhnachtzeit. 21
Jetzt ist die Heilig Schrifft erfüllt/der uns deß Vatters Zorne stillt/ ist -rin die Welt gebohren: Für seinen 'Saal / ein armen Stall / hat er ihmaußerkohren.
Beym Kripplein knyet ein alter IMann/ der batt das schöne Kindleinan/und küßt ihm seine Füßlein : OSünder mein/ kom auch herein/undthu dein Sund abbüssen.
Drumb laufst ihr Sünder allzu-mal/komt eylends her in disen Stall/hie köndt ihr Gnad erlangen: Dereuch sonst strafft/ ist hie verhafft/ ihrköndt ihn selber sangen.
Schäm dich du böse schnöde Welt/die du dein Hoffart hast im Gelt/ ittSamet und in Seyden: Dein Hertzist blind / sih an das Kind / was esfür dich thut leyden.
Hört weiter an/was ich euch sag/die Nacht ward hell/als wär es Tag/vil Engel hört man singen: Die Hir-ten bald/frölicher G'stalt/ein neüweBottschafft bringen.
Drey