Abt/ und Beichtiger.
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S- HilarijHeilig'lhum wirderbebt.
^ Frido.«n wirdvon dem H.Hilario er»Mahnetweiter dasEvangeik.nmruver.rimdigen.
Catholischcn Kirchen Geprängen/ undGewohnheiten gewyhen; so hat manauch die alte Begräbnuß S. Hilarijhinweg gethan / und ein sonderbahrenTag bestimmet/ an welchem sein H.Leichnam solte an ein füglichers Orthtransferiert/ und verlegt werden. Alsnun die bestimmte Zeit herzu kommen/Und der Bischoff Mit dem H. Fridchin/samt seinen Mitbrüdern / m der vorge-henden Nacht bey dem Grab wacheren/und GOtt in seinem Heiligen lobtenzsahen sie augenscheinlich die Engel kom-men/ den H. Leichnam deß H. Hilarijvon seinem alten Orth erheben / Und indas neu Gebau / so darzu vbn dem H^Fridolin verornet Ware/ tragen/ undlegen. Solches Wunverzeichen hatUrsach geben/ daß hernach das Volckmit höchstem Lob / und Preyß GOttDancksagten/ Und dem H. Hjlariumin grösserer Rcverentz/ und Würdig-keit hielten. Es begehrte auch derH. Fridolin von dem Bischofs/ daß ernach seinem langen wünschen/ Und be-gehren / von disem Heiligthum ein stück-lein haben / und behalten möchte; alsihm solches vergUnd worden/ hat ersfür ein köstliches Kleinod angenohmen/und in ein sonderbahres darzu verord-netes Läschlein eingewicklet/ und ge-bunden ; auch in seinem reisen mit sichgetragen/ und endlich zu einer geistli-chen Letze denen von SeckingeN / UndGlarus / als seinen liebsten Kindern /darvon mitgetheilt/ und hinderlassen.
Nun schickte es der AllmächtigeGOtt/ daß Fridolin etliche Jahr zuPortiers verblibe/ und dem Previg-Amt/ und seinem Gottshauß mit flesßabwartete. Hierzwischen erweckteGOtt in Meyen Priestern auß Schott-land ein Begierd ihrem Vettern Frido-lin Nach zuziehen/ und heimzusuchen ;schifften derhalberi über Meer/ und ka-men mit grosser Mühe/ Und außge-standener Gefahr gen Poitiers inFranckreich zu dem H. Fridolin/ Undwiewol sie erstlich einandern nicht ek-kanden/ vermerckte doch der H. Fri-dolin so vil auß ihren Reden/ Und Ge-spräch/ daß sie beyde seines BrudersSöhn/ und seine Natürliche Vetternwären / und erfreuete sich der A Mannab ihrer Ankunfft/ Und hielte sie freun-lich / und ehrlich. In der Nacht nachseiner Befreunden Ankunfft/ erschinedem H. Abt Fridolin der H. Hilariuswie zuvor/ sprechende: Bruder Fri-dolin/ du thust recht daß du GOtt desHerren Willen/ und dein schuldigeGe-horsame bißhero verricht/ und den Bau/und Erneuerung deß Klosters vollen-det hast/ es wird dir auch nicht Unver-golten bleiben/ daß du in diser Statt
den Dienst GOttes so treulich mit derLehr/ und Wandel befürdert hast;so ist dir auch nach deines Hertzens Be-gierd genug geschehen / in dem daß duvon meinem Leichnam etliche stückleinGebeins erworben / und dieselben beydir zu tragen genommen hast. Nunist der Willen GOttes / daß du dichaufmachest / dise Statt / und Gotts-hauß verlassest / Und GOtt mit deinerArbeit an einem andern Orth dienest;Es wird auch darum was du allhierNutz geschaffet hast / Nicht zugrund ge-hen / dann zu solchem End deine beydeVetter / aus sonderbahrer SchickungGOttes / an dises Orth gesend seynd/daß sie an deiner statt deß Gottshau-ses Diensten obligen/ und außwartensotten. Darauf begehrt S- Fridolinzuwissen/ was er dann thun/ und wo-hin er ziehen solle / damit dem WillenGOttes/ und seiner Beruffunggenuggeschehe ? da antwortet ihme der HeillHilarius : Er sölle aus Franckreich indas Teutschland ziehen/ UNdsich an dieLand deß Rheins begeben/ Und VisenVölckern den wahren GOTT / undChristlichen Glauben verkündigen.Nicht lang hernach als Fridolin der Er-scheinung / und Ermahnung deß Heil.Hilarij nachtrachtete / käme ihme bvtt-schafst / wie der Bischoff von Poitierssein guter Freund/ Mit dem Schlag anallen Glidern seines Leibs berührt /Und getroffen Wär ; also daß er deßTobts nicht Möchte erlediget werden /wann ihme der Allmächtige nit sonde-re Hilff schickte. Solcher Zeitung er-schracke der Heil. Fridolin/ und Mit samtden beyden Priestern seinen Vetterneylte er nach dem Bischvfflichen Hof /fände den Bischoff in grosser Leibs-schwachheit / und Gefahr deß Todks.Da hätte der Heil. Abt Fridolin eingrosses Mitleyden mit dem kraNcken Bi-schoff/ fienge an sein geistliche Artzney/daß Gebett mit inniglicher Andacht zN-verrichtett/ und GOtt dem HErien fürdas Heyl dises Bischoffs mit Vergies-sung der Zähern zubitten: nach Ver-richtung deß Gebetts/stunde der kran-cke Bischoff alsbald auf / und bezeug-te / daß er von aller Kranckheit durchdie Fürbitt deß H. Fridolins erledigetseye / und gehabe sich jetzt wohl. De-rowegen bekennte der Bischoff mit al-len Umstehenden / die wunderbahrlicheGnad GOttes / Und sagte ihme danckvon wegen deß grossen WUnderwerckS;sintenmahl kein Artzet dem Bischoff insolcher äusserster Noth zu der Besse-rung / Und vil weniger zu der Gesund,heit hatte mögen helffen.
An dem nachfolgenden Tag kommtder H. Fridolin wwerum zu dem genä,H z senen
S- Frido.lin machtdenDifchoLgesund.