Ein Eich«brüchtigerwirb bc»dem grabgesund.
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Wie S-Gaüeinschiaffendeiivor demMord be,Hüter.
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und seines geliebten Dieners Galli war.Nach dem aber der Grass erkundiget/daß die Wacht von diser Cellen abge-zogen/ und seinen Neyd wolte erfüllen/den heiligen Cörper entführen/ allefromme Hertzen verstöhren / und ab-wendig machen: im dem er dem Klo-ster zureit/ fiele er vom Pferd/ bra-che ein Hüffte entzwey. Also ist ervon GOtt gezüchtiget / von den seini-gen nach Hauß geführt worden / undda langwirigen schmertzen erlitten.
Einer aus der nächsten Herrschaftbey der Cellen/ läge lange zeit Kranckzu Beth/ daß er von zufallenden Flüs-sen sein Gehör/ und Gesicht vertohren;solgends wurden seine Füßsolen/ zumSitz hinden aufgezogen/ der gantzLeibso erbärmlich gestalt/ daß er allein ander Brust ein Anzeigung deß Lebenshätte. Diser wird auf einem Wagenvon den seinigen zum Kloster geführt/und wie er auf begehren der Freundein einige Nacht in der Kirchen verbli-ben / hat er in der Zeit des Hanen-kräens/in Verzückung feines Gemüths/vier Männer schneeweiß/ und zierlichbekleidet / sehen in die Kirchen einge-hen/ und da sie zum Altar gangen / ei-ner um den andern lang/ und lieblichgesungen. Auß Visen gehet einer zudemK'rancken/ fragte den/ was er dazu Beth lige ? spräche: Glaube nur /so wirst du diser Kranckheik entlediget;Stehe Gesund auf/und gehe frey hi-nauß. Er folget/ und kommet Ge-sund zu den seinigen.
Wie Willfährig der heilige Gallseye Meisten/ erscheinet auß folgen-dem Exempel. Es gienge einer durcheinen Wald/ und da er der MörderAnlaufs eylends wolte entgehen/ wirder gähling so schläfferig / daß er sich deßSchlaffs nicht wußte zuwehren. Undda er allen Unfall der Strassen besorg-te/ begegnet ihm ein Baur/ denselbenbestellte er bey sich Wacht zuhalten /biß er etwas außruhe/ und dem Schlaffvertribe. Der Baur verspricht ihmTreu Misten ; darauf gehet er et-was abseits/ legt sein Mantel underdas Haupt/ befihlet sich des heiligenGalli Fürbitt/ und Schutz/ fangt anMasten : Der bestelte untreue Baur /und Wächter vergisset seines Eydts /und Versprechen/ greifst zur Wehr /fällt den schlaffenden an / Vorhabensihn zu Morden ; thut ihm das Kleidvom Hals ab/ desto füglicher ihmbey-zukommen/ und im Schlaff zutodren ;Aber wie er den Streich fassere / erstar-rere ihm der Arm/ daß er denselbennicht mehr biegen könnte. Underdes-
Von dem Heiligen Gallo/
fen steht einer bey dem Schlaffenden /und sagt ihm : warum schloffest du ?Ich hab dich vor zustehendem Todter-rettet/ da erwacht er/ sitzet den treu-lossen Bauren seyn Wehr ob demHaupt schwingen/ springt auf/ undfragt: was Ursachen er dise Ubelthatan ihme habe begehen wöllen? Ant-wortet der Baur: er hätte gehofft eingute Beut darvon zubringen; da hater dem Arm / so auß Göttlicher Straferstarret / wider zusich ziehen können.Als nun diser erkennet/ daß GOtt ihngenädtgst durch des Heil. Galli Ver-dienst von dem Mord beschirmet/ machter mit dem Thäter Jriden/ und las-set ihn frey hingehen.
So vil Besessene von dem bösenGeistern seynd durch die Verdienst desheiligen Galli erlediget / daß alles zu-erzehlen überlästig wäre. Ein Mägd-lein war einem mächtigen Teuffel un-vergeben / wurde von ihren AdelichenElreren in das Kloster geführet; im er-sten Eingang in die Kirchen fangt esan erschröcklich zuwühten/ wrid vomTeuffel auf die Erden gestürtzt / ver-zehret sich sechsten/ und redet schand-bahre Wort. Der Ursachen einerauß den Brüdern; Stephan genannt/crbahrmet sich deß Jammers/ gebrauchtsich deß Exorcismi so lang/ biß dasTöchterlein still wird. Da es widerzu sich kam/ legt er dem ein Büß auf/und fangt selber an Metten. Aberso bald das elend Mensch die von ihmverbottene Speisten/ angefangen zues-sen/ hat sie der leydige Geist alsobalddermaßen angefallen / daß vil Menschenes fchwärlich halten möchten/ und daes etlich mahl wider ingefagte Kirchengeführt worden / und gemelter Stepha-nus abermahls den Exorcismumfürge-nohmen/ da ist ein klein Thierlein/wieein Käffer/ gantz Schwartz auß feinemMund gefallen ; Als der Bruder dißgesehen/ ist er mitdemExorcismonochernstlicher fortgefahren / da seynd zudreymahlen dergleichen Käffer auß deßMägdleins Mund außgefallen; die um-stehenden wolten dise mit den Händenfangen / seynd aber vor ihnen ver-schwunden. Das Mägdlein aber istdteselbige Stund gantz erlediget aufge-standen/ GOtt/ und seinem DienerLob/ und Lanck sprechend wegen Er-ledigung/ und nach Hauß gekehret.
Einer war von dem Gewitter ge-troffen / also daß er nach langer Kranck-Ult/ des gantzen Leibs Kräffren/undGestalt verlohren/ mehr einem Wun-der/ als einem Menschen zuvergleichen.Dann er also erschröcklich zusamen ge-zogen/
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In S Gchii Kirchenwird ein be»siffnesMägdleinvon Teuffelerlediget.
ir.
EinKrum/undLahmeebckoint hjlnZu Romsein Gesichtaber bey S»Gallo-