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<Woii dem H. Ritter Mauritlo/
lüm denP'^iheim
dem Obersten Christlichen Haupt/undPriester / dem Heil. Papst Marcellmonachgefragt/und für ihne gekehrt / sichöffentliche Christen / und seine wahre'Schäfflein bekennt. St. Marcellinusaus anfchauung einer fo grossen und rit-terlichen Zahl Thebeer/ und Christen/ward mt allein höchlich erfreuet / sonderköule sich ihrer auch nit genug verwun-deren / daß sie so frey / und öffentlichChristum / und ihren Christlichen Glau-ben dächten bekennen ; bey Regierungfo Tyrannischer Käysern/ und Verfol-gern deß wahren Glaubens: derowe-gen streckte Papst Marcellinus nit al-lein die gantze Legion in solchem Glau-ben / und wahrer Christlicher Erkant-nuß znverharreu / ja / wann es von-nvhlcn seyn wurde / ihr Blut / Leib /und Leben dessentwegen zuvergiessen /und darzustrecken / und als er alle mitdem Heil. Sacrament der Firmung ge-stärcker / entliesse er die gantze Thebai-sche Legion / nach öffentlichem Aposto-lischen mitgetheiltem heiligen Seegen.r- Kayser Dcocletianus behielte die off-mon wird tcrmelte Legion nicht lang in Rom / son-vomKayser der gäbe stracks befelch Mauritio/slchin Frank von Rom in Franckreich / mit starckenreich ge. sortreysen zubegeben / und Maximiansnachzuziehen / auch sich auf dem Weegmit Annehmung mehrer Soldaten zu-sterckcn/ und die Macht zumehreu:undist nit zuzweifflen es haben sich vil Chri-sten in drse Christliche Leaion / so vonsechs tausent / sechs hundert sechs undftchtzig Männern gewesen ( dann sovil ist ein Legion ) lassen schreiben.Dise alle nahmen ihren Paß von Romohnftrr von Placents da St. Antoninusgebürtig war / der sich wie oben ver-welk / in Egypten zu ihnen geschlagen/mit ihnen gelebt / und über Meer nachRom und Placents gereiset / und wei-ters fort zureisen willens. Aber als ersahe daß sein Vatterland / und seineBlutsverwanten aus grosser ForchLder wütenden Käyseren in ChristlichenGlauben von dem wahren Glauben ab-gewichen ; bäte er St. Mauritium ihnezuemlassen zu seines Vatterland Nutz/M-bnimis: und viler Seelen Heyl. Das wardsiä'lkl seine ihme vergünstiget / und ward mit Prerx^ndsirul/ vigen / und gurem Exempel so eyfferig/U"d wird xr vil wlderum zu dem ChristlichenGlauben brachte / und also stärckete /haß sie entschlossen ehe alle Marter zu-leyden / dann solchen jemahlen zuver-leugncn. Wie er dann Antoninus sel-ber ohnlang hernach/die Martyr-Cronzu Placents erlangte / dessen Fest Jähr-lich den zo. Tag Herbstmonats gehal-ten wird.
Mauritius aber mit seiner gantzenLegion eilten durch Italiam über den
grinartyret.
Fluß Po nach Piemont / über den BergJovis in Undcrwalliö/ und fanden Kayser Maximianum zuOctodur mit seinergantzen Kriegsmacht rastend / von de-ine sie dann hässlich empfangen/ aufge-nohmen/ und gehalten worden. Nachdeine nun die gantze Käyserliche Arma-da zu Octodue beysammen / und be-schlossen hatten / so bald man durch dieClauß zu Agauno hindurch käme / denFeind anzugreiffen/ wölke er zuvor fti-ne Abgötter mit einem stattlichen Opf-fer versöhnen/ und verehren/ und dergantzen Armada solches auch zuvolbrin-gen befohlen/ auch auf dem neuen Al-tar oFemlich /und treulich zuschweren/daß sie alle wider die Auftürische Be-gauden in Franckreich/ und gleichfahlswider alle Chrlstglaubige ( als der Rö-mischen Götter tödrliche Feind ) strei-ten/ undJhro Käyftrl. Majestät dienenwolten. Ab solchem so strengen Be-felch entsetzten sich ntt allein die gantzeLhebaische Legion / sonder auch mehrandere Christen / so under anderenFähnlein / und Hauptleuthen den Rö-mischen Käyseren dieneren: denen sol-che Abgöttische Opffer / und bescbwer-den niemahlen so lang sie Christen wa-ren zugemuhtet worden; da dann wolgespürt worden / daß dift Opffer/ undGebott ein neuer fund die Christen zu-verfolgen / und auszutilgen. Dieweilaber St. Secundus / ein Mit-Obrister /und Nächstverwandter St. Maurrtij/an demKäyftrltchen Hof wohlvsrdient/und in grossem ansehen / auch KäyserDioclettano / und Maximians / wiehievor gehört / lieb/ und werth war /tratte er im Nahmen der gantzen Legi-on für Käyftr Maximianum/bittende/daß er ihnen / und allen Christen / sol-ches Abgöttische Opffer und scharpffeuBefelch nicht zumachen wolle / weil kei-ner under ihnen von dem ChristlichenGlauben abstehen wurde / und sein Ge-wissen beschwüren. Darauf Maximia-nus ergrimmet / ihne Secundum an-fänglich anzunehmen befähle / und inLrgurtam in die Statt Vintimilio / zusichren / Und dem Vogt Aqrestio zuü-berantworten/ mit dem Befelch/ ihneSecundum hinzurichten: Also ward St.Secundus den 26. Augusti um den Nah-men Christi / Christlichen Glauben ent-hauptet / und GOtt thatt durch ihnegrosse Wunderzeichen. Dessen heiligerLeichnahm noch zu Turin in Piemontin Friden ruhet.
St. Mauritius ein Oberstes Hauptder gantzen Thebaischen Legion / mitRath feiner fürnehmsten Befelchhabern/achteten am besten / und rathfammestenzuftyn / das Läger vor Octodur zuschleif-sen / und mit der gantzen Legion hinge-gen
Die The-
baische»koimnen inWalliß/uud sollendc Möllernvpffcre».
Veeutr-dus wirdbefangen/und Ent,hanpktt.
T- Mauri-tius zögen»k d> n sri-niarnvonkKaoser aoffAgaun.