Bischoff/ und Beichtiger. ro?
seyn gewöhnliches Ort / in den Thuenhencken lassen/welcheö gleich den alten/jaauch einen bessern Klang von sich geben.
c-p-Auß solchen inbrünstigen Flam-men der guten Wercken war S. Pir-minius weit / und breit bekannt/ alsodaß der H. Bonifacius Ertzbischoff zuMaintz sich auf einen weiten/ und lan-gen Weegbegäbe/ denH. Pirminiumzu Hornbach heimzusuchen. Welchebeyde Heil. Männer mit sonderen Freu-den einander empfiengen/ und liebrei-che Gespräch undereinander etliche Täghielten / von dem Stand der Christ-lichen Kirchen / wie deme zuhelffen/ unddie Christen in dem Teutschland auski-tten vollkommnen Weeg / und Besse-rung des Lebens zubringen wären.Nach solchem Gespräch / scheydeten siewiderum von einander. St. Pirmi-nius verblibe in seinem GottöhaußHornbach / erwartende durch empsigesGebett/ und andächtige Betrachtungder Göttlichen Dingen/ das letsteSterbstündlein/ und hat in einem ho-hen Alter den Loh» der ewigen Freu-den durch ein seeliges End auf den z.Wintermonat empfangen / an wel-chem Tag der H. Pirminius Heiliglichgestorben / und in mehrgefagtem seinemneuerbauten Kloster Hvrnbach/ mit Vi-sen Wunderzeichen leuchtent/ begrabenworden. . Ob gleichwohl der H. Pir-ttiinius nicht Leibhastt in der Reiche-rm» rastet / sonder allein ein Finger vonseiner Hand/ und seyn Evangelier-Rockund Gürtlein gezeigt werden/ nichtsdesto weniger ist der Allmächtige GOttdurch ihn/ und thme zuehren/ denenso ihn allda anrüsten / gnädig/ und be-hilflich mit Wunderwercken; besonderden schwängern Frauen Gnad/ undHilff beschicht/ wann sie in Äindsnö-khen arbeiten/ und mit seinem grünenEvangelij - Rock bedeckt/ und berührtwerden. Der Finger deß H. Pirmi-nij/ käme zu den zeiren deß BaselischenConcilij 1424. In die Reichenau aufdise Weiß. Es erschine auf demConcilio zu Basel Abt Fridericus H.des Nahmens der Reichenau/ wie auchder Abt von Hornbach / und als sie
zu einer Zeit in ein freundliches Ge-spräch kamen/ reden beyde HerrenAebt von dem Stiffter ihrer Klöster /
St. Pirminio : Da batte der Abt außder Reichenau den Abt von Hornbach/daß er ihme ein geistliche Gaab vondem H. Leichnam des Bischoffs Pir-minij wolle mittheilen; der Abt zuHornbach verspräche/ und bewilligtees gern / deßhalben war der Herr HansSchlegel/ Conventual in der Reiche-rm»/ gen Hornbach abgefertiget/ de-me der H. Finger überantwortet/undalso in die Reichenau gebracht worden;welcher noch zu jetziger Zeit under an-deren Heiligthumer gesehen/ und ver-ehret wird. Der ander / und meisteTheil deß H. Pirminij/ ruhet in demCollegio der Herrn Iesuirern zu Pnn-sprug / dahin vergäbet / durch denwohlgebohrnen Herrn SuicardumGrasten von Helffenstein/ ein Stiffterdes Collegtums zu Landsperg inBäy-ern.
Es ist auch ein grosser Zulauff der ^Menschen in dre Reichenau für St.Pirmmij Altar/ welche ihrer Häuser/
Hof und Vieh Vergisttung besorgen /mit ihren lebendigen Opffern / in ver-trauen zu GOrr/ durch die Fürbittdes H. Pirmnnj darvon beschirmt zu-werden. Dessen wir diß nachfolgen-de Exempel einführen / und damit dieHjstori beschließen wollen. Um dasJahr 1490. Ward ein frommerPriester von Ratolff-Zell am undernSee/ mit Nahmen Herr HeinrichSchwartz/ welcher als er auf seynPfarr gen Marckelfingen zöge/ warder hefftig von den vergijsten Mürmenin - und um das Hauß beleidiget. Erverhieße sich mit einen Opffer alle Jahrin die Au zu St. Pirminij Altar / al-sobald war er von disem Unziffer entle-diget / und befreyet. Solche / undandere Wunderzeichen seynd vil derenman bey St. Pirminij Altar wohl be-richt mag werden ; besonder hat er derReichenau die Genad hinderlassen /daß da kein vergisstes Thier wohnen/oder aber Schaden zufügen kan/oder mag.
p. k. l^urer, Die ä. Schweig.