Abt/ und Beichtiger.
16.
BryftinemGrab er.loichr einbrennendeKertz ohneschaden sel,
Ma wer,den r. En.»ei grirhen.
trüge er am Abend ein brennende Ker-tzen in die Kirchen/ hat selbe auf denLeuchter bey des Heiligen Grab auf-gesteckt/ welche darab brennend aufdas Grab gefallen/ verbrennede dieGrabdecken halben theils/ ist auch al-so erloschen / hat weder dem Stab/ nochandern Decken/ und Sachen/ so überdem Grab gehangen/ kein emtzigenSchaden mehr gethan. Frühe kom-men die Brüder in die Kirchen / erse-hen was geschehen / entsetzten sich da-rüber nicht wenig : danckten GOTTdarneben / daß er größer» Schaden /und Brunst genädiglich abgewendethätte. Über den dritten Tag/ alssie zur Metten gierigen/ fanden sie bren-nende Liechter m der Kirchen/ und zwe-en Knaben/ einen zum Haupt/ denandern zu den Füssen / bey dem Grabstehen/ und die verbrennte Decke zwi-schen ihnen ligen: Man hörete auchzween Chör der Engeln / einen umden andern auf daß tteblichest Singen.Morgens gehen die Brüder mit Sorg/und Forchr in die Kirchen/ finden dieDecke / jo zuvor halb verbrennet war /über dem Grab außgebreilet/ ohn al-les Zeichen des Brands; Es wäre auchdie Breite/ und Länge daran/ dreyElen erweitert/ damit dis Wunder-werck desto höher gehalten- und ge-pryßen wurde.
-.5- Zeiten Carolomanni des gros-
dem?> sen Hoffmeisters/ war in emem DorffGallo ver. ein armen Mann / dtser hätte ihm für-lobt/ wird genohmen/ neben seinem Weib des H.
Letten / und Begräbnuß zuoesu-ma>l ver, ^bn / dessen Weib harte ein Äirar De-cke avß 2lndacht zugerichr/ an dem H.Orth/ samt einer Büdnußvon Wachs/zuopffern/ welches sie rn daö Tuch ein-gewicklet/ und zu andern Kleidern inihre Trucken gelegt. Es g schabeaber daß ihr Haust/ und alles w da-rinnen abgcbrönnen / und zu A chenworden. Nach der Bruch- woffe manaus der Wal.'statt das alle Eyftn zusa-men lesen / befanden darneben auchdas versprochne oder verlobte Altar-Luch under der Aschen / auch das wäch-sene Bild gantz unversehrt darinnen / dadoch das Feur die Trucken/ und alleswas darum wäre/ verzehret hätte.Daraufverrichteten sie ihrGelübd/ undzeigten Das Wunder an.
In selbigem Dorff/ zu KönigsPipini Zeiten/ wurde ein MannWilli-mar genant/ sehr Kranck/ diser ver-spräche ein Roß / und zween Hchsen(wanner wrder Gesund wurde) indeßheiligen Galli Kirchen zuverehren: Alser noch selben Tag Gesund worden/be-
p. k'. Murer, Die Schweiy.
letzt.
e.
Ein Kran,eker ver,tzricht <S-Gallo einOpffer /wie er datzzuhalten«n-ttriheak
§1
gab es sich / daß er mit Birthlome sei-nem Herren bettens wegen/ eben aufdemselben Roß/ daß er Verlobt/ zudes heiligen Galli Cell geritten - Alsaber nach verrichtet Wallfahrt/ alleandere wider nicht weit von der Kir-chen aufgesessen / stunde dessen Pferdallein stttt / daß es weder mit schla-gen / noch sporcn möchte von dannengetriben werden ; Darum straffteihn die Schand selber / daß er seinSchuld/ und Betrug bekennete/ opf-ferte das Pferd bey der Kirchen-Thürauf/ und zöge mit andern/ nach em-pfangenem Seegen/ nach Hauß.
Im vierden Jahr der RegierungCarolomanni/ fasse ein Armer in ge- wi'rdkund.nannten; Dorff Rotunwüla / welcher dar.zu dem heiligen Gallen Wallfahrtenwolle / und weil er kern Opffer hätte /seyn Andacht damit zubezeugen/ ist eraus Teufstijcher Emgebung zu Nachteinem Reichen in sein Hof eingestigen/
Harem besetzten Imenstock in sein Haußgetragen ; da er die Immen nun er-steckt/ das Honig vom Wachs geleu-rert/ gehet er nicht lang darnach mitanderen S. Galio zu/ und als ein jeg-licher dort seyn opffer aufopfferte / be-findet jener/ so das enttrembdte Gutherjür rhun wolle / daß das Wachs inemen Stein verändert sey; entsetzetsich hefitig darüber/ bekennet feinemMit gefäyrden/ wie er gehandlet/ undein Diebstall wollen opfern / welchesaber dem heiligen Gm.o Mißfallen.
Als Victor der ChurRhätrer Graf/ ^verstanden / wie tägnch bey deß Hell. Mw/Vic,Gatt» Grab a ojse Wunveewerck ge- lorsodasschchen/ druck« ihn der Neyd/ wolr ^mit Kriegsmacht heimlich du ch dre ^2"/Wildnuß das.Kloster überfallen/ und wir-- -wge.des heiligen Gattl Gcbun/ wo mög- we .m»ut»ltch entsüyeen. Ais aber dessen An-schlag ruchtbah^ worden / hat man heim-liche Wachten/ theils von Ä!o/lerleu-ten/ theils von umligendcr Baurschaftangeordnet / und den Grasten von derTyranney abgehalten. In einer Nacht/als man des Grasten Überfalls sichbesorgte / und auf einem Berg bey demKloster/ Wacht gehalten; sahen dieWächter ein klares Liecht von dem Him-mel herab kommen/ auch den gantzcnKuchenban mit Liechtern umgeben / dieverwunderten sich/ lausten der Kirchenzu/ als sie dahin kommen/und demGlantz noch vor Augen hätten / evheb-te sich das Lrecht wider dem Himmelzu. Auß dlsem Wunder nahmen dieWächter ab / ihr Schütz / und Wachtumsonst/ und vergebens zuseyn; weilGOtt selbst ein Beschirmer dis Orths/
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