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Das Licht der Heiligkeit, im Licht der Herrlichkeit : das ist: Lob- und Sitten-Rede auf den heiligen Johannes von Nepomuk den 18.Mai 1781 an der Bruderschafts-Feyerlichkeit in der Kirche des heiligen Kreuzes nächst St.Gallen / von Johann Michael Aichmüller, Ss. Theol. & Ss. Canon. Cand. Pfarrherrn zu Oberglatt im Doggenburg
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seinen letzten Kampf, den er sowohl vorsach, der Hilfe, undDem Schutze der Königinn der Märtyrer.

In der That, da er auf den Abend nach Prag zurückkehrte,und ihn der faule Wenzel, wie er gewöhnlich unter dem Fensterlag, erblickte, so war dieser beym ersten Anblicke wüthend, ei-lends berufter ihn, und, ohne bedenken, mit runzlichter Stir-ne, mit flammenden Augen, schrecklich, wie ein Maximianus ,grüßt er ihn mit dem Urtheile des Todes: hälft du psaff!schrie er ihn heischer an, Wasser saufen/ sterben must du, o-der diesen Augenbl.ck alles sagen, was meine Gemahlin ge-beichtet hat!

Johannes gab endlich wieder keine andre Antwort, als wel-che das Licht der welk, Christus den ungerechten Anklägern,und Richtern gab ; nämlich die Evangelisten schrieben : JEsusaber schrmeg ittll; und auch die Lebens - Verfassung Iohannis be-HsE. richtige!: Aber Johannes schwieg ftllt: Johannes schweigt.

Und, indem er immerschweigt, wird er, auf den raßelndenBefehl des Tyrannen, in einen tief finstern Kerker, bis in diespäte Nacht, und dann an Händen und Füssen gebunden auf dieMoldau Brucke hingeschlept, und von derselben hinab in den tie-fen Fluß gestürzek, damit der Wülherich mit der finstern Nachtseine eigene Schande bedecken, und in dem tiefen Moldaustro-me den hellen Glanz der Lugend und Heiligkeit Iohannis, dener nicht mehr vertragen könnte, vergraben, und auslöschen möch-^-ov. te; allein es ist kein Witz, keine Weisheit, keine Vorsichtig-L/.v.. keir, kein Rarh wider den HEern, und der gottlose Königbrachte mit aller seiner ausfindigsten Grausamkeit weder das ein-te noch das ander zuwegen, seine Schande wird immer schwär-zer seyn als die dunkelste Nacht, aber das Licht der Tugend undHeiligkeit Iohannis unauslöschlich, glänzender als die Sternenam Himmel, Heller als der volle Tag.

Ihr thue wohl, Andächtige wenn ihr noch einmal da-rauf Acht habee, welche Beleuchtungen hier für uns? Aller-liebste ! ich beobachte derer wohl mehr als eine; allein wer bin ich?wer ihr? Ich will für die Wenigere atrs euch, die es ohneDieß bcßer wissen als ich, und denen ich unnütze reden würde,lieber den Finger auf den Mund legen : Johannes schweigt,

und