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als sie selbe nach vollendetem heil. Meßopfer von dem Altar zu-rücke nehmen wollte; war sie nicht mehr zu finden, und der Prie-ster , und Diener bezeugten, daß sie selbe nicht einmal gesehen.Neues Betrübniß, indem sie daraus bös Ahnte; allein hätteihr beklommenes Herz gewußt, in welchen Händen ihre Schriftliege, wurde sie sich mehr erfreuet, als betäubet haben ; dennin eben dieser Stunde der heilige Johannes, in der Gestalt ei-nes ehrwürdigen Priesters, die Schrift dem Kaiser persönlichüberreicht, und der Schrift solche Worte beygelegt, denen dergerechte Kaiser mit nichts andern, als einer günstigen Unter-schreibung antworten konnte. Dessen wurde sie gewahr, alssie den dritten Tag hierauf eine andere Schrift auf den Altar ge-legt, und hernach mit dieser Neuen die Alte, und mit der Alt,und Neuen ein keiserliches Befehlschreiben herabgenommen, wel-ches für sie günstiger nicht härte seyn können. Ihre Freude warunaussprechlich, aber auch das Erstaunen bey den pragerischeuRichtern, da ihnen der keiserliche Befehl vor Augen gelegt wur-de, sie dürfen ihren Augen nicht glauben, die Handschrift, dasJnsi'egel des Kaisers war unläugbar; aber die Ausfertigung,wie ist sie möglich? in dieser kurzen Zeit ? Also schickte man ei-nen erpressen Eilreuter an den wienerischen Hof; um den richti-gen Bericht dieser unbegreiflichen Sache einzuholen. Der Kei-ser nun erkannte seine Handschrift, und bekennte die Begeben-heit, die sich mit ihm, und Johanne, den er damals nicht er-kennte, zugetragen, kleß auch einen neuen Befehl ergehen, daßes bey seinem Alten verbleiben solle. Diese Wundergeschichkeerzehlt p. <Htsr (Hinus 8. ch in dem Leben des H. Johann vonNepomuk das er Anno i 7 zz. zu Venedig in Druck ausgegeben,und k>. von pio lVirmLgäor trug sie auch zu Wien von der Dom-kanzel öffentlich vor, Männer, die gewiß sich mit zweifelhaftenGeschichten nicht abgegeben.
Habet Acht, da sehet ihr also wiederum etwas sehr merk-würdiges: wir sind oft von allen Seiten bedrängte Menschen,bald fehlet uns an leib-und zeitlichen Gütern, bald an Ehre,bald an der Seele, und da oft, wie ich oben gemeldet, ein ge-ringes Ding uns von GOtt, und seinem Dienste abwendig, undtreulos machen kann , was werden nicht solch schwerere Anfällein uns unglückseliger Weise ausrichten? In solchen Bedrängni-7r- ßeri nehmen wir also unser Zuflucht zu GOtt dem unsterbtlcyenröntge aller Zeiten und Lwi^kttren! aber wo unsre Bitt-schrift