Von dem H. Severino / Abt / und Beichtiger s<
fette er dem HErren mit weinen/ und den ihne in disem zerga'nglichen Lebenseufftzen / war Freundlich / und Red- nicht mehr sehen/und er afl disesorthsam gegen Jedermann/ so Hilff / und nicht mehr kommen.
Trost bey ihm sucht en. Seinen schwa-chen / und betrübten Brüdern erzeigte Auf diser Reiß käme der Man«er sich als ein Vatter. G0ttes gehn Nivernia in die Statt /
. . und als er in die Hauptkirchen zubet-
c-p.». Bey difts H. Abts Zeiten/Herrschete ten gangen / und nun sein Gebett ver-
übet gantz Franckreich der glorwürdige richtet hätte / fragte er die Kirche«König Clodoveus / genannt der Groß/ Diener / und Meßner / wo ihr Vifchoffregierte zn. Jahr / nehmlich t^.alsein wäre ? Antworteten die Diener / daßHeid / und die andern fünffzehen Jahr er jetzt ein gantzes Jahr kranck zu Bethnach angcnohmnem Tauff / als ein läge/und wegen der schwären Kranck-Christ : Clodoveus fiele auf ein Zeit heit Stumm/ und Gehörloß worden/in em hefftiges / und rödtliches Fieber/ und weder Meß lesen / noch predigenwelches ihne lange Zeit hart angegrif- könte. Ab difer Antwort ward derfen / und gequelct härte / biß daß die H. Severin zu grossem Mitleyden be-grosse Vollkommenheit deß Heil. Seve-. wegt / begehrte man solle ihn für dentint dem König kund gethan ward. BischoffEulalium führen; und als er ih-Deßwegen mit Rath seiner Freunden/ ne so armseelig in dem Beth ligendfan-und sonderlich seines hvcherfahrnen de / begäbe sich der Heil. Severin zuLeibartzet/ und Doctors Lranquillini dem Gebett / und rüffte die Göttliche(der daß sahe/ daß alle natürlicheMittel/ Hilfffür den Bischoffan / und nach verri-nnt) Artzneyen umsonst waren / auch chtem Gebe«/kehrte sich S. Severin zukein Hoffnung hatte dem König mit dem Krancken / sprechend: Rede mit mirArtzneyen geholffen zuwerden ) welcher du Priester deß HErren / daß bitte ichdem Komg S- Severrnö Leben / und dich. Darauf der Vifchoff antworte-Wandel erzehlete / wie vil Wunder- te: der Nahm deß HErren seye geseg-werck er schon gethan / mit Austrei- net/ und gelobt in Ewigkeit/der durchbung der bösen Geistern/und Heylung dich sich meiner erbarmet hat/und als ihmmancherley Kranckheiten. Ab solchem S. Severin die Hand reichte / sprächeguten Rath deß Tranquillini / und sei- er: Stehe auf du Diener Gottes inuer Freunden/ ward König Clodove- dem Nahmen JEsu Christi / der dichus erquicket / und erfreuet / verhoffen- deßwegen gestrafft/ damit er dich eriö-de die Gesundheit durch Fürbitt deß ftte; darum gegeißlet/daß er dich kön-H. Sevcrlni / zuerlangen. Schicket te belohnen; dann heut wlkstu mit mieverwegen seine Gesandten gehn S. auf dem Altar Meß lesen / und demMauritzen / welche den Mann Gottes Volck den Seegen G0ttes mittheilen,mit höchster Demuth bitten sollen / daß Mit Visen Worten ward der Blschoffer kommen / und dem König mit seinem Eulalius w lderum frisch / und gesund /Gebett die Gesundheit von GOttdem und lobte Gott um dise grosse Gut-Allmächtigen erlangen wolre. Die thaten / die er ihm durch die FürbittKönigliche Abgesandten kamen zu dem deß H. Abts Severins erzeigt hätte /Heil. Severin / eröffneten ihme ihres und läse auch denselben Tag Meß / undKönigs Bitt / und Hoffnung/ daß er segnete das Volck / wie ihm S. Seve-möchte durchwein andächtiges Gebett rinvorgesagt hätte. Das Volck abervon dem rödtlichen Fieber erlediget lobte / und danckete Gott wegen deßwerden. Dieweil aber Severin durch grossen Wunderwercks / und daß sie ih-Göttliche Offenbahrung zuvor verstau- rem Bischofswiderum gesund vor ihnendiget worden /daß er nicht zu S-Mau- sahen. Denselbigen Tag°blibe S-Se-ritzen / sonder in der Burg Nantvni- verin bey dem Blschoff/ und darnachensi in Franckreich sterben wurde/ und reisete er auf Paris zu ; und in demihne GOtt dahin beruffte / daß noch Eingang diser Statt under der Porten/vilen Menschen an Leib / und Seel ge- fände er einen aussätzigen Menschenholffen wurde ; bewilliget er Mit deß von jedermann verlassen / den berufstKönigs Abgesandten nach Paris zu- S. Severin zusicht / und als er ihnereisen, lind nachdem er voll seinen freundlich gegrüßt / und geküsset hatte /Brüdern ein freundliche Urlaub neben reinigte er ihn von allem Aussatz. Dar-einer tröstlichen Ermahnung von der auf gierige er heimlich in die Kirchen /Liebe / Gebett / und geistlichen Leben damit er dem Lob der Menschen konn-aethan / zöge er mit den Gesandten in te entweichen / und bare G0tt um wei-dem Nahmen Gottes zu dem König, lern Beystand / seinen Göttlichen Wil-Die Bruder aber könten ihres gelieb- len zuerfüllcn. Darauf gierige S.Se,ten Vatter nicht vergessen / sonderlich vcrm in den Königlichen Pallast zuweil er ihnen vorgesagt hätte / sie wur- Paris / und als er für den krancken
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