Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Heyl der Kranckeft.

in der Svlothtmier Landtschafft / denUnser Frau guadcurci^cn Platz / und Capeilen un--mSlrkn. ^>x lieben Frauen im Stein finden; denVenachtbaurren wohl bekantes / undangenehmes Orth / allen Betrübten/Und Krancken in ihrem Anligen.

Bey Solothurn der alten Statt/Lbrrhoffk. haben wir Obcrhoffen/ den Inwoh-nern ein angenhmcn Platz / vor wenigJahren gantz Mu/ und wohl erbauen.

Kehren wir aber uns zu der löbli-chenStatt Lucern / Landrund VogtheyRußweil/ finden wir an dem Fluß Em-mat/ aus einem hupschen Felsen / undBerglein die aller gnavenreichifteStart/Und Kirchen unser lieben Frauen zuWcrdcn- Werdenstein/ da nichts hüpschers/ soman den Kirchenbau samt den neuenVarfnsserrCloster/ und die zierliche Ca-vellcn der Iuncker Pfiffern anschauet;nichts schöners dann die Kirchen Zier-dur/ nichts Heiligers ( nach unserFrauen Capell zu Einsidlen ) dann di->er Ort. Man woll die Gnaden oderWunder-zeichen daselbst/ so die MutterGottes Maria allda gewürckt / anschau-en / und bedcncken.

Werter haben wir auch ein schöneandächtige grosse Lapellen unser liebenFrauen bey zwo Stunden von LucernArgots, an dem Prlatus Berg/ im Hergots-wald. wald genannt/ in der Pfarr Krienö ge-legen/ ein andächtiges anmüthigesOrth / so vor anderthalb hundert Jah-ren seinerr Ansang genehmen durch ei-nen Gotksecligen Cartheuser OrdensBruder Johann Wagner zu JttingenProfeß/ von welchem hernach in disemBuch absonderlich verzeichnet/ zulesen.

Eben in der Statt Lucern in demUhralten Bar frisier Closter / so bey Leb-zeiten des H. Francisti erbauen/ habenmserP-au wir ein wunder schone unser lieben Fraü-inderAu. eil Capell/ ein gnadenreichen Platz zu-sehen / so bey unsern Jahren an Gebäu/Zierden/ Gnaden/ und mängeder Wun-derzeichen mächtig zugenohmen/ undsich gemehret.

Da manCalholischist/ sind»,»an seltenrin Kirchenm der nitMaria Ge-dächtnusiftst.

Diß seynd nur die 6. furnehmstePlatz / und Stätt unser HelvetischenLanden / so bewußt; dann wer woltealle Orth / Kirchen / Capellen/ und Al-tär erzehlen/ so der Mutter GOtteszu Ehren auffgericht/ erbauen/ und inunserm Latholischen Schweitzerland ge-stifft worden ? da die H. JungfrauMaria niemand ihren Trost / Hilft/ undFürbitt abschlagt/ oder weigeret. Werwolte auch hie die Orth/ und Platz er-zehlen/ die unsere Neu-Glaubige/ausHaß'zu der Mutter GOttes/und denlieben Heiligen / in ihrer vermeinter Re-ligionsrcformation verstohrt/ und alsAberglaubige Ding abgethon? wie rechtk>. k'. klarer, Orc Schweig.

aber sie gethon/ werden sie der Mahlseins verantworten müssen.

Aber wir Catholische Schweißer /Kinder der H. Römisch - CatholischenKirchen / die wir in unserer Alt forde-ren Fußstapffen tretten/und ihnen nach-folgen / verehren die GlorwürdigsteJungfrau / und Mutter GOttes Mari-am ( nach GOtt/ dem höchsten Gut/deme alles Lob/ und Ehr allein billich ge-hört) als die furnehmste Fürbitterin /Patronin / und Helfferin /welche bey ih-rem allerliebsten Kind JEsu Christoalles vermag/ und mit Andacht richtenihr wir diftn Ehrentikul auff: lVlarirLalus inllrmorum, Maria der Kran-cken Heyl: wegen allerley Kranckhei-ten welche sie gantz glücklich durch alleStänd / und Geschlechter der Menschen/durch die weite Welt geheylet; welchevil ioOO. mal die Abgöttin Jsidem ü-bertrifft. Maria ist das glückhafftigeSchiff/ so uns von dem Himmel Chri-stum JEsum das Brot der Engelnträgt/ und reichen Seelig der Menschwelcher dis würdig empfahet und mes-set/ dann er wird Ewrg leben.

Lasset uns unserer Königin einPyramiden) aussuchten/ und daranSchreiben: l^sriL 8a1u8 msirtnorum,Maria der Krancken Heyl: wegen dar-gebottenen allerheylsamsten unsterbli-chen Truncks Wider alles Gisst. Dannniergeuds ein Äranckheit/ wie schwär/unheplsam/und gantz vonMenschen/odeeArtzten verzweiffelt / erfunden worden /welche unser Königin/ und KranckenHeyl nicht glücklich geheylet- Der E-xempel ohne zahl/ haben wir zu Einsid-len und Werdenstein / besehe man da-selbst die herum Hangende Taffeln/oderlese man die hievon gedruckte Bücher.

Lasset uns der Mutter GOttes ei-nen Obeliscmn mit denen Worten auft-richten: Uaria 8a1u8 inürmorum , Ma-ria der Krancken Heyl. Darum / daßsie u s die Finsternuß von der Weltvertriben / Christum JEsum das ewigLiecht geoffenbahret/ und vil tausendKretischen an Leib / und Seel sehend ge-macht : Was weder Artzt noch Doctordurch Krautter oder Wurtzeln/ wedermit Wasser/ weder mit Pflastern het-ten können verrichten oder zuwegen brin-gen / daß hat Maria durch mitleydetraus Barmhertzigkeit erworben/ wel-ches so viel Wunderzeichen bezeugen/so alle Weltkündig seynd.

Lasset uns unserer Land - Fürstikein Tapssel aufreichten/und daran Arei-ben: ^lsria 8slus mürmorum , MäriNder K rancken Heyl; weil sie underschid-liche mahl/ und Zeiten die abscheulichePestilentzische Seucht / hinfallendeKranckheit von den Menschen geuoh-As men/

Der Cs«thoiischenA dacht jllMaria.

MariaHrnl istalücU'chck/bann dieÄbqötti»Isidis

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KranckhEist ManchunmöqlichUcheyiM.

Maria rr«leuchtet dieGemüther/und Ltiber.

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