Die HH.siehe» mdeinÄciffcrauf/ »eh,nnn ihreHaupicr/und q> hcn
auf- Land-
Die HH.werden be«graben.
c-p. 7.DcrChnsi-lich Glaubwird z»Holethiirnunlcilrrckk/und die HH.Leiber vcr-lvhrcn.
zr Von den HH Urß/ und Vlttorn/
Harrpter in den Fluß Aar gemorsten /und schwummen ern weil auf dem Was-ser/ da wolle der Allmächtig BQtt et-was grössers/ und wunderbahrlichersallhie mit S. Urso / und seiner GeseU-schaffr würcken/ und erzeigen ; dannbald hernach die HH. Märtyrer Chri-sti in oem grossen / und starcklauffendenWasser der Aar mir ihren todten Häup-tern/ und Cvrpern sich aufzeucht/außdem Fluß mit trucknen Füssen gewand-ter / und sich zu emaudern versammlet/Darnach an das Gestakt/ und Landkommen / als sie ein kleinen Weeg ge-gangen/ seynd sie an einem Ort/ wel-ches mau noch heutiges Tags weiset /stillgestanden/ daselbst ordenlich aufihre Änye gefallen/ ihre Häupter aufden Händen getragen/ fast einer stund-lang gebettet / lerstlich ihre Leiber / undabgeschlagne Häupter auf die Erdenrüder strecken lassen / als wollen sie an-zeigen/ daß man sie alda zur Erdenverstatten solte / dieweil sie ihr Ruhe-statt allda außerwöhlet hetten. Sol-che vorgemelre Beschicht brachte denBürgern zu Solothurn ein grosse Ver-wunderung/ also daß ein jeder zulauf-te discs Seltzamme Spetacul an zuschauen/ besonder dieweil sie ihrleben-lang dergleichen nichts gesehen hetten.Aus solcher Beschicht erfolgte/ daß dieChristen sich in ihrem wahren Blaubenstärcketen/ den Allmächtigen mit herz-licher Freud lobten/ der in seinem treu-en Dienern so vil Wunder kräftiglichgewürckt hette. Hingegen müßteHirtacuö/ und andere Ungläubige mitseufftzeu/ und Verwunderung / auchm,t ihrer eygnen Schand / und Spottden Gewalt-GOtteö/ und die Wun-der in seinen Heiligen auschauen. Diefrommen Christliche Solothurner aberbegruben die HH. Leiber der Thebeerbey einander in dem wildem Gesteud /und Ort / da sie ihnen selber mit disemgrossen Wunderzeichen ihr Begräbnußaußerwvlt hetten/ an welchem Ort nochSr. Peters Cappel stehet. Daherdann auß Anordnung GOttes die So-^lothurner mit rechter Andacht bewegtwurden/ die heilige Begräbnuß/ undLeichnam der Märtyrer mit grosser Ehr-erbietung zu besuchen / und anzurühren/und fanden auch alldadie Äranckenkräf-tige Gnad / und Tröstung von GOtt /durch das Fürbitt diser heiligen The-beischen Märtyrer.
Es haben aber die Heydnische Re/'genren/ und gewaltige Befelchshabermit ihren GOttlosen Käysern so vielvermögt / daß der Christliche Glaub zuSolothurn/ wie auch an andern Ortenmit der Zeit so hefftig undertruckt/ und
verfolget worden / daß schier zwey Hirnsdert Zahr lang diser H. Märtyrer Be-gräbnuß verborgen blibcn/ und nie-mands mehr gefunden wurde/ der ih-rer Ruhestatt gedencken möchte. Nachdem aber die Burgundi,che König ein ,,guten theil Helvetiä/ oder Schwertzer-landsden Römern/ und Frantzosenab-gekommen hetten / liesse um das Jahrdeß Herrn 415. Sedeteuba/ oder wie S Victor-andere schreiben Theudcsinda/ Baude-giseli deß ersten Burgundrschen Königs AnstiÄBemahel in der Vorstatt zu Benss em r- c. s«.herrliche Kirchen bauen/ mit Erlaub-nuß Domuianr Vrschoffs zu Benss: ndlse Kirchen irese die Königin deß H.
Victoris von Solothurn L.rb mügros-ser Herrltchkeit legen / nnd dü Knchurin dises H. Märtyrers Ehr rveyhen /wegen vilsälttgen erlangten Sig/ undVictorien wtder die Römer / undFean-tzo,en. Darnach rweyhunderr Jahr WiMur»ungefährlich nach dlfen geschehen Din- glichegen/ ward S. Victors Heyllhum in Enb»h.der gesagten Kirchen wlderum ge,un-den: wte Atmo ein aller wahrhafsier rc» w'dc,Scribent betreibet : Der H. Eucho- gefunden.Nluö Brschvss Maurianensis inSap^oyfände S. Victors Leib ( der zu Solo-thurn mit S. Urso/ und andern The-ern geluren) folgender gestaut: Ineiner Nachr/ als der H. Bischofs inseiner/ Bl,chösflichen Statt ruyere,ward er durch em hrmmeli,ches e/iesichtermähnet/ alsbald auszustehen / u.ioin die Kirchen/ so vorIahrendreBusgundische Königin Sedeleuba/ in dce-Vorstatt zu Benss/ erbauet/ sich zu-begeben; da werde er mitten in der K ir-chen ein Ort finden/ in welchem deß H.
Victors Leichnam vergraben läge. Alssich aber der Bischofs Euchonius zu dcmBischofs gehn Benss verfügte / und rh-me dise Erfcheinuug anzeigte/ habenEuchonius/ Rufticus Vifchoffzu Benss/und Eliodorus Btschoffin Walüö/ nachgehaltnem drey tägigem Fasten / undandächtigem Gebe« in der Nacht emklaren Schein auf dem Grab deß H.
Victors gesehen ; deßwegen nach demdie gesagte drey Blschöffden Grabsteinerhebten/ funden sie den H. Leib ineiner filberen Sarch irgend / dessen An-gesicht vil lieblicher erscheinte als eineslebendigen Menschen. V.y viferwunderbahrlichcn Erfindung wäre auchgegenwärtig Tyeodoricus Könrg mBurgund/ der drsen Orth/ und obge-sagren H. Märtyrer mit einer grossenSchanckung verehrete. So würdig-te der Allmächtige BOtt auch seinenH. Märtyrer Vlttorn/ mir mancher-ley Wunderzeichen/ und Gnaden anden frommen Christen / die mit Andachtdie Begräbnuß zu Benss in der Vor-statt
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