cap. 4 .
C-p.6.!. l.
toi. ,8.
quirLrcüüiprs cira.1»,.
Lsp. 5
S-SkvniNjiccht vonParis.
fF Von dem H. Sebcrins / Abt/und Beichtiger.
König Clodoveum geführt worden /und ihne gegrüsset hatte / stehle er ni-der zu dem Gebett / verrichtete es mitAndacht / nach dessen Verrichtung leg-te er auf den König sein Lasel / damiter angezogen war; und alsbald ihn dieKleydung deß Heiligen berührt hatte/verschwände das Fieber / Und stundeder König frisch / und gestmd auf/dan-ckete Gort feinem Heyland mit gebo-genen Knyen / und seinem Diener S.Severin / durch dessen Gebett er diegewünschte Gesundheit / und Heyl er-langet hätte.
Dises herrliche Wunderzeichen andem König Clodoveo / dem Grossen inFranckreich / geschahe in dem 25. Jahrseiner Regierung / als er nun zehenJahr ein Christ gewesen / und wäredas 508. Jahr nach Christi JEsu Ge-burt / wie Petrus Bonfons/ und Ja-cobus Breul in ihren ^.liriguirere» derStatt Paris verzeichnet haben. Undobschon der König sein vorige Gesund-heit erlanget hätte/wolte er Noch dem H.Severin nicht von sich lassen sonder be-halte ihn drey Jahr lang bey ihme.Hierzwischen aber machte der H. Se-verin vil Krancke zu Paris gesund / al-so daß er bey Jedermann in ein grossesAnsehen kommen / und das Volck indem wahren Glauben gestarckt worden.Und obschon der Heil. Mann bey demKönig verbleiben müßte/ wolteerdochnicht m dem Königlichen Pallast woh-nen / sonder erwählte ihm ein Hütleinenethalb deß Wassers Sequana zuwoh-nen / da jetzt in seiner Ehr ein schönegrosse Pfarrkirchen stehet/ nicht weit vonder Universitet in S. Jacobs Gassen.Der König Clodoveus wolte sich auchdanckbar erzeigen gegen seinem geistli-chen Vatter / und Artzet / gabe.ihmeGewalt / und Macht/so vil Geltsausseinen Schätzen zunehmen als er wolte/under die Armen auszutheilen ; liesseauch so vil Gefangne ledig / als der H.Mann begehrte / deren ein grosse An-zahl gewesen.-
Nach dreyen Jahren / als der H.Abt Severin vermerkte daß die Zeitseines Abscheydenö auß disemJammer-thal zu dem warhafftigen/ und ewigenVatterkand herbey kommen wäre/under under diser zeit den König offt besucht/und mit tröstlichen Ermahnungen ge-stärckt härte / gesegnete er den König /und die Junwohner zu Paris / zöge auffein Burg 2v. Meil von Paris/ vorJahrem genannt Landon / jetzt Nanto-niensische Burg/ ein kleines StättlemGastioms / darinn ein Höltzene Kirch
erbauen ward / fanden zween frommePriester daselbsten GOtt mit Andachtdienend / Paschasium / nnd Ursicinum /von welchen ihme GOtt der HErr hät-te angezeit/ daß er durch sie solte zu derErden bestattet werden. Als er nundahin wäre kommen/ redete er sie freund-lich an/ vermeldet auch die Ursach seinerAnkunfft/ befilcht ihnen den PriesterFaustum / welcher zo. Jahr in seinemKloster gelebt/ und Vitalem seinenJünger. Paschasius / und UrsicinuSempfiengen den H. Mann mit aller Ehr-erbietung / thaten ihme vil guts / undhieltem ihn freundlich. Under disem be-reitete sich der H. Mann fleißig zu sei-nem letsten End / mit andächtigem Ge-bett / und anderen guten Wercken / da-mit er dem zukünfftigen Richter frvlich /und unverzagt entgegen kommen möch-te. Und wäre nicht ein langeZeit angestanden/ und der eylffte Tagdeß Hornungs herbey kommen / hater den H. Geist in die Händ seinesSchöpffers aufgeben. Und bezeugendie jenige so bey seinem End gewesen /daß das gantze Gemach/ darinner ge-legen/ zu der Zeit seines Absterbens/mit einem klaren Liecht erfüllet/ undumgeben seye gewesen. Wie er nunentschlaffen war/ haben die zween Prie-ster Paschasius/ und Ursictnus den to-ben Cörpel nach Gewonheit gewaschen/und bekleidet / und mit grosser Ehrerbie-tung in die obgemelte Kirchen begra-ben. Starbe im Jahr Christi 512.ein Jahr vor dem König Clodoveo /und geschehen noch heutiges Tags beyseinem Grab vil herrliche Miracul/undWunderzeichen/ mit welchen der HerrJEsus seinen treuen Diener herrlich /und weitberühmt machet. Über disesGrab hat nachmahls König Childeber-tus/ Clodovei Sohn/ ein weiters /und höhers Gebäu/ und herrliche Kjr-chen aufführen lassen / mit KöniglichenGaben dieselbe vermehret/ wegen deßH. Manns / und Diener - G-Ottesgrosse Verdiensten/ und Dancksagungder Gutthaten / so er seinem kranckenVatter Clodoveo bewiscn hatte: Undendlich damit er Childebertus auch beyGOtt durch dises H. Manns Ver-dienst Hilfferwerben/ möchte.
S- Seve«rin stirbt.
KönigLhil«bertuübauet einMünsterübe» dasGrab.
Zu unsern Zeiten ist dise Kirch/und
Gelegenheit der Vegräbnuß S. Se-verins zu einer herrlichen Abtey erwach-sen/ S. Augustim Ordens regulierteChorherren/ und in die Brnderschaffkgenehmen der herrlichen Abtey zu Pa,ris bey St. Victor in derVerstatt.
War-