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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Von dem H. Gaudentz / Bischofs / und Märtyrer. f?

T- Gan- I^oris I^lgrr^roloAg j zo. ^prii. Dä-mit aber die Carholische Kirch/ undBischoff ru Christglaubige Menschen allda keinNovarren Gefahr oder grössere Verfolgung vonrnvöhiet. den Arrianern zu Novarren litten/oderunderdruckt wurden/ wurde Gaudens' von denMitbischoffen zU einemBtschoffgemelter Statt Novarren in der Lom-bardey erwählet. Wiewoler aber di-se Würde Ungern auß Christlicher De-muth annähme/ so hatte er sie dochnachmahls eyfferig/ und würdiglich ver-waltet.

4. Nach empfangner Benedickion sei-A' ner Bischvfflichen Würde/ wäre seinl'gkcit/und höchster Fleiß / sich sechsten seinen Schäf-strciigcs Le. lein zu einem Spiegel/ und Ebenbildeines vollkommnen/ und heiligen Le-bens fürzustellen ; deßwegen er feinenLech mit Wachen/ Fasten/ Betten /und andern leiblichen Casteyungen ab-mergelte/ den Betrübten/ und Klein-gläubigen thäte er Hilff mit Ermah-nungen/und Tröstungen/ die wahren/Und eyfferigcn Christen stärckte er indem Glauben/ und halste ihnen von ei-ner Tugend zu der andern schreitten ;vil Herden waren von ihm bekehrt / dieallein durch den Heiligen Gaudens be-gehrten getausst zu werden. Hinge-gen waren die boßhajste Arrjaner überihne hefftig erbittert/ (welche zu diserZeit die Christliche Kirche starck ver-- folgten/ in aller Welt tobeten/ auchKäyser/ König/ Fürsten/ und Her-ren mit ihrem Glauben verkehrten/ )vertriben ihren H. Bischofs Gaudens/wie auch Bischostcn Eusebium zu Ver-reis seinen geliebten Lehrmeister in dasElend/von seinen Schässtein / undKirchen/ dieweil sie den ArrianischenGlauben nicht wohlten annehmen/undihre Satzungen underschreiben ; Undweil auch S.Eusebius den Rode! oderBrief darinn sich vil Bischöff(so fälsch-lich von den Arrianern betrogen/ undüberred worden) underschriben hetten/bekommen/ hat er denselben verrissen /und keines wegs mögen bered werden/ihre falsche Lehren zu underschreiben ;deßwessen er in grosse Ungnad beydem

Käyser Valente kommen / jst von dem-selben in das Elend verflossen / undvon seiner anbefohlnen Kirchen verjagtworden. Wie nun mitler Zeit beydeH. Bischöff Eusebius gehn Vercell /und Gaudens zu Novarren widerumin ihre Bischthumer eingesetzt.worden/und Gaudens gesehen/daß er wenigNutzbey seinen verkehrten / und abtrinnigenSchässtein mehr schaffen möchte / nameer ihm für / sein Talentum besser anzu-legen/ und den wahren Glauben an-vMr Lri. dcrn Völckern zupredigen / bey denen§. r. rr besser angelegt seyn wurde.

Darauf zöge der H. Gaudens inPrägalliam/ das ist Betgelthall / andem Berg Septner gelegen/ zu derGrafschafft Eleven gehörig/ und an denobern Bundt Rhatier Landschafst stos-send/ ein rechte Landstraß Sommers-und Winters - Zeit über den wildenBerg Septner/ nach dem Chumer-See/Und gen Mäyland. In diser Wild-nuß traffeder H. Bischoffetliche Räu-ber an/ die ihrer Seelen Heyl/ undden wahren Christlichen Glauben we-nig achteten/ deren etliche durch seinePredigen / Christliche Ermahnungen /und frommes Leben bekehrt wurden:Von Visen zöge er weiters in das Land/Predigte den heidnischen/ und grobenLeuthen das Heilige Evangelium / be-kräfftigte dasselbige mit vilen Wunder-zeichen / und bekehrte vil zu dem Ca-tholischen Glauben. Dieweil aber di-ses heilige/ und Gottseelige Merck denLeuffel verdrösse / dann er vil Seelendurch das Predigen dises H. Bischoffsverlieren müßte; stifftete er etliche bö-se Menschen wider den H. Vischoffan/als were er ein Lands - Beruhter / derwider ihren Grasten/ und Herren Auf-ruhr anstifftete/ und nach seinem Lebenstellte/und wäre dises Geschrey un-trer dem Volck/ und ihrem Fürsten sogroß/ und ruchtbahr worden/ daß erwar gefangen/ geschlagen/ Und wieman vermeint/ verwund worden. Da-rauf war er von den Schergen gen Ca-satiam/ under einen hohen Forchen-bäum geführt/ und mit einer Axt nachRömischer Weiß/ und Art enthauptet/nicht weit von dem Flecken Supram.Da nachmahls ein Capell aufver Wall-statt gebauet worden / so noch zusehen/zu ewiger Gedachtnuß deß vergossenenunschuldigen Bluts deß H. Märty-rers/ und Bischoffs Gaudens.

Alsbald nun dem H. Bischöff/ undMärtyrer sein Haupt abgeschlagen wor-den/ erzeigte der Allmächtige GOTTden Menschen sein Göttliche Krafft /Und Wunderwcrck/ in dem der H. Gau-dens fern abgeschlagnes Haupt in seineHand name / und trüge es von demForchenbaum seiner Enthauptung fastein halb viertheil Meil - Wegs auf einVerglein/ da er sich niderlegte/ undsein H- Secl seinem Schöpffer auffopf-ferte: daselbsten aufdem Verglein Ma-logia nicht ftrr von Casakia/ ward ervon den Christen begraben. Da aberdiser H. Märtyrer hernach mit man-cherley Wunderzeichen ansienge zuleuch-ten / und etlichen frommen Christen zunnderschidlrchen Zeiten erschmen / warein schöne Basilica/ oder Kirchen übersein Grab gebanen/ Und ist in seiner/

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x.

^ G,u-dens be-k hrt dieRäuber.

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Casatzchä.S- Gau«dens wirdgefaoacn/Und ent»HNuplet.

6 .

S Gan«dens rrägkftinHaiipt/und crwöh»tet >m eiltRuhsiatt.

Ein schöntKitch wirdübet seinGrab auf»gcricht.