DarumS Verenaals einMartcririverehretNierdk.
S. Verenaerlangt ingrosserDnngers«Noth v'lMeeifnrSie Ihrige
ks-I. zs.
, c-p.s.
Von der H. Jungfrau / und Martcrin Verena. z 7
ter-Cron zucrlangen ; ward doch difezu Solothurn bestättiget/ als sie derTyrann Hirtacus um deß ChristlichenNahmens willen in Gefängnuß geschlos-sen/ welche er ohne Zweiffel so bald/und leichtlich nicht hätte entlassen/ daG0tt ihn nicht sichtbahrlich gezuchtiget/und erkrancken hatte lassen/ daß erih-re Hilff/ und Gebe«/ wie obgemeld /nicht entrahten möchte. Deßwegendie heilige Catholische Kirch / der fetti-gen Verena Begierd / und Verlangenbedenckenv / und zu Gemüht führend /thr die Marter - Cron nicht abgespro-chen/ sonder hält ihr Gedächknuß / alseiner heiligen Jungfrauen / und Mäk-lerin : wie aus dem Constantzer appro-bierten Brevier/ wie auch ex OKcio5. Verenw, von Rom auß bestättiget/zu Solothurn zu Betten / Und Sin-gen erlaubt worden/ und vtl Jahr he-ro gebräuchlich gewesen.
Als tue Heilige Verena ein Zeit-lang bey ihren Geistlichen Schwesterngewöhnet; begab es sich/ daß ein gros-se Hungers-Noch en sichle/ und sieauch darvurch grossen Mangel erlitten;darüber sie zum theil Unwillig worden/beklagten sich bey der Heiligen Jung-frauen : Sie aber war wohl getrost /und ungezweiffelter Hoffnung / G0ttwerde sie nicht verlassen / und nach heyl,samer Ermahnung / bequemmete siesich zum Gebe«/ vondeme sie mit gros-sem Trost wider aufgestanden/ gäntzli-cher Hoffnung / G0tt werde thun/waszu seiner Ehre/ und Preyß/ auch ih-rer Aufenthaltung am besten seyn wer-de / in Erwvgung deß Spruchs deß Kö-niglichen Propheten Davids/ da eeim z6. Psalmen spricht: Ich bin Junggewesen/ und nunmehr erakm/ undhabe niemahlen gesehen/ daß der Ge-recht sey verlassen worden / noch seinSaamen das Brod habe gesammlet.Also hat wunderbahrlicher Weiß dernulle/ gütigiste Gott/ sein Dienerinangesehen/ dann es befanden sich vitSack (ein altes Büchlein setzt viertzig:)voller Meels vorder Thür ihrer Cellen/und Wohnung / darvon Sie samt ih-ren Jungfrauen lange Zeit zuleben ge-habt ; wüßte aber niemands auß Ih-nen/ von wem die Säck mit Meel da-hin kommen/ oder geschickt worden.Haben doch dessen sich sehr erfreuet /G-Ottinniglich Lob/ und Danckgesagt/daß er niemand verlasset/ welcher aufihn hoffet / und seinem Nahmen ehret/und preyset.
Als ihr Ruffhin/ und wider erschol-len / und außgebreüet worden / und derZulauff täglich sich mehrere / wurde sie
gesinnet von diser Wohnung/ zuver-meydung Menschliches Ruhms/ und inein ander Otth sich zubegeben/ dannder hossärtige Geist sich gemeiniglichpflegt damit einzumischen/ und vil gu-te Merck nichtig zumachen/ und zu-verzehren. Machte sich derowegenauf/ zöge ferrner biß an den Fluß Aargenannt / welcher bey Solothurn für--über fliest. An disem Fluß schiffte Sieabwärts/ biß sie endlich käme an einOrth/ und Platz/ da die Aar in demRhein fallet/ und der Orth/ weitendie Aar/ und Rhein da zusammen lauf-sen / jetzt Lonüuenris i oder Coblentzgenennt wird; allda stige S- Verenaauß in die Jnsul/ in mennung daselb-sten ihre Wohnung zuemesen ; weilenaber besagte Jnsul voller gifftigerWürmwar/ und niergends Sicherheit fändesich aufzuhalten / wurde die HeiligeJungfrau betrübt / wendet sich innig-lich zu Göttlicher Allmacht / da es de-rer Will wäre/ solle er disem Unziffer/und Schlangen - Geschmeiß gebieten /damit es von bannen weiche / und indiser InsUl weder Viehe noch MenschenSchaden zufüge. Abermahls hat dergetreueGOttihr Gebe«/ und Wunscherhöret / und bewilliget/ in dem solcheStimm von Himmel erschallen: Ve-rena/ GStt der HCrr hat dein Gebenerhöret / so du wegen Abtrib derSchlan-gen verrichtet hast ; der wird dich auchnoch täglich erhören/ was du von Ihmbegehren wurdest/ daß wird er dichauch noch bewehren: Zu dem jederMensch/ welcher dich wird anrüsten /daß du G-Sttfür ihn bittest/ der solleerhöret / und seiner .Bitt bewehret /und von seinem Anligen erlediget wer-den. Diser Stimm käme sie mit gu-tem Vertrauen nach / sträckte die HäNVauß / und machte das Zeichen deß H.Creutzes wider die Würm / und Unzif-scr / welches in dem gantzen Umkreistzu dem Wasser gekrochen / und gebietet/denen / im Nahmen GOtt deß Wär-ters/ GOtt veß Sohns/ und deß H.Geists/ daß sie von bannen abwichen/und sich keines mehr sehen lassen. Dadie Einwohner diß Miracul/ beynebenauch die Flucht deß Unziffers ersehen,schöpfften sie sonderbahre Lieb/ undNeygung zu der H. Jungfrauen / ga-ben ihr zur Vewohnung ein Cell oderHäußlein/ daß zu Beherbergung ar-mer Christen erbauet worden; dessenGelegenheit noch biß auf heutigen Tagzusehen ist/ haben vor ctlich Jahrennoch etliche Schwöstern darinn gewöh-net. In diser Cellen verbleibt dieH. Verena, ein zimmlrche Zeit/ ihresLebens / wäre auch da emsig im Gebett.GOtt der Allmächtige aber machte daE z ih-
S Vertu«miasstt iheHölr'komtaufCo».Icritz.
S- Vereti»vertribndas Un.t'ss r, undM'geWurm voüher Jnsuldcy Coh,lriltz