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Von dem Heil. Plenums/
tet worden der Vischöfflichen Hoch-heit ; und hierauf zum Bischoff deßBischthums Melden in Franck reich /under dem Ertz-Bischthum Seno-nensi/ erwöhlet/ und beruffen worden.Dahero die weit irren / die den Heil.Pirminium nur ein 0 Korepi 5 copnm ,das ist Chorbischoff / so meines erach-tens als vil geredt; als 8uKrgggrievm,oder Weichbischoff / wie mans jetztpflegt zunennen/ welche doch zu dersel-ben Zeit noch nicht in dem Brauch / undin der Christlichen Kirchen/ under demPapst Aamasv/verkott? gewesen.Dero-halben so ist der Heil. Pirminius keinChorbischoff / sonder zu einem wahrenMeldensischen Bischoff zu der Zeit deßPapstunis Constantini erwöhlet / undausserkohren worden / wie dann alleobvermelte Scribenten darfür halten.Da nun der Heil. Pirminius aus demKloster gezogen / wolte er nicht denblossen Vischöfflichen Nahmen führen /londer vil mehr im Merck ein rechterBischoff / und wahrer Hirt der HerrdChristi erkennt werden. Derowegenhat er alle Bischöffliche Aempter in eyg-ner Persvhn verrichtet/und sich mit Pre-digen so eyfferig / freundlich / und lieblicherzeigt / daß er nicht allein seyn eygneSchäfflein / sonder auch von wettgelegn?Orthk/ Völker zu ihme zoge.Dann in di-ftm H. Mann sich sonderbahre Göttli-che Gaben / Gnaden eines Apostoli-schen Geists sehen liessen / besondereKrafft im reden predigen / eines heiligenLebens/und liebreichen Hertzens; durchwelche Lugenden / er vil Sünder zueinem bußfertigen Leben gezogen / Undsein anbefohlne Bischthum / und Schaff-lein mit grossem Nutz regiert hat.
Zu disem Zeiten um das Jahr 720.ungefährlich / hatte Theodoritus Kö-nig inFranckreichein? Landvogt an demRhein under der Statt Costantz imLhurgöu aufdem Schloß Sündeck/ ein?Hochedlen Herr?/ mit Nahme Sintlas;welcher aus sondtrerInnbrünstigkeit ge-gen GOtt seinem Schöpffer/ undHey-sand / auch Liebe gegen den Heiligen-Hertern/ und Freunden Gottes/ausAndacht entzündetwar/seinVatterland/und Landvogthey ein Zeitlang zuverlas-sen/ Und inPilgersweiß vtlheiligeOer-ther/ und Begräbnuß/ m Teutsch-uNdWelschland zubesuchen. Endlich sst erauch / aus londerer Schickung Got-tes/ in die Bischöfliche Statt Meldiskommen / Und als er an einem Sonn-tag den H. Bischoff Pirminium / mitgrossem Eyffer/und Andacht das WortG0ttes hörete verkündigen / warde derSintlas oder Sindeslaus mit seinenGefährten höchlich austerbauet / und inder Liebe deß Nächsten entzündet;
Bischoff/ und Beichtiger. . ioz
wünschete einen solchen H. Bischoff indem Leutschland zu haben. Deßwe-gen Sindeslaus mit den seinigen sich zudem Heil.Pirminio begeben / und ihmenicht allein das End ihrer angesteltenPilgerfahrt / sonder auch den eilendenStand ihres geliebten Vatterlands /der Teutschen Nation angezeigt / demü-thig bittende / daß er sich jo vil bemü-hen wolte/ um der Liebe Gottes/unddeß Nächsten willen ein Zeitlang beyihnen zuwohnen; damit das einfältigeVolck/ so geistlicher / und eyffriger Hir-ten /und Seelsorgern b-kaubt / nichtwiderum in die Heydnische Sitten /
Irrthum / und Unglauben fiele / son-der vil mehr die eingerissene böse Miß-bräuch / Aberglauben / und Ungehorsa-me ausgereutet/und die ChristlicheSit-ten / und Eyffer wider eingepflantzet /und erhalten wurden. Hierauf ant-wortete ihme der Bischoff: daß ihmemit gebühre sein anbefohlne SchaffleilVund Seelen zuverlassen / und sich in ei-nes andern Bischoffs Bischthum ohnVerwilligung Ihrer Heiligkeit deßPapsts / zubegeden ; und wann ihmesolche Bürden angetragen/ und ordent-licher weiß aufgeladen wurde / so wol-le er um der Liebe Gottes / und deßNächsten Heyls will? / sich solcher Arbeitnicht widern sonder mit allem Fleiß/ undEyffer / sein anbefohlen Amt verrichten.
Nach Visen Reden haben S.^Pir- e-?--miniuö / und Sindeslaus / einander»versprochen / und zugesagt / auf be-stimmte Zeit im Rom zusamen zukom-men / und scheideten also von einander.
Da nun die bestimmte Zeit in Rom zu-erscheinen herzu käme / machte sich derH. Pirminius aus den Weeg/ und kä-me vor Smdcslao gen Rom / und mitgelegner Zeit/ zeigt er der H. Pirmi-nius dem Papst Gregörio N. die Ur-sachen an seiner sürgenommenenReiß/
Und Ankunfft in Rom. Es wolle aberanfänglich der Papst deß heiligen Pir-Mlnij Färbungen / Und Begehren nichtannehmen / und bestätttgen / dieweiler ihne für einen einfältigen Menschenansähe / und seiner Heiligkeit / undChristlichen Eyffers / kein Erkandnußhatte. Aber der allmächtige Gottwollt seinen Statthalter den Papstnicht lassen irren / sonder offenbahrteihm deß heiligen Pirminij aufrechtenEyffer / und Heiligkeit mit nachfolgen-dem Wunderzeichen. Als nun der H.Pirmlnius sahe daß er nichts bey demPapst ausrichten möchte; grenze er inS. Petri Münster / und neigte sich ni-der vor S. Pettt Grab zubetten/und dieGöttliche Hisff / durch dises H. Apo-stels Verdienst zuerlangen. Da saheder Papst Gregorius den Ptlgerstab
S.