Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Wenden HH. Felix / und Regula / und Exuperantz Märtyrer 4?

DieHH.wohne» imGlarner,Land undprediqenden Christ,lichcnbtauöcn-

Sie kom-men gehnZürich.

Cap. j.

Käyser be,Mit leinenkandpstcgerju ZmchbieChristen juverfolgen-

mmni mit ihrem Diener entwichen /und über das Gebürgins Glarner Landkommen si'ynd/haben sie sich nicht wertvon Glaruß dem Hauptflecken in einerWildnuß an einem Berglein / und bey-ligenden Holm nidergelassen/ auch all-da ein Zeitlang aufeuthalten / dessennoch gute Zeugnnß gibt ein alte Zifferoder Geschrissr / so in dem Felsen ihrerWohnung zusehen. Zu dem under-weisen sie mir ihren Heil. Leben / undheylsamen Ermahnungen das umligen-de Heydnische Volck./ und bekehrtensolche zum Christlichen Glauben / mitwelcher Hilfst und Steur Felix/und Re-gula auf dem Berglein ihrer Wohnungdem H. Ertzenael Michael zuehren/einCapel / und Betlhauß aufrichteten.Wre nun dre Heiligen das Hcrumligen-de Vöicklein zu dem wahren Glaubenmehrtheüs bekehrt / und underwisen'Hütten / wollen sie nicht müßig sitzen /sonder auch andern Heyden das Heil.Evangelium verkünden : zogen verwe-gen von Glaruß an den Fluß Limmat /dannen der Züricher See hinab / biß andenPlatz / da das Wasser Aar wider an-fangt aus dem Züricher See zurinnen/da dre Heiligen das alte Schloß Illu-ricum, und beyde Stallt IllureZum( so heutigs Tags Zürich genannt) dar-bey ('so derselben Zeit noch fast kleinwaren) antraffend. Also aus Schi-ckung GOttes crwöhlten sie ihnen an^Vffem End zuwohnen; baueten ihnenftlbsten ein schlechtes Hüttlein an derLimmat in ver Statt / da jetzt die Was-serkirch stehet. An welchem End / undWohnung dise drey H. Persohnen mitgrossem Eyffer / und Andacht / mit Fa-sten / und Betten / neben grosser Ar-muth / ihrer Seelen Heyl / und Ste-tigkeit suchten : darneben die Innwoh-ner/ so in grosser Finsternuß deß wah-ren alleinseeligmachenden Glaubens la-gen / und dessen kein Erkandtnuß hät-ten / in dem Glauben underwisen/undalso zum ersten den Christlichen Glau-ben in disen Landen geprediget haben.

Auf der Beste ll'llurico zu Zürich /die dann in der kleinen Statt an demOrth auf der höhe gestanden/ die mannoch den Hof nennet / wohnete ein Rö-mischer Landvogt oder Landpfleger mitNahmen Decius/ um dise Länder zu-regieren / und in dem Friden zuschal-ten / disem Landpfleger Decio kämeBestich von Aayser Maximians / daßer von deß Römischen Reichs wegenein fleißiges aufsehen hatte/ damit derChristliche Glaub nicht sortgepflantzetwurde / sonder alle so solcher Lehr /Glauben / und Wandels wären / ge-sanglich einziehen / sie den Abgöttern

zuopffern zwingen / und die so Ungehor-sam / und daß nicht thun wollen / mitder grausamsten Peyn / und Matterhinrichten solle. Decius der ein Heyd/und Verehrer der Abgöttern wäre /war seinem Obern gehorsam / und sei-ne Gebott znvollziehen bereit/ spickteseine Diener aus / die Christen auszu-spähen / und zusahen. Und da er dieHH. Felix / Regulam / und Exuperantzerfahren / und verkundschafftet hätte /daß sie nicht allein Christen / sonder auchaus der Thebaischen Legion ihrHerkom-men hätten; verhoffte er dem Käyser einsonderbahre Ehr / und Wohlgefallenzuerweisen / so er auch dise Heilige Lhe-beer angreiffen / und fangen liesse. Danun die Diener aus Bestich Decij deßLandpflegers die Heiligen zusahen aus,gezogen / und zu ihrer Wohnung an derLimmat kommen / funden sie dieselbenan ihrem Gebe« / da sie jetzt zu Mit-tag die Speiß wollen einnehmen beyeinem Brunnen / so diser Zeit in derKrufft under dem Altar / in der Was-serkirchen eingetastet ist / und wird da-her der heilig Brunn genennt. Und alsGOtt die seinigen niemahls verlasset /bewise er ihnen seyn Göttliche Gnad /und schlug deß Decij Schergen mit derBlindheit / daß sie die Heiligen nichtsehen möchten. S. Felix aber sprächezu seiner lieben Schwester : RegulaGOtt der HErr will uns heimsuchen /daß sollen wir willig auf-und annemen /und uns unsern Feinden erzeigen / damitwir die Cron der Marter erlangen /und also in das Reich der Himmlen ein-gehen / und Zins ewiglich erfreuen möch-ten. Nach vollendtem Gebett / stun-den die Heiligen auf / erzeigten sich de-nen/ so sie zu der Marter suchten/undsetzten ihr Hoffnung/ und Trost allemm den Allmächtigen GOtt.

Als nun d!e Diener GOttes witlig-lich gebunden / und gefangen / für denRichter Decium auf das Schloß Thu-ricum geführt wurden/ spräche er zu denHeiligen Lhebeern : Ich verstehe daßihr Christen/ und aus der ThebaischenSchar herkommen / die euch um ver-schmähung der unsterblichen Götter deßRömifchenReichs mitPcyn/und Straffdeß Todts Vorgängen seynd; dessen be-gehre ich von euch zuwissen / wie ihreuch verhalten wöllet? darauf antwor,tct S- Felix/ und sprach: O Deci /zum ersten bekennen wir uns Christenzu sein/ und verlaugnen den Glaubennicht / auf daß wir durch die grundloseBarmhertzigreit GOttes mögen wer-den/ und sein Mitgesellen deren/ bondenen du unS gefragt hast/ dardurchwir hoffen die himmlische Freud mitth-uen

Leckn- be,sticht dieHH.jufan,gen..

LicLieNektvekden mitBlindheitgestrafft.

dp. 4 .

Die 'bekennenihrenGIqu»den/undwollen denGötter» nitvfffem.