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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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König / und Märtyrer-

nen stürtzen / und versencken / welchesdann ohne Verzug geschehen / im Jahrnach der Geburt Christi 521. oder 526^den i. Maij / bey Regierung ÄäysersJustin» I. Wie fruchtbahrlich / undChristlich S. Sigmund die vierthalbeoder achthalbe Jahr in seiner Gefäng-rtuß zugebracht/ mit was anMüthtigemGebett bey Tag/ und Nacht / mit Fa-sten/ und Wachen/ wie er sich gäntz-lich Göttlichem Willen undergestelt/und heimgesetzt/ was er für Be-gird/ und JnnbrUnst zur ewigen See-ligkeit/ wie vil Trost/ und Gnaden ervonGOtt erlanget/ entgegen was fürSorg/ Kummer/ und Angst er under-dessen außgestandcn/ indem ihme alseinem mächtigen König / niemand zuHilff kommen könnte ; seine Burgun-der/ ja gar seyn epgner Bruder ihn mitdem Schwerd zu erledigen / nicht starckgenug; die fromme Geistliche nichts er-halten/und welches das fürnehmst/ sei-ne eygne Kinder/ und Gemahlin sämt-lich gefangene zu seyn wohl wüstete /und ausser deß Todts nichts zuwartenhätte ; weil von allem dem nichts ge-schoben / wollen wir den Leser allein er-ermahnet/ und erinnert haben / solcheszu Gemüth zu führen/was S. Sigmundin seinem Hertzenfür Anligen getragen/selbst zu gedencken- Also würd KönigSigmund/ beyde seine Söhn/und Ge-mahel enthauptet / und in ein liessenSein Cör> Breiten gemorst?. Über z. Jahr seyndperwirdge, derer seelige Leiber S-Avito Abten beys'En und S. Mauritio durch Göttlichen Willen/UM im rrnd scheinbahrliche Erscheinung geoffen-Klostkr bk, baret worden; auß dem Bronnen her-gaben. auß genommen / in die schöne Kirchen /

und Münster deß Agunensischen Klo-sters / welches S. Sigmund / wie obengemeldet erbauen/ würcklich gcführet/und begraben worden. Daß disen Sig-mund der Allmächtige GOtt under sei-ne Auserwöhlte genehm?/ und zähle/ be-zeugen die vilfältige erzeigte Wunder-werk/ welche bey seiner Ruhestatt ge-schehen. Zuforderst aber wissen es diean dem Frörer/ oder Fieber gelegen/

oder tigende / wann sie allda zu Erle-digung diser Kranckheit / für sich dasOpffer der H. Meß zuhalten bestellen/und anordnen.

Nach etlich hundert Jahren ümdas izoo. Jahr/ alsCarolusIV.Rö-mischer König auß Jtalia in Deutsch-land/ hernach in Böhmen sein Weegdurch Augstthal! / und S- BernhardsBerg bey Moritzen herauß genoh-men; erlanget der Käyser durch grosseBitt / und unabläßliche Anhaltungvon dem Abt / und Convent deß Orts/den Cörper Sigismundi/ und an-dere fürtrefstiche Heyltheil noch vilmehr/welche er mit sonderer Ehrentbictung/und Andach mit sich nach Prag gefüh-rt/ und hernach zu Ehrrn/ und Ge-dächtnuß dises H. Märtyrers / seinenneugebohrnen Sohn Sigmund tauffenUnd nehnen lassen : diser ist nachmahlsim Jahr 14«i. Römischer K'äyser/undwegen Concils Conßanrienll8 Anord-nung höchlich berühmt worden. ImJahr iz;z. In Herbstzeit/ kam Ääy-ser Carle aufbegehren Hertzogs Alber-ki von Oesterreich / gen Zürrch / dievertrennete Gemüther zuvereinigen;auf welches reifere er auß Andacht mitvil Bischöffen/ Fürsten/und HerrendenZüricher See hinauf/durch geleyd Bür-germeister RudolffBrunn/ genEinsid-len/ und nach verrichtet Andacht be-gabete er das Gottshauß mit dem hal-ben theil deß Haubts S. SigismundiMartyris/ und den halben theil vondem Arm S. Mauritij (welches erverflossene Jahr in Wallis zu Agaunobekommen) neben andern schön/ undköstlich gezierten Heylthumen mehr/ undein merrk liche summa Gelts zu An-wendung gemeines Haußwesen. Wirdalso zu Einsidlen das halbe Haubt ingrosser Würden/ neben andern Heyl-thumer/ aufbehalten / und geehret /dessen Gottshauß sonderer Patron erauch jederzeit verbliben/ undgehalten worden.

Carolus/v. crlaivgek dieHcylchumS. Gigii»

MlMdi.

EinkheilkonikgcnPrag / dernach Ein-sldikN-

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t». k. sturer, Die H. Schwel«.

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