: Klag der armen Seelen. 185
' 12. Mein Nasen allezeit/war offen
t und bereit / alls was ihr gfiel zut schmecken: Darumb ich jetzund leyd/1 I schon ein so lange Zeit/und will noch. [ nichts erklecken.
1 ! iz. Mein Gschmack/meinheicklerr Mund '/ mein Rachen und mein» ' Schlunv/das best wolt allzeit haben:
) ■ Jetzt leydt er früh und spath/ nicht^ so viel er jetz hat/damit er sich kundt' ! laben.
' 1 14. Groß Schmerzen leydt jetzund/
1 '■ . Mein ausgedörrter Mund/keinTröpft
> lein kan er haben: Der vor im Luder\ lag / beym Überfluß all Tag / miß-
! > braucht die Gottes Gaben.
' ; 15. Den besten Wein und Bier/
: i den besten Malvasier/ hatt ich zuvor
> ' nach Gnügen: Der Durst plagt mich
jetz sehr / mein Mund ist mir gantzsper / kein Tröpfflein kan er kriegen.16. Helfft mir in diser Peyn/ein
> i Finger dünket ein/und nur den klein-! sten Finger: Damit gebt meineri Zung/ein kleineLinderung/machtmir
i mem Schmerzen ringer. 17«