184 Klag der armen Seelen.
7. Die Wünglein roth vergeh»/mir bleiben umb die Zahn / die Leff-zen »och zum besten: Daß ich da-- !«imitiern Klag / traurig fürbringen Imag/hab mich sonst nichts zu trösten. |
8- Zuvor mein langes Haar/schön !
aufgebutzet war/ ich tha'tS schier täg-lich kräusen : Ach wie wird es so 'sehr / gesengt jeß hin und her/durchein gantz feürigs Eisen. ^
9- Die Augen nach Begehr / für-
witzig hin und her/ließ ich zuvor um- !schießen : Darumb muß ich jetzund/ s ,schon so vil Tag und Stund / den !Fürwitz allen büssen. \
10. Was ich vor Böß gehört/mir ^jeß mein Leyden mehrt/gantz schmertz-lich an den Ohren: Sie werden alle .beyd/mir jetz zu aller Zeit/mit Achund Weh durchbohren.
i r. Kein lieblich Frewden-g'sang/kein schönen Harpffen - Klang/an di- ;sem Orth ich höre: Man singt dengantzen Tag/in diser Peyn und Plag/ ldas kläglich Miserere. !
i2. Mein