Von dem Heil. Othmaro / Abt / und Beichtiger. r
Kloster besser zuerbauen/ ordentliche beyden Landpflegern darum einen starrGottsdienst anzurichten/ vil Persoh- cken Verweist gäbe/ sie aber kehrtennen zum klösterlichen Leben aufzuneh- sich fast wenig daran / fuhren in ihremmen/ und in allem deß Gottshauß Nutz Geitz/ und Raubgirigkeit immer fort.zubeförderen; also/ daß mit frommer Da nun deßwegen der Heil. Abt zum S- Okh»gurhertziger Leuthen Hilff/ Steur/und König widecumwoltereisen / liessenlleBegabungen/ solches an Gebäuen / ihne nnderwegen mit gewehrter Hand/^ ' ^Gütern / und Güllen in wenig Jahren und Gewalt einziehen / und in die Ge-sehr geauffnet warde. Es wäre der fängnuß legen. Hierzwischen stiff-H. Othmarus mit einer sonderbaren ten sie einen Mönchen Lambmum an/
M " Demuth begäbet/ flöhe fast die eytle daß er den H. Mann eines falschen- Ehr/ übte sich ohn underlaß in dem Lasters der Unzucht/ bezüchtigte; ihneH. Gebett / kasteiet seinen Leib mit damit von der Prcelatur zuverstossen.vikem Abbruch / Wachen / und Fasten/ Gleich daräuf ward aus Antrib gemel-pflegte zu fürnehmen Festtagen offt 2. ter Pflegeren ein gemeiner Synodus/
Gantze Täg sich von menschlicher Speiß oder Versammlung der Clerisey oderzuenthalten. Gegen den Armen Priesterschaftt von dem Bischofs Sydo-war er Barmhertzig/ und freygebig ; nio zu Costantz angestelt/ darinn dertrug grosse Sorg über sie/ daß er ih- H. Abt verklagt; Lambertus der fal-nen allerhand Nochdürfftigkeit mittheile sche Zeug wider ihne gestelt/der be-te/ ihnen selbst pflegte/ und so er ei/ zeugte^ er kennete ein Weib die vonnen nackenden / übelbekleiden Menschen Othmaro geschändt worden. Der H.sahe/ offt seine cygne Kleider außzoge/ Othmarus gab auf solche falsche An-und dem Dürfftigen dargabe. Liebte klag kein Antwort: da er aber von vi-die Armuth / und verachtete die zeitli- len genöthiget ward / sein Unschuld dar-Dem grosse che Reichthum. Als er auf ein Zeit zuthun / sprach er letstlich Ich beken-dm Armen ^lN ansehenliche Summa Gelts/ vom ne daß ich über die Massen vil gesündi-' KönigPipino in Franckreich empfan- get hab/ aber wegen dises Lasters/gen/ hat er den grossen Theil gleich nimme ich GOtt zu einet»Zeugen: be-vor dem Königlichen Pallast/ under schlusse also sein Antwort/ und woltedie Armen ausgetheilt/ daß überige weiters kein Wort reden/ blibe gantz .brachte er/aus begehren der Brüder/ still getröstende sich seiner Unschuld /in sein Kloster / und kauffte ein kleine und ruhendes Gewissens. Wie nun S. swGerechtigkeit am Boden darum. Wann der Synodus bößlich angesehen/ also mar wirver etwann gezwungen würd zu reißen / ward er noch arger geendet/ dann derbrauchte er an statt eines Rosses/ ein Heil. Othmarus ward hierauf seinerschlechtes Eselein. Neben anderen Abtthey entsetzt ; gen Bodmen aufGebäuen/ darinn er die Armen em- das Schloß geführt/ in ein grausam?pfieng / bauet er auch für die Aussätzi- Kercker gelegt / dahin niemand kom-gen ein Behausung/ unferr von dem men/ so gar auch die nothwendige Nah/
Kloster/ darinnen er den Siechen per- rung ihme niemand bringen borjfteral-söhnlich mehr mahlen außwartete / und si> daß er vor Hunger bald gar gestor-so emsig pflegte / daß er offt nächtlicher den wäre. Letstlich aber käme Pat-weil zu ihnen hinauß gienge/ihnen das gotzus/emer seines Convents/undHaupt/ und die Füß wüsche/ ihre ey- bekäme Gelegenheit chme nächtlicherterige Geschwär mit seinen eygnen Hän- weil Speiß / und Tranck heimlich zu-den säuberte/ und nothwendige Nah- reichen/ welches dann gewehret/ bißrung darreichte. Derer Ursachen er daß Othmarus von einem reich? Mann /wohl ein Vatter der Armen getrennt mit Nahmen GoLberius / in ein Irr-werden mag. sul deß Rheins/ nahe bey Stein ge-
führt/ und miltcr versorget worden,u-p.». In dem aber der A Mann solchen/ Allda er den geistlichen Übungen sichund andern Tugenden/ mit höchstem desto mehr ergäbe/ je mehr ervon denFleiß obläge ; das Gottshauß auch Leuthen / und ihrem Überlaufs / undviertzig Jahr löblich regierte/ möchte Weltlichen Geschafften entlediget wa-der böse Feind solches nicht erleyden : re. Als nun der H. Othmarus drftderhalben er ein grosses Ungewitter Verfolgung/ Schmach / und Entst- indem«,schwärer Verfolgung anrichtete. Dann tzung -von der Abtthey / zwey Jahr ge- lend.als Warinus / und Ruthardus selbiger dultiglrch getragen / und aufgerrohmen/
Zeit Landpfleger in Turgöu / und erkranckte er in der Jnsul Werth/undSchwaben / die Kirchen-Güter/ be- »ahme ein Gottseeliges Ende/ gleichsonders aber die zu St. Gallen Gotts- als ein Märtyrer den r 6. Tag Winter-hauß gehörten/ unbefügter Weiß/ an monats mdem Jahr Christi 761. Dasich zugen/ thäte Othmarus solches dem er bey 4c). Jahr Abt zu St. Gallen /
König Pipino klagen/ welcher ihnen unv darnach zwey Jahr verstoßen/uy)>
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