und nur den Mehrern sagen: Sehet! alle die angetragenen kö-niglichen Gnaden, oder» alle die fürchterlichsten Bedrohungen,und wirklich, die grausamste Marterpeinen konnten also dasFclir dev Llebe / das Licht der Tugend und Heiligkeit unsersheiligen Johannes nrchr auslöschen, sein standhaftes Gemüthnicht einmal erschüttern, und von seiner priesterlichen Pflicht nichtim geringsten weichen machen; uns hingegen lösche nicht seltenein leises Lüftchen das Licht der Gnade, und der Tugend aus:O! gestehen wir es zu unsrer Schande, es ist etwa eine kleineSchmeucheley, eine kleine Versuchung, eine kleine Hofnung,oder Furcht vor den Menschen , ein geringes Versprechen, einverächtlicher Gewinn, rc. daß man an seiner Pflicht, und anseinem GOtt Lreuloß wird. Ach! Andächtige wir lernen heutedas Gegentheil bey dem großen Lichte der Tugend, das unsdie Kirche vorstellet, wir lernen, daß wir mit dem BeyständeGottes wider die brausenden Sturmwinde feste stehen könen, undsollen ; nichts in der Welt, nichts soll vermögend seyn, uns mehrzu scheiden von der Liebe, die in JEsu Christo ist, sagt Pau-lus. Ach! nichts soll uns ja auslöschen das Licht, dass wir^ einander beständig wünschen, daß es uns ewig leuchten solle.
Ermuntert euch demnach, und sehet zum Beyspiele: welchesLicht der Glori dem heil- Johannes auf sein Licht der Tugend^ und Heiligkeit, erfolget sey.
Zweyter Rhekl.
Welches Licht der Glori hinwieder GOtt derHErr dem heiligen Johannes von Neponmknach seinem Markertode ertheilt habe.
^a liegt der heilige Leichnam am sandigten Ufer der Moldau»wie in einem prächtigsten Ruhebette, daß die Hand des Allmäch-tigen bereitet hat, und leuchtet mit himmlischen Lichtern.
O! eine majestätischere Scene, die mit heiligem Schmer-zen und Erstaunen das innerste rühret, kann sich der MenschGOttes nicht vorstellen, als diese ist! Was ist nun die stolzeMacht der Welt, was ist die ganze Weit gegen GOtt, gegen
sei-
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