Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
Seite
98
JPEG-Download
 

Die Heyli-gc presigcnden Christ,lichcnGlauben.

<ünp. 8.

S. MangbmeisermitTojivnc zuB'schl'ffvon Aug,spurg.

98 Von dem heiligen Magno /

unangefochten/ und wohnhafft wurde;da predigten Magnus/ und Lheodo-rus den Innwohnern den ChristlichenKlauben/ und die so würdig geachtetworden / wurden von dem Priester Toz-zone getaufft. Über acht Tag/ Über-gabe der heilige Magnus seinem Gott-liebenden Mitbruder Visen Platz / undStatt Kempten / den ChristlichenGlauben da fortzusetzen/ und zuschal-ten/ und allda ein Betthauß/ und Cel-ten aufzurichten/ von disem kleinen An-fang / ist hernach das Fürstliche Gotts-haust Kempten deß heiligen Venedicti-Ordens ausgericht/ im Jahr 77z. DurchHildegarden die Gotlseelige Käyserin/welche auch allda begraben/ wäre Ca-role Magni Gemahel. Darauf zögeder H. Mang samt dem Priester vonTheodore weiter / verliesse ihme den /so zuvor Blind war/ zu einem Trost.

Von Kempten verreiset der heiligeMagnus mit Tozzone zu Wicterpo Bi-schoff zu Augspurg/ welcher damahl inseinem Väterlichen Erbgut/ und Fle-cken Epsach/ zwischen Landsberg/undSchvngau gelegen / wohnete; Mitten/daß er rhtien vergönnen wolle / in sei-nem Bischthum ein Wohnung zusticht/und das H- Evangelium außzubreiten.Als sie gen Epsach kommen/ giengeTozzo vor dem heiligen Mang? zum Bi-schofs Wicterpo / ihme anzuzeigen/ wasfür ein heiligen Mann er ihme zuführe/was grosse Wunderzeichen er zu Kemp-ten gethan/ auch in beyseyn seiner ei-nem Blinden das Liecht wider gebracht /der alte fromme Bischoff fragte / wo-her diser wäre? Tozzo zeigte an/ erhabe so vil von dessen Mitbruder Theo-dors Bericht / daß er auß Hybekniaoder Irrland Gebürtig. Ais disemder heilige Magnus selbst nachkommen/empstenge ihn Wicterpus der Bischofffreundlich/ behielte ihn etlich Tagbey-sich / fragte seinen Meistern Columba-no/ Und Gällo nach/ wie sie ihr Leben/und Sterben zugebracht/ auch wasfür Wunderlichen von denen gesche-hen ? Item was ihr Anbringen/ undwarum sie in dis Bischthum angelangt ?darauf der Heilige Magnus : Ob erzwar ein Alt erlebter Mann sey / ha-be ihn doch Gott der L)rth angeleit /zu Füssen Fauces genannt ( darvonnicht fern die Quellen AlpiUm Julia-rum/ allda S. Narcissus Bischoff ZUAugspurg/ dem Teuffel geborten/ ei-nen Bracken zutödten )zuwohnen/undden Christlichen Glauben zupredigen:wofern es ihme Wicterpo nicht zuwiderwäre / wolle er den Orth besichtigen.Darüber der Bischoff: erkonnte ihr Be-gehren nicht abschlagen: Der Platz a-

ber werde Eng seyn/ Wild/ und Rauch/voller Wild/ Hirsch/ Schwein / undBären / deßwegen Pipini Jäger Platz;so mangle es auch an Bracken / Schlan-gen/ Und andernUngeziffer nicht/ daskümmerlich da eine Wohnstattzufindensey. Der Heilige Magnus aber sag-te Wicterpo : daß eben seine beyde hei-lige Lehrmeister deßgleichen ungeheureWildnussen / und unreine Plätz gesucht/und bewohnet/ dieselbe durchinnbrün-stig Gebett/ und besten Glauben ge-säubert / und den Unraht darauß ver-triben/ und Wohnhastt gemacht ha-ben. Hoffe zu GOtt/ es werdeVis Orths auch geschehen/ er werdeihr Gebett auch erhören. Hieraufzöge er mit Tozzone dem Priester widervon ihm/ der Bischoffgäbe ihnen norh-dürfftige Nahrung mit auf den Weeg/Und etliche Geleitsmänner / sie an denbegehrten Orth sicher zuführen. Alssie gen Roßhaupten kommen/ da dreJäger ihre Pferd einstelleten / lägenicht fern darvon an einem Platz einungeheuer vergiffter Brack / der nie-mand ungeschändet liesse durch gehen /Viehe/ und Menschen war er schädlich.Da sagte der Heilige Magnus zu demPriester / an diser Stelle werden wirheut Nachts unser Gebett verrichten /auf das wir mit Göttlichem BeystandVisen Bracken vertreiben/ damit diserMeeg männiglich offen/ und sicher sey!in dem Vife beyde ihrem Gebett lang indie Nacht eyfferig außwanetcn / Gött-liche Hilff/ und Beystand begehrend;stehen sie auf/ nähme der H. Mag-nus seyn Creutzlein an den Hals/ deßheiligen Galli Stab in die Hand / inseine Taschen ein gebenedeytes Brod/darzu Schweffel/ Bech / und Hartz /zöge also mit Tozzone - machte gegendem Bracken das H. Creutzzeichen:Alsbald der Brack Magnum ansicht-bar worden/ setzt er mit aufgesperrtemRachem aufihn zu/ willens ihn zuver-schlucken : Aber der heilige Mang warf-st ihm Hartz/ Schweffel/ und Bkch/in den Schlund / vises / da es in ihmangangen / und angefangen zu Bren-nen / hat es endlich den Brackenzersprengt.

Nach dem sie GOTT gedancket /für den Stg wider den Lindwurm / zö-ge Magnus mit Tozzone/ und seinenGelettsleuthen von bannen zwischendiser Enge / und dem Lech / an em schö-ne Ebne/ sojetzoWaldenhoffenheißet/nrcht weit von Dietenhaufen; da fän-de er im Feld/ und ebnen Boden einschönnen Apffel-Baum/ an den henck,teer seyn Creutzlein/ ( welches er psteg-tt an seinem Hals zutragen/ darinnen

von

MictepusqejnmncltH Manns;n Füssentuivohrika-

G. MariStödttk einanderenDracken.

Os».

Ziehet Iv«,kcrindasAigöubauetein Kirche