Wenden HH. Felix / und Regula / und Exuperantz Märtyrer 4?
DieHH.wohne» imGlarner,Land undprediqenden Christ,lichcnbtauöcn-
Sie kom-men gehnZürich.
Cap. j.
Käyser be,Mit leinenkandpstcgerju ZmchbieChristen juverfolgen-
mmni mit ihrem Diener entwichen /und über das Gebürgins Glarner Landkommen si'ynd/haben sie sich nicht wertvon Glaruß dem Hauptflecken in einerWildnuß an einem Berglein / und bey-ligenden Holm nidergelassen/ auch all-da ein Zeitlang aufeuthalten / dessennoch gute Zeugnnß gibt ein alte Zifferoder Geschrissr / so in dem Felsen ihrerWohnung zusehen. Zu dem under-weisen sie mir ihren Heil. Leben / undheylsamen Ermahnungen das umligen-de Heydnische Volck./ und bekehrtensolche zum Christlichen Glauben / mitwelcher Hilfst und Steur Felix/und Re-gula auf dem Berglein ihrer Wohnungdem H. Ertzenael Michael zuehren/einCapel / und Betlhauß aufrichteten.Wre nun dre Heiligen das Hcrumligen-de Vöicklein zu dem wahren Glaubenmehrtheüs bekehrt / und underwisen'Hütten / wollen sie nicht müßig sitzen /sonder auch andern Heyden das Heil.Evangelium verkünden : zogen verwe-gen von Glaruß an den Fluß Limmat /dannen der Züricher See hinab / biß andenPlatz / da das Wasser Aar wider an-fangt aus dem Züricher See zurinnen/da dre Heiligen das alte Schloß Illu-ricum, und beyde Stallt IllureZum( so heutigs Tags Zürich genannt) dar-bey ('so derselben Zeit noch fast kleinwaren) antraffend. Also aus Schi-ckung GOttes crwöhlten sie ihnen an^Vffem End zuwohnen; baueten ihnenftlbsten ein schlechtes Hüttlein an derLimmat in ver Statt / da jetzt die Was-serkirch stehet. An welchem End / undWohnung dise drey H. Persohnen mitgrossem Eyffer / und Andacht / mit Fa-sten / und Betten / neben grosser Ar-muth / ihrer Seelen Heyl / und Ste-tigkeit suchten : darneben die Innwoh-ner/ so in grosser Finsternuß deß wah-ren alleinseeligmachenden Glaubens la-gen / und dessen kein Erkandtnuß hät-ten / in dem Glauben underwisen/undalso zum ersten den Christlichen Glau-ben in disen Landen geprediget haben.
Auf der Beste ll'llurico zu Zürich /die dann in der kleinen Statt an demOrth auf der höhe gestanden/ die mannoch den Hof nennet / wohnete ein Rö-mischer Landvogt oder Landpfleger mitNahmen Decius/ um dise Länder zu-regieren / und in dem Friden zuschal-ten / disem Landpfleger Decio kämeBestich von Aayser Maximians / daßer von deß Römischen Reichs wegenein fleißiges aufsehen hatte/ damit derChristliche Glaub nicht sortgepflantzetwurde / sonder alle so solcher Lehr /Glauben / und Wandels wären / ge-sanglich einziehen / sie den Abgöttern
zuopffern zwingen / und die so Ungehor-sam / und daß nicht thun wollen / mitder grausamsten Peyn / und Matterhinrichten solle. Decius der ein Heyd/und Verehrer der Abgöttern wäre /war seinem Obern gehorsam / und sei-ne Gebott znvollziehen bereit/ spickteseine Diener aus / die Christen auszu-spähen / und zusahen. Und da er dieHH. Felix / Regulam / und Exuperantzerfahren / und verkundschafftet hätte /daß sie nicht allein Christen / sonder auchaus der Thebaischen Legion ihrHerkom-men hätten; verhoffte er dem Käyser einsonderbahre Ehr / und Wohlgefallenzuerweisen / so er auch dise Heilige Lhe-beer angreiffen / und fangen liesse. Danun die Diener aus Bestich Decij deßLandpflegers die Heiligen zusahen aus,gezogen / und zu ihrer Wohnung an derLimmat kommen / funden sie dieselbenan ihrem Gebe« / da sie jetzt zu Mit-tag die Speiß wollen einnehmen beyeinem Brunnen / so diser Zeit in derKrufft under dem Altar / in der Was-serkirchen eingetastet ist / und wird da-her der heilig Brunn genennt. Und alsGOtt die seinigen niemahls verlasset /bewise er ihnen seyn Göttliche Gnad /und schlug deß Decij Schergen mit derBlindheit / daß sie die Heiligen nichtsehen möchten. S. Felix aber sprächezu seiner lieben Schwester : RegulaGOtt der HErr will uns heimsuchen /daß sollen wir willig auf-und annemen /und uns unsern Feinden erzeigen / damitwir die Cron der Marter erlangen /und also in das Reich der Himmlen ein-gehen / und Zins ewiglich erfreuen möch-ten. Nach vollendtem Gebett / stun-den die Heiligen auf / erzeigten sich de-nen/ so sie zu der Marter suchten/undsetzten ihr Hoffnung/ und Trost allemm den Allmächtigen GOtt.
Als nun d!e Diener GOttes witlig-lich gebunden / und gefangen / für denRichter Decium auf das Schloß Thu-ricum geführt wurden/ spräche er zu denHeiligen Lhebeern : Ich verstehe daßihr Christen/ und aus der ThebaischenSchar herkommen / die euch um ver-schmähung der unsterblichen Götter deßRömifchenReichs mitPcyn/und Straffdeß Todts Vorgängen seynd; dessen be-gehre ich von euch zuwissen / wie ihreuch verhalten wöllet? darauf antwor,tct S- Felix/ und sprach: O Deci /zum ersten bekennen wir uns Christenzu sein/ und verlaugnen den Glaubennicht / auf daß wir durch die grundloseBarmhertzigreit GOttes mögen wer-den/ und sein Mitgesellen deren/ bondenen du unS gefragt hast/ dardurchwir hoffen die himmlische Freud mitth-uen
Leckn- be,sticht dieHH.jufan,gen..
LicLieNektvekden mitBlindheitgestrafft.
dp. 4 .
Die 'bekennenihrenGIqu»den/undwollen denGötter» nitvfffem.