Von dem H. Gaudentz / Bischofs / und Märtyrer. f?
T- Gan- I^oris I^lgrr^roloAg j zo. ^prii. Dä-mit aber die Carholische Kirch/ undBischoff ru Christglaubige Menschen allda keinNovarren Gefahr oder grössere Verfolgung vonrnvöhiet. den Arrianern zu Novarren litten/oderunderdruckt wurden/ wurde Gaudens' von denMitbischoffen zU einemBtschoffgemelter Statt Novarren in der Lom-bardey erwählet. Wiewoler aber di-se Würde Ungern auß Christlicher De-muth annähme/ so hatte er sie dochnachmahls eyfferig/ und würdiglich ver-waltet.
4. Nach empfangner Benedickion sei-A' ner Bischvfflichen Würde/ wäre seinl'gkcit/und höchster Fleiß / sich sechsten seinen Schäf-strciigcs Le. lein zu einem Spiegel/ und Ebenbildeines vollkommnen/ und heiligen Le-bens fürzustellen ; deßwegen er feinenLech mit Wachen/ Fasten/ Betten /und andern leiblichen Casteyungen ab-mergelte/ den Betrübten/ und Klein-gläubigen thäte er Hilff mit Ermah-nungen/und Tröstungen/ die wahren/Und eyfferigcn Christen stärckte er indem Glauben/ und halste ihnen von ei-ner Tugend zu der andern schreitten ;vil Herden waren von ihm bekehrt / dieallein durch den Heiligen Gaudens be-gehrten getausst zu werden. Hinge-gen waren die boßhajste Arrjaner überihne hefftig erbittert/ (welche zu diserZeit die Christliche Kirche starck ver-- folgten/ in aller Welt tobeten/ auchKäyser/ König/ Fürsten/ und Her-ren mit ihrem Glauben verkehrten/ )vertriben ihren H. Bischofs Gaudens/wie auch Bischostcn Eusebium zu Ver-reis seinen geliebten Lehrmeister in dasElend/von seinen Schässtein / undKirchen/ dieweil sie den ArrianischenGlauben nicht wohlten annehmen/undihre Satzungen underschreiben ; Undweil auch S.Eusebius den Rode! oderBrief darinn sich vil Bischöff(so fälsch-lich von den Arrianern betrogen/ undüberred worden) underschriben hetten/bekommen/ hat er denselben verrissen /und keines wegs mögen bered werden/ihre falsche Lehren zu underschreiben ;deßwessen er in grosse Ungnad beydem
Käyser Valente kommen / jst von dem-selben in das Elend verflossen / undvon seiner anbefohlnen Kirchen verjagtworden. Wie nun mitler Zeit beydeH. Bischöff Eusebius gehn Vercell /und Gaudens zu Novarren widerumin ihre Bischthumer eingesetzt.worden/und Gaudens gesehen/daß er wenigNutzbey seinen verkehrten / und abtrinnigenSchässtein mehr schaffen möchte / nameer ihm für / sein Talentum besser anzu-legen/ und den wahren Glauben an-vMr Lri. dcrn Völckern zupredigen / bey denen§. r. rr besser angelegt seyn wurde.
Darauf zöge der H. Gaudens inPrägalliam/ das ist Betgelthall / andem Berg Septner gelegen/ zu derGrafschafft Eleven gehörig/ und an denobern Bundt Rhatier Landschafst stos-send/ ein rechte Landstraß Sommers-und Winters - Zeit über den wildenBerg Septner/ nach dem Chumer-See/Und gen Mäyland. In diser Wild-nuß traffeder H. Bischoffetliche Räu-ber an/ die ihrer Seelen Heyl/ undden wahren Christlichen Glauben we-nig achteten/ deren etliche durch seinePredigen / Christliche Ermahnungen /und frommes Leben bekehrt wurden:Von Visen zöge er weiters in das Land/Predigte den heidnischen/ und grobenLeuthen das Heilige Evangelium / be-kräfftigte dasselbige mit vilen Wunder-zeichen / und bekehrte vil zu dem Ca-tholischen Glauben. Dieweil aber di-ses heilige/ und Gottseelige Merck denLeuffel verdrösse / dann er vil Seelendurch das Predigen dises H. Bischoffsverlieren müßte; stifftete er etliche bö-se Menschen wider den H. Vischoffan/als were er ein Lands - Beruhter / derwider ihren Grasten/ und Herren Auf-ruhr anstifftete/ und nach seinem Lebenstellte/und wäre dises Geschrey un-trer dem Volck/ und ihrem Fürsten sogroß/ und ruchtbahr worden/ daß erwar gefangen/ geschlagen/ Und wieman vermeint/ verwund worden. Da-rauf war er von den Schergen gen Ca-satiam/ under einen hohen Forchen-bäum geführt/ und mit einer Axt nachRömischer Weiß/ und Art enthauptet/nicht weit von dem Flecken Supram.Da nachmahls ein Capell aufver Wall-statt gebauet worden / so noch zusehen/zu ewiger Gedachtnuß deß vergossenenunschuldigen Bluts deß H. Märty-rers/ und Bischoffs Gaudens.
Alsbald nun dem H. Bischöff/ undMärtyrer sein Haupt abgeschlagen wor-den/ erzeigte der Allmächtige GOTTden Menschen sein Göttliche Krafft /Und Wunderwcrck/ in dem der H. Gau-dens fern abgeschlagnes Haupt in seineHand name / und trüge es von demForchenbaum seiner Enthauptung fastein halb viertheil Meil - Wegs auf einVerglein/ da er sich niderlegte/ undsein H- Secl seinem Schöpffer auffopf-ferte: daselbsten aufdem Verglein Ma-logia nicht ftrr von Casakia/ ward ervon den Christen begraben. Da aberdiser H. Märtyrer hernach mit man-cherley Wunderzeichen ansienge zuleuch-ten / und etlichen frommen Christen zunnderschidlrchen Zeiten erschmen / warein schöne Basilica/ oder Kirchen übersein Grab gebanen/ Und ist in seiner/
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Casatzchä.S- Gau«dens wirdgefaoacn/Und ent»HNuplet.
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S Gan«dens rrägkftinHaiipt/und crwöh»tet >m eiltRuhsiatt.
Ein schöntKitch wirdübet seinGrab auf»gcricht.