ria Von dem Heiligen Othmaro /
eingezogen gewesen. Als Paulus I.Das Bapstthum/ und Christliche Kir-chen in dem fünfften Jahr regierte / indem 25. Jahr Käysers ConstantiniCopronymi/ und im 7. Jahr. KönigsPipini in Franckreich Jndickione 14.Sein heiliger Leichnam ward in gesag-ter Jnsul begraben/ und zehen Jahrallda gerastet; darnach noch unverwe-sen gefunden/ an dem Orth/ da nochseinCapell/ und einPfarrhauß stehet/und sein Grab hinder-und um demAl-tar gezeigt wird. Es geschehen auchallda zu unseren Zeiten vil Wunder /und Miracul / sonderlich an den jungen/und krancken Kindern.
caj,.;. Damit aber deß Heil. MannsUnschlud/ und wie fälschlich er verklagt/jedermänniglich offenbar wurde; hatdie Göttliche Straff den obgesagtenLambertum alsbald ergriffen. Dannihne erstlich ein gähes Fieber angestos-sen / von dem er hernach gantz erkrum-met/ also daß er mit nidergebucktemKops/ und Gesicht/ gleich wie einun-vcrnünfftiges Vieh müßte daher gehn.Welcher dann theils durch solche seineUngestalt/ theils auch mit außtruckli-chen Worten allezeit öffentlich bekenet/daß er durch dise seine falsche Verleum-dung sich also rlbel an St. Othmaroversündiget hätte. Nicht weniger hatauch GOtt der Allmächtig den BischofsSydonium zu Costantz/ und Abt dieNeichcnau/ theils um obvermelte Ur-sachen/ theils auch daß er dem Gotts-hauß St. Gallen/ und den Geistlichendaselbsten/ sonstett vil Ubertrang ge-than/ verfolget/ und die Abtthey ansich gezogen / hart gestrafft. Dannauf ein Zeit/ als er in gemeltesGotts-hauß/ und in St. Gallen Kirchenkommen/ fienge alsbald vor S. Gal-len Altar sein Eingeweid hefftig an zu-wallen/ als wäre es ob demFeur/undstieße ihn ein solches Grimmen an/daßer ohn Hilff nit mehr könnte von ban-nen kommen; auch darauf ein hefftigerabscheulicher Durchlaufferfolgte/ daßer auch seinen eygnen Dienern einGrausen machte / deßwegen er ohneVerzug auß der Kirchen getragen / aufein Schiff gesetzt / und von bannendemGottshauß Reichen«» zugeführt ward/allda die Kranckheit für / und für zunah-me/und wolte wegen bösenGeschmacks /schier niemands mehr ihme außwarten /und also nach etlich Lägen beschloße erellendiglich sein Leben. Es vermeinenetliche Chronologi/ Sydonius sehe aufder Reiß nach der Reichen«« deß gä-ben Todts gestorben/ im Jahr 759.oder 760. den 4. Julis. So ist auchwohl zuerachten/ daß beyde Räuber
Warinus der Hegöuische/ und Rut-hardus der Turgöuische Grasten / derRaach Gottes nit entgangen seyen;in-massen dann auch ihre Nachkömling /für Abwendung solcher Straff den H.Othmarum gebetten / wie zusehen andem Kayser Conrado dem ersten dißNahmens / gebohrnerHertzog zu Fran-cken. Dann nach dem der H. Othma-rus von dem Bapst in die Zahl derHeiligen geschriben worden / käme eins-mahls jetzt gemelter Käyser Conradusin das Gottshauß S. Galli/ giengein S. Othmari Kirchen / Vettere gareyfferig vor seinem Altar/und weilen erwar auß dem Geschlecht / und GeblütWartni/ und Ruthardi / die den Hei-ligen verfolget hätten / bäte er ihne umVerzeihung solcher Verfolgung halben;gleich als wann er auch ein Ursach da-ran wäre gewesen/ und verehret dem-selben köstliche Kirchen Zierd / von Sil-ber/ und Gold. Liesse auch hernachdas Schloß oder Pallast Bodmen/ aufdem der H. Abt gefangen gelegen/außdem Gtund schleißen/ zu öffentlicherZeugnuß seines Mißfallens ab solcherThat. Schickte auch Jährlich einenZinß/ oder Opffer von Wachs/ zuge-melten H. Vatters Grab. Solchesthäte folgends auch Rudolphus / deßGrasten Wolffhards Vatter / so eben-mäßig auß solchem Stammen war/ undlegte Jährlich einen Zinß von Stahel /auß der Eysett Grub / die er zu Füssenhatte. Welches dann auch sein SohnWolffhard/und Heinrich gethan. Nachdisem beschemte sich Heinrich dessen/wolten solchen Zinß nicht mehr geben.
Da aber beyde Bruder S. OthmariAbend / einem Gämbs nachjagten /und auf einen hohen Felsen kamen /allda sich zuruhen niderfetzten ; bracheunversehens der Felsen darauf GrassHeinrich sase / fiele samt ihme der Berghinab / und brachte ihn ums Leben.
Dessen Mutter in höchstes Leyd ge-fallen/ käme alsbald mit ihrem andernSohn/ und Tochter/ zu dem H. .Oth-maro / und thäte ihme den versäum-ten Stahel-Zinß / mit weinen aufopftfern.
Nach Messen deß H. Othmari / 4
hat GOtt sein Heiligkeit mit vilenWunderzeichen bewehret / und erkläret.
Dann erstlich war^n die Conventbrü- *der zehen Jahr / nach seiner Begräb-nuß/ daß ist im Jahr des HErren 775.von GOtt durch ein Gesicht ermähnet/den Leib des H. Othmari in das Klosterzubringen. Auf welches 11. derselbi-gen Brüder / in die Jnsul ins Werthob Stein / da er läge / hingezogen ;das Grab in einer Nacht eröffnet/fan-den