Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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8. Coufeftor. K-Lremic».

WerljMchtM/undMn-

sidlers im Jnimerthall/ Lausanner Bi-stums/ Leben / und sccligs Meiden.

Hat gelebt ungefährlich um das Jahr Christi IEsu 600. Skärbe den

12. Novemb.

Von ihm schreiben/ und handle» das Bastler/ und Lausanner Bre-vier im Sommertheil/ auf den 12. Wimermonat: aust welchen nachfolgen-de Histori gezogen. Item ^arc/roioZium LssUeenie auf gemelten Tag/- so ^.Qno ,584. zu Freyburg im Breißgöu gedruckt. Weiter lisct man vonihm in zwey alten geschribnen Büchern Bischofflichtt Canyley zu Bruntrut.Dessen gedenckt auch das Btsantzisch Brevier/ und Christian WurstcysmStattschreiber zu Baßel/ in der Bastler Cronick.

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alte Baßlerifch/ und Lo-« sannisch/ von der H. Rö-mischen / Apostolischen Kir-chen approbierte Brevier /^ stellet uns auf den 12.N0-vembris für/ und gibt zu-erkennen das Leben/ und seeligen TodS. Hymerij Adelichens Stammens /auß der Provintz Alsgavia / in demFlecken Lune/ jetzt Dandfereux/ zwostund von Bruntrut gelegen/ geboh-ren : ohne zuthun der Jahrzahl. Je-doch finden wir in der Bastler Chro-nick/ das Käyser Carolas Crassusdem Kloster S. Germani im Münster-thal/ neben andern Freyheiten/ undGaben/ im Jahr 884. S. HymerijCell mit seiner Jugehör/ verehret undübergeben. Allst dem zuschliessen/daß er um das 600. Jahr habe gelebt/von Adelichen Eltern gebohren/ vonJugend an zu aller Gottsforcht erzo-gen worden. Da Hymerius zu sei-nem Verstand/Und Mannbahren Jah-ren kommen/ und der Menschenkindergefährlichen Stand erwogen / nähmeer ihme für die Welt zu verlassen/ mitallem deme/ was ihm vom Väterli-chen Erb zustande; zöge mit seinemDiener Elberto ( andere Lesen Alber-to ) in die Einöde / Susingum damah-lens/ jetzo aber Sant Jmmerthal ge-nannt : Allda reutete er/ und erbaue-te mit grosser mühe ein Ackerlein mitKorn/ welches zwar schön anfieng/ a-ber bald befunde er alle Aehren lähr /ohne Samen / welches dem Heiligenein Anzeigung gab / daß GOtt ihn wei-ters beruffe. Also gieng er zum Bi/schöfstichen Sitz Losanna/ begehrt denAcker um ein Zinst/ wurde ihm um den

drittentheil vergünstiget/ dergestalt daßer demBischöfstichen Hof/ unser Neben-Frauen zween theil Jährlich alles Ein-kommens vergavete: den übrigen drit-ten theil zu seiner Nothturfft / und Auf-enthalt behielte. ^ Etlich Jahr her-nach/ da er in Emfidlischem Stand /und geistlichen Übungen wohl gegrün-det/und merckkich zugenohmen; entr Z,echt aufschlösse er sich das heilig Land ( in dem -Yi^uia»unser Herr/ und GQtt/ um Erlösung ie.n.der Menschen / grosse Marter/ undden bittern Tod außgestanden ) alleMühe/ und Arbeit/ alle Zufäll/ undGefahren hindan gesetzt/ zubesuchen/und so es möglich/ die Marter - Cronum seines heiligen Nahmens willen zu-erlangen: und mit disen heiligen Ge-Vancken verließ er seine geliebte Freund/und Blutsverwandt/ samt dem Vat-erland/ und schiftete mit Elberto sei-nem Diener/ nach dem gelobten Landgen Hierusalem; da fienge er ein En-gelisch Leben an/ mit Betten/ Fasten/und Wachen / in Besuchung der heili-gen Qerther/ da JEsus Christus Got-tes Sohn/ unser Heyl/ und Erlösungvollzogen. Durch dise tägliche / undlangwehrende Übung (weilen er dreygantzer Jahr im heiligen Land gebli-ben) käme er zu grosser Vollkommen-heit/ und heftigem Leben.

^ Es b^ab sich / ohn zweiffel außGöttlicher Providentz/ und Anordnung/damrt er seinen treuen Diener Hyme-rmm der Welt zuerkennen gäbe - Daßm einer Jnsul des Meers/ ein greulichgrosser Greifs/ vilmahl des Tags mitgrossem Geschrey / und Schaden Viehs/und der Menschen/ sich erzeigte/ und

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