Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Von dem H. Beichtiger Beato

Streikttwischrndrm Dru-cken/ »ndH. Bcalv/und wie derDrack dirWohnungqinttircnmißte.

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S- DeatnSbewohnt dieL>vletcßDrackens.

also der Hole/ darin der Drack/ zu /er aber will einmahl sein alten Sitz/undWohnung nicht verlassen; versucht al-les/ ehe er sich von bannen laßt ab-treiben ; gibt grimme feurige Flammenvon sich; stellet sich grausamlich gegenIhnen/ speyet aufsieseintödtlich Gisst/ob er ihnen schaden möchte. Welchesfreylich kein Kinder - Spil war / sonderein recht schwerer/ und ernsthaffterKampff/ welcher Leib/ und Leben be-traff. Da halsten aber den Druckennichts seine grosse scharpffeZähn/ krum-me starcke Klauen/ sein langer/ undmächtiger Schwantz/ und bösevergiffteZungen/ so er weit heraus streckte/inSumma was man an ihm sahe/ waralles abscheulich / und erschröcklich. A-ber hingegen widerstünde ihm steifst undvest/ mit starckcm Glauben der kühneRitter Christi Beatuö / sprechend: DerHerrist mein Heister/ und ich will ver-achten meine Feind. Du Drack kom-mest zu mir in aller Grimme/ deineralten böß / und schädlichen Gewohnheitnach: Ich aber widersetze mich dir imNahmen des Herren Sabaoth - der inden vertraut/ und glaubt/ kan niemahlzu schänden werden. Disen GOTTrusse ich an/ mit Mund / und Hertzen:verlasse mich aus sein Göttlichen Bey-stand/ Schirm/ und Schutz/ bittend:mir in disem Kampffbey zustehen/unddaß er mirs gnädig verlevhe/ damit ichdis Unthier von diser Hole verjage/damit es weder uns / weder einigemMenschen schädlich seye/ und dise Woh-nung mir/ als Christi - Diener/ fort-hin sicher / und unangefochten verlasse.Auf dis machte S. Beatus wider denDracken das Zeichen deß HeiligenCreutz/ mit solchem Nachdruck/ daß di-ser Lind. Wurm also bald sich von ban-nen erhebte / und mit grossen Geschreydurch die Lufft abführe. Verliesse al-so sein alte Wohnung gantz / und gar:zöge in ein andere weitgelegne Einöde/bliebe darinnen von aller MenschenWohnung abgesondert. Darauß dannerfolgte/ daß der Drack nicht mehrwie zuvor den Leuthen schadhafft wä-re / und daß er disem heiligen Mannsein Platz/ und Wohnung eingäbe/wieS. Beatuö GOtt hät angerussen. Di-se Histori ist herrlich an ihr selbst/ undwichtig/ gereicht auch billich dem H.Beato bey Männiglich zu grossemRuhm seiner Seeligkeit/ heiligen Le-bens/ und grosser Verdiensten.

Es kost ja den H. Beatum grosseMühe/ und Arbeit/ daß er den bösenGeist/ den leydrqen Bracken in diserEinöde aus seiner Wohnung/ ß> lin-der einer grausam treffen Flüe war/vertribe / und selbige ohne Schaden für

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ein eigne Wohnung einnähme, so hater auch genug zu thun / biß er diß Orchräumte/ und zu seinem füglichen Sitzzurkrstete/ da er hinfüro die Täg sei-nes Lebens GOtt zu dienen entschlos-sen war. Zum solchem Fürsatz be-gehrt Er denmiltreichen Sergen GOt-tes / daß er ihme daß arme Hütlein /und Cell benedeyen/ auch vor allemAnlaufs/ und Nachstellungen der un-rühigen bösen Geister gnädiglich be-wahren wölle. Nun zu einem glück-lichen Anfang seines abgesonderten Le-bens/ laßt sich Beatus beduncken/ erwölle nicht allein dem Leib nach/ son- /der auch mit Gedancken/ und Hertz^von allen Menschen / und Creatorengescheiden sein/ damit er in einer-len GOtt seinem Herren desto näher /und gäntzlich zugethan/ und ergebenbleibe. Als er sich nun zu solchemLeben bequemte/ und gar erneuerte/übte er sich eben fast in grosser Demuth/und hielte sich selbst für einen aus denschnödesten Sündern/ der an ihme selb-nichts guts hätte/ oder vermöchte; jaauch aller Gnaden/ und Gaben GOt-tes unwürdig/ hergegen aber grosserStraff würdig were. Aus solcher De-muth folgte dann (so schröcklich ist zu-hören) daß man von disem Beatoschreibt/ er habe aus innerlicher An-dacht oft mit einem harten Kiselstein ansein Brust geschlagen; welcher er nichtfür seine Sund gethan hat / sonder ausmitleyden / und recht Christlicher Liebegegen unbußfertige / muthwtllige Sün-der/ und öffentliche Feind Christi/densie nach erkanter Warheit mit ihren La-stern widerum wissentlich creucigen.Sei-ne Sveiß waren auch nicht Fisch oderFleisch/ wie vorgemelt/ sonder schlech-te Kräuter/ uod ungeschmackte Wur-tzeln : das liebe trockne Brot/ hielt erftrr ein sondere lustige Nahrung//uchtein Speiß/ und Kleider die blosse Noth-turffnZu wundern ist/ wie diser Mannanderen so gütig/ ihme aber selbst sofcharpff/ und streng gewesen. Sein ^ ^Nachtlager belangend/ begnügte er sich KZ/is.auf einem harten Felsen / darauf er sein U^ebm/Schlaff nähme. Ist zuvermuthen er backen inhabe selben kalten Felsen mit seinenheisscn Thränen oft befeuchtiaet/ unddie Ligerstatt mit hertzlichen Seufftzenerfüllet. Da können wir nit schwei-gen von fernem heiligen Geben/ in demBeatus sich täglich übte/ und so garDemüthig / empsig / und inbrünstig ver-harret/ daß er/ nach dem ExempelDavids/ in der Nacht zudem Gebettaüfstunde/ und mit Zähern sein Liger-statt übergösse; dann er erkente wohl/daß alle GOktes Gaben/ durch dasGebett erlangt/ bewaxt / und müssek

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