Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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46 88. 2kl.,X , k LXV?Ll(^HU8.

eben/ und Werben der glormrdt-

gm Blutzeugen JEsu Christi SS. Fe-lix/ Regula / undExuperantij.

G- in der Statt Fürich in dem Jahr zoz. oder z 12. gelitten / den n . Sepk»

Von disen heiligen Märtyrern schreiben S Eucherius Bischoff zu Lyon.rioi-enicus. Das Costantzer Brevier im Sommercheil / auf den n. TagHerbstmonats. ? esniüu; 8oo. )etu, in S. Mauriyen ^ und der gan-tzen Thebaischen Legion / Leben/ und in seinem Teutschen ^Ll-^roio^o,auf den gesagten Tag Herbstmonats, joaan 8cumpyius in seiner grossenSchweitzerischen Chronick im sechsten Buch am 482. Blat. krnnmicusOullIim»nnu8 im dritten Buch cle U.ebu5 sjelveciorum, am ;55.und Zs8.

Blat. Item Iohan Jacob Grasser / im Schwelgerischen Heldcnbuch fol.Li. und letstlich ein alte geschribne Chronick von Zürich / so Anno 1470.bescheiden deren wir uns meistentheils in disem Leben gebrauchen.

c--.l7?^?^^Wephundert siben / undneuntzig Jahr nach ChristiGeburt ( nach Casaris Ba-rom Meynung/ und Rech-nung ) wird die Legion vonLhebea aus Egypten / soein Regiment war von sechs tausend /sechs hundert,/ und sechs und sechtzigMann / von Kayser Maximiane alsUnderthanen / genöthiget in dise Landzuziehen / 'wider die auftührische Gal-lier/ welche das Römische Reich ange-fochten. Da sie nun durch das Augst-thall über den Berg Jovis in Walliskommen / ließ Maximianus zu Octo-dur / jetzt Martenach / seinen Heyd-nischen Göttern opfern ; und weil diseLhebaische Legion / als wahre Christender Römischen Kirchen / mit ihremHauptmann Mauritio dapffer fort eyl-ren / damit sie solchem Greuel entrin-nen möchten / ließ ihnen der Tyranngebieten / sie sollen auch wie er gethan/den Römischen Göttern opffern: theilsfür die glückliche Reiß biß daher zudan-cken: theils auch mehr Glück zuerwer-ben/ weil sie wider die Gallier/ als einKriegisch Volck/ zogen/daß wolle derChristliche Hauptmann Mauritius /und seine Legion nicht thun; darüberder Tyrann erzürnet / und ließ aus derLegion je den zehenden Mann richten /und enthaupten / damit ein schrecken indie übrige Märtyrer Magen. Als eraber zum andern mahl den zehendenMann aus ihnen todten liesse / unddoch keinen zum Abfall bewegen könn-te / hat er sie letstlich alle lassen nider-

hauen / und erwürgen. Doch seyttddamahlen vil aus diser ThebaischenLegion deß Tyrannen blutdürstigemSchwert in Wallis entrunnen / aberdurch deß Tyrannen nachjagen von sei-nen Landtvögten anderstwo ergriffen /und gemartyret worden / wie dann hie-vor in S. Mauritzen Legend weitläuf-figer zusehen und zulesen / pag. 22. cap.5. In diser mehr besagten ThebaischenLegion war under andern ein frommerfürnemmer Ritter / mit Nahmen Fe-lix / veme aus Schwesterlicher LiebeRegula aus Egypten-Land über Meernach Rom / von dannen biß in Wal-lis allezeit nachzöge / samt einem altenEhrbaren Diener / mit Nahmen Exu-perantius / und da die Lhebaische Le-gion / wie vor gemeldet / meistentheilsschon von dem Tyrannen MaximiansHingericht/zöge aussonderer SchickungGOttes deß Allmächtigen / und un-serm Vatterland zu gutem / und Em-pflantzung der wahren Christlichen Re-ligion SS- Felix / und Regula / mitsamt ihrem Diener Exuperantz / vonder Legion aus Wallis über den BergFurca auf Ursulen gehn Ury: von dan-nen wider über die rauche Berg durchdie Marck in das Land Claris / wel-ches dann selbiger Zeit noch ein er-schröckliche Wildnuß / und wenig be-wohnt war.

Dise beyde Adeliche Geschwüsterte/von Edlen und reichen Eltern in Egyp-ten zu Thebea gebohren: als sie auf einZeit der grausamen Tyranney Mach

miani

etlicheThebcerweichen au-Wallis au-GöttlicherAnord.nung.

Felix / un>Regulakommengehn Ury /und Glari-

o-l?.-».

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