8. VLKLttä. Vil-Zo, Lc ^arcyr.
Zum Beschluß diser Histori wöh- Mitels deß kräfftigen Fürbitt St. Urrlen wir dem andächtigen Leser weisen si/ und seiner H. Mit-Gesellen/ da-gehn Solothurn; der da wird verneh- selbst von dem Barmhertzigeu GOtLwen/ und sehen/ wie vil Blinde / Ge- erhört/ getrost/ und Gesund seyndhörlose / Lame/ Gichtbrüchige / und worden. GOTT seye allemandere elende Persohnen beyder Ger ' die Ehr/ Amen.schlechts/ durch ihren Glasben/ und
Meldung deß »Wen Mens/
und Wandels/ auch sceligen Ablcibens/und Wunderzeichen der H. Jungfrau /und Martyrtn Verena.
Hak gelebt um das Jahr Christi, zso.
Von ihr schreibt Lecls. Osräinslir Lsronius. kecms Oauisiuz in ihr. ren ^larcyl-oioZ'i; auf den r. Herbstmonat. losn. Äsmptstuz in seinergrossen Schweißer Cronick im 6". Buch/ ani4<5§. Blat/ -och mit etwascorruprioa, in Beschreibung deß Flecken Zurzach. krancilcu; QuliillrtSli-
vus lM I. Buch Lje Kebus ttclveciorum csp. 4. fol. zs. CostaUtzcr La-vier im Sommertycil t. Sepcemberis, und endlich der Ehrwürdige HerrMauritius Adler/ des Stiffts Zurzach wohlwürdiger Decanus in seinemBüchlein von St. Verena Leben/ zu Augspurg Anno Gedruckt /auß welchem (wie auch einem Authentischen geschribnen Büchlein deßStiffts Zurzach - wir nachfolgende Histori bescheiden / und gezogen.
i.
S. Verena
Voller.
land-
Wird junggetauffk/
und inCbrisilicheGlaubenunderwism.
jAs die Lhebeijche Legi-on sey/ auß was Land/und Statt/ auch weß-wegen/ und Ursach die-selbigein unser Schwei-tzerland kommen/ und wie sie gemarte-ret worden ; ist meines erachtens indem Leben/ der Heiligen Mauritij /Victors/ Ursi/ und ihrer gantzenGe-sellschafft weitläuffig gemelt worden /daß nicht vonnöthen mehrers darvonzuschreiben; weil dann genugsam be-kannt/ daß die Heilige Jungfrau Ve-rena auß Egypten der Statt Thebea/ein nahe Blutsverwandt deß HeiligenMauritij / Gebürtig; eines hohen Ade-lichen Stammens/ und Herkommens/und ein GOttseeliqe Christin war.Diegleich als sie aufdie Welt kommen/ voneinem H. Bischost / Cherämon mit Nah-men / gemusst; deme sie auch / nachdem sie die Jahr ihres Verstands er-reicht / von den Eiteren selbe im Heil.Christlichen Glauben zu Underweisen /und zu starcken übergeben worden. Dar-aufdie Heilige Jungfrau sich in Christ-licher Erbahrkeit/ Zucht/ und An-dacht/ dermaßen beflissen/ daß sie in
wenig Jahren/ Christi/ und des H.Glaubens / Erkanntnuß chermassen be-griffen/ daß sie demselbigen frey öffent-lich / ja auch mit der Marter zubezeu-gen/ ein sonderen Muth/ Ernst/ undEyffer empfangen. Nun begab eSsich / als die erschröckliche Tyranney derKäyseren Diocletiani / und Maxima-lst also zunahm/ daß ihr LehrmeisterCherämon neben vielen anderen Chri-sten in Egypten gemartert wurden /und durch mancherley Peyn die Cronder Seeligkeit erlangten / ( welcherGedächtnuß den 22. Christmonat inder Cacholischen Kirchen gehalten wird)da komme S. Varena zu ihrem Bluts-verwandt» S. Moritz / der allbereit inklein Egypten sein Lhebeische Legion/als sechs tausend/ sechs hundert / sechsund fechtzig Mann zusammen gebracht/dem Käyser in Italien zu zuziehen; lin-der diser Legion begab sich auch die H.Verena/ nicht auß Leichtfertigkeit /sonder mehr auß Andacht / die HeiligeStatt zu besuchen/ und die MartyUCron zuerlangen: diser gäbe Mauriti-us/ zu einem Beschützer ihrer Keusch-heit /, und Trost der langwirigen müh-seligen
klartyro-Ic>» -öäro»nij, ÜL Lil-liiüj.
S. Verenakommt inItalien mitder Legion-