<s. Beat,Meß-Opf-fcr/ undAltar in derHöle.
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G- Bealus«rkranckctim yo-
Der Schweißern Apostel. n
erhalten werden, Er bettete aber nichtallein für sich selbst/ und seinen Jün-ger Achatem / welcher ihme in diserEinöde treulich dienete; sonder auchfür die gantze Umligende Nachtbahrfafft/insonderheit für die neubekehrte Chri-sten in disem Land : für welches Wohl-fahrt er dann Vätterliche Sorg hctte/und sie alle in GOttes Schutz/ undSchirm oft treulich befähle. Wer kanes aber mit Worten imer fasten/ oderaußsprechen / was Trost / Andach/ undJnbrünstigkeit diser GOtt - LiebendeMann in fernem Gebett befände / wanner den Brunnen aller gnaden lobte/ inGOtt seinen Heyland frolockte / unddaraufdie süsse Träher der Lieb so reich-lich vergösse. Lobe den Herren meinSeel/ sprach er/ und alles was in mirist Preyse seinen H. Nahmen. Lobeden Herren mein Seel/ und vergißnicht aller feiner Wolthaten. Ich willden Herrn loben in meinem Leben/undLob singen so lang ich hie bin. Er un-derliesse auch nicht das Opffer der H.Meß / täglich mit höchster Andach demAllmächtigen GOtt aufzuopffern fürLebendige / und Todte/ zu Nutz derallgemeinen Christenheit/ und daß de-ine also / bezeugt genugsam der Altar-stock in seiner Höle allda zusehen.
So ist es auch immer war / unddie tägliche Erfahrnuß geweißt es/daßviel von Fraß - und Füllerey vor demAltar sterben/ andere aber durch Ab-bruch in Essen/ und Trincken ihr Le-ben erlängeren / wie dann unser H. Bea-tus mit Srengigkeit des Lebens/ undbußfertigen Wercken das neuntzigstJahr erlangte/ brß er seine ChristlichePilgerfahrt dises Lebens vollendete.Da aber die Zeit vorhanden/ in wel-cher diser würdig neuntzig Jährig Vat-ter von GOtt beruffen/ die schnödeWelt mit ewigen Freuden verwechsle«solte: wurde er mit einem schwerem Fie-ber angestoßen/ name von Tag zu Tagan Ärästten ab/ dermaßen/ daß dieblosse Haut allein an seinen alten Bei-nen hangen blieb. Und da er wahrNahme/ daß sein Leben zum End na-het / danckte er GOtt seinem Herrn /lobte ihn mit frölichem Hertzen/ daßer ihn aus dem Heydenthum so wun-derbahrlich beruffen: zu einem Jüngerder HH. Aposteln Petri / und Bar-nabä/ darnach auch zu einem Priester/und Prediger der Römischen Kirchengemacht: und daß er sein Mühe / undArbeit in disem Schweitzerland so ge-nädig befürdert hette / dermaßen daßso vil ungläubige Völcker Christlich ge-taufft worden / und ihre seeligmachen-de Religion einhelliglich mit Hertzen /und Mund/ vor Freund/ und Feind
k. k'. lVIurer, Die H. Gchweitz.
öffentlich bekenneten. Neben solcherDancksagung/ batte er den Himmli-schen Vatter mit demüthigen Seuffhenfür das gantze Land / und dessen In-wohner/ daß die gewaltige Hand-GOttes den verderblichen Unglauben/falsche Lehr / und alles Übel abwende/und insonderheitdas neue Christenthumin Einigkeit erhalte. Auf das berufster seinen geliebten Jünger Achatam /begehrend: daß er etliche von der Nach-baurschasst versammle / welche zu ihmein dieHölin kämen/ dann er wolt gernMit ihnen ein Gespräch haben. Da istAchates gehorsam/ bringt die Nach-kamen zusammen / führet sie zu demAlten/ welcher sie freundlich anspräche:Meine liebe Leuth / und Kinder in Chri-sto/ ich hab euch hero geruffcn/ und er-freu mich euerer Ankunfft/ daß ich imNahmen des Herren mit euch vor mei-nem letsten Abschid mich noch ein we-nig underreden kan. Einmahl ist wirgewiß / daß der liebe GOtt mich vondisem zu einem bessern Leben abfordern /und aufnehmen wird; So ermähne icheuch/ und jede fromme Christen / daßihr wegen meiner Hinfahrt nicht be-kümmert/ sonder euch erinneret/ wieihr allbereit von mir gehört/ daß esvil ein andere Meynung hat im Abster-ben der Ungläubigen/ als mit dem rechtChristglaubigen. Sintemahl jene mitLeib / und Seel zu ewiger Verdamnußgelangen/ der Christen Todt aber/ istnur ein Schlaff/ welche der ewigen Ste-tigkeit theilhafftig werden. Verblei-ben beharrlich im angerrettenen Christ-lichen Glauben/ und lasset euch keinUnglauben/ falsche Lehr oder Todtssmdvon Christo IEsu absondern; wand-let dann/ als lieb euch das ewigHeylist / eurem Christlichen Beruff gemeß;GOttes-Seegen sey/ und bleib beysuch/und allen/ und bewahre das gan-tze Land/ Amen.
Als die fromme Leuth/ nachbesche-hener trostreichen Ermahnung ihresseeligen Apostels/ von bannen geschi-den mit kümmerten Hertzen/und Acha-tes die Ermahnung angehört/ wurdeer hertzlich Betrübt/ daß er sich desklagens/ und weinens nicht enthaltenmöcht ; dann es fiele im schwär/ undschmertzlich für/ daß er hinsüro seinesVatters beraubt/ wie §in verlassnerWäyß leben solte / und so lang gewohn-ten Freund nit mehr sehen/ den ervonRom auß begleitet / mit welchem er sovil Jahr gelebt/ und von ihme so vilGuts gesehen / gelehrnet / und empfan-gen hat. Damit derhalben der H. Vat-ter ihn desto kröfftiger tröstete / nähmeer ihn an seine Arm/ küsseteihn freund-lich/ sprechend: Mein Sohn/ und lan-BL ge
kctste Er,manmiiran die In-wohner.
G- Beatgrosse Liebin Achate inseinem Ab,schied.