Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Sterben deß berühmten Abts S. Fri-dolini.

Zu Seckiugen begraben/ im Jahr 514. den 6. Meryen.

Vom ihme schreiben die Gottseelige Vatter btocicer-us Abt zu S. Gal-len. ?ecra8 OLmiaaus Lsrci. ?ecru8 Lsniüus 80c IL8V M stlNeiN Kl-il--

r^^oio^ic», auch in einem besondern Buch weiklauffiig/ auß deine unserHl'kftori ist genommen. Item der Author v>Zm v.rX ^rroläus WE, indemdritten Buch deß Baums deß Lebens/ durch H. varoium 8cenZei,um ,Profeß zu S. Ulrich in Augspurg/ verteuschct. )oan. 8rumpk»u8 in sei-ner grossen Schweitzcrischen Chronick/ am 688. Blak. kr-ancitcus Ouiliims-r>ur in seinem ersten Buch Oe kebus vlelveciorum, nn tf rap. ktelcb'017tt-um,n5telct,us. Oolcistkus in seinem Buch ^lemLnmcarum, Nenim . amz 84. ^3lat./lorno primo , psi-re lecuncig. Josn. Jacob Oratler, in dem Schmei-tzerischcn Heldenbuch / am 25. Blat. e2l>-rru8 Lru5cbiu5, in der ersten ecn-rurla Klongsteriorunl OermaniT, UM 146. Blat. Lvrilkwuuz WursteystN/in der grossen Baßler Chronick/ im ersten Buch/ am 21. Cap. Io-mne,Ouier von Weineck/ in der Rhatischen Chronick/ im s.Bucham 62.Blat.krevisrmm Oonstsarienle im Winttttheil/ auf den 6. Martlj. /k-AiätU,

l'sckucii in R.kec. /Up. c. ir.

E^rido. heilige Mann Fridoli-

lm'jNchmL M uns / und sonderbahre

Außlkgmig. Freund Gottes/denen von

Glarus / und Seckingen /

^ als ihrer erster Apostel wol-bekannt / wird gemeiniglichFridolin/ oder Fridholb/ und Friden-reich geheißen / zwar nach viler Mey-nung / aus sonderbahrer schickung GOt-tes/ als zur Ltnzeigung/ daß diserMann fast beflissen / und eyfferig ftynwerde / Zwyspalt hinzunehmen / Einig-keit anzurichten / und den Friden alsdas beste K'lcynodder Christen / allent-halbk zubefürdern. Es hat auch Fridolinnoch einen andern Nahmen bekommen/daß er Visror, zu Teutsch ein Wande-rer/ bey seinem Leben allenthalben ge-heißen worden ; dieweil er nach sonder-licher Anordnung Gottes/ so weitund lange Reisen vollbrachte / und den- Christlichen Glauben in Visen Landenverkündigte; und gleichwie ein Christ-licher Pilgram mtt seinem Stab/ und_ Mantel so Arbeitsam von einem OrthA.A'ido« zu dem andern wanderte. Es ist aberWLe unser Fridolin nicht von einem gerin-stammen gen/ und verächtlichem Geschlecht ge-schoben. bohren/ sonder sein Herkommen vonKöniglichen Stammen genohmen/ ausk. klarer, Die H. Schweig.

dem nidern Schottland / Hybernia ge-nannt/ an Engelland gelegen. Jaes meldet Arroldus Wion / daß er nichtallem auß Königlichem Stammen ge-boten / sonder sein Vatter Conranusmit Nahmen/ seye König in. Schott-land gewesen/ und er Fridolin um dasJahr Christi 440. Gebohren. Da-

rauß dann folget/ daß ihme an Gelt/Gut/ Leuth/ und Landen / und allenzeitlichen Dingen / nichts abgangen we-re/ wann er sich nur allein derselbennach der Welt gewonhcit hette anneh-men/ und brauchen wollen. Aber

desto mehr ist er zu loben / und zurüh-men / daß er das Gastliche für dasWeltliche gesetzt/ das Reich GOttes/samt seiner Gerechtigkeit zu vorderst ge-sucht ; von Jugend aus das süße Jochdes Allmächtigen auf sich genohmen /in rechter Gottsforcht gewandlet/undsich aller kindischer Leichtfertigkeit/ undböser Gesellschasst entschlagenhat.Dannes ein sondere Gnad GOttes an disemKnaben Fridolin gewesen / daß er sojung nach dem geistlichen Adel der See-len mit ernst getrachtet / und seinen Kö-niglichen Stammen mit schönen edlen /und dapffern Tugenden je langer jemehr geziert hatte. Name auch mH frey-

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Am vit«Or.i 5.LcnccliüU,