Cinsidler/ und Märtyrer. - 127
mahnet ihn etlicher Sachen halben/die so war doch seyn Geist männlich/ undes ihm verbotte zu offenbaren. Di- willig. Nach Vollender Meß/ lca-ses Gesicht hatderReichenauischeCon- te er sich Lreutzweiß für den Altar m-ventherr sechsten seinem Abt/ undCon- der / GOtt um stärcke/ und ein seeli,vent angezeigt / aber niemand sagen ges Ende anrüstend. Unter dem ka-wollen / was das Kind mit ihme ge- men die Mörder klopffen an / und be-redt habe. gchrten daß man ihnen die Thür öff-
^ ^ ^ nete. St. Meginrad aber ließe sich
Als nun S. Memrad jetzt 25. Jahr des klopffens nit irren / verharret inm dem finstern Wald gewesen/und seinem angefangnenGebett biß zu End/
GOtt seinem Herren in aller Vollkom- nach welchem er die Capellen / und dieheit/ statten Fasten/ Wachen / und HH. Heiligthumer/ so er bey sich inBetten gedienet/ auch von allem/was der Capellen hatte/ verehrte/ undküß-die Welt lieb hat/ sich sreywillig ab- te/ und seinen Streit GOtt/ und sei-sondert / vil Angst / Trübsal / und nen Heiligen befähle / welches die bey-Versuchungen von der Welt/ Fleisch de Bößwicht durch ein Spalt der Thü-und bösen Feind außgestanden / und ren ersehen möchten. Letstlich giengehingegen vil Himmlische Heimsuchun- der H. Mann starckmüthig zu dengen / Süßigkeiten/ und Offenbarun- Mördern hinauß/ grüßte sie freundlich/gen empfunden/ und empfangen/ hät- sprechend - warum habt ihr nicht aeey-te/(deren noch der minder Theil be- let meiner geringfügigen Pcrsohn Meßrannt) kamen zween lasterhafte Bu- zuhören/ daß ich GOtt den Allmäch-ben / der ein mit Nahmen Richürdus/ tigen hatte können für euch anrüsten ?von Nördlingen außdem Rieß gebür- gehrtaber noch hinein/und bettet GOttttg/der ander aber Petrus e,n gebor- und seine Heiligen/ daß sie sich gegenner Bundener / aus Lhurwalchen / euch gnädig erzeigen / und kommt danndurch Anreitzung des Teuffels zu En- widerum zu mrr. Die Mörder gien-dingen (ist jetzt die Statt Rapper- gen in die Capell hinein / ünder demfchweil) dem Dörfflein / und Schiff- Schein rubelten / aber sie giengen baldlende zusamen. Dise beyde verruchte wider hinauß. Der Mann GOttes tz tzpek»Menfthen/ weil sie vil von S. Mein- gäbe ihnen seine Kleider/ und Rock / radw-rdradi Leben / und Wandel vernohmen/ auch Brod/ und Wein/ und sprach : aemEüberredeten sie sich selbst/ daß der H. daß nehmet von meiner Hand/ wannMann vil verborgnes Gelt / und Gut ihr aber erführt habt warum ihrkom-bey feinen Händen habe. Darum men seynd/ so könnt ihr selber nehmendise beyde Mörder fleißig fragten nach was für euch tauglich verbanden ist.dem Weeg zu deß H. Einsidlers Cell/ Eins aber begehre ich von euch / wannunder dem Schein thue heimzusuchen / ihr mich getödet habt/ (dann ich weißund ihr Andacht allda znvcrrichten / das ihr deßwegen allhie seynd) so zün-suhren von Endingen über den See gen der die zwo Kerchen an/ die ihr da se-Hurdey vor Tag/ von bannen eylten hend/ und eine fetzet zu meinem Haupt/sie über den Etzel/ durch den finstern und die andere zu den Füssen/ dannWald hinein ; zogen lang hm/ und der Ursachen hab ich sie gemacht/ ge-het/ von der rechten Straß irrend / her aber auch bald darvon/ auf daßnach langem kamen sie zu der Cell deß ihr allda nicht ergriffen / von denen dieHeil. Manns späht. S. Meginrad mich pflegen heimzusuchen / und um diraber hatte bey sich zween Rappen auft ft Ubelthat gestrafft werdet,erzogen/die er täglich speisete. AIs
einer dise zween Rappen der zween Eiy solche anmüthige Red/und Pro- c-j>. ^
Mörder ansichtig worden / als ihres phetische Weissagung / möchte nichtsHerren Feind / flugen sie in die Höhe/ anders bey den zweyen Mördern zn-als wären sie von einem Raubthier auf- wegen bringen / dann daß der eine /getriben worden / und mit ungewohn- mit seinen lästerlichen Händen / mitlichem/ und übernatürlichem Geschrey/ Nahmen Reichard den Heil. Megin-Nicht ohn grossen widerschall des gan- rad in der Mitten ergrifft/ und seinem'tzen Walds/ darab sich die bösen Bu- Gesellen zugesprochen / daß er auf ih-ben entsetzten/ und erstummten/ daß ne mit seinem Mörderknittel zuschlage/die Rappen ihren bösen Willen erkann- als aber Petrus aus Churwalchen ih-ren. An dem Morgen stundeS.Me- ne lang um die Seiten/ Waden/ainrad ob dem Altar/ und hielte an- und Schenckel so hart er könnte zuge,dächtig Meß/ da offenbaret ihme GOtt/ schlagen/ und der H. Martyr seine Arm/daß er desselben Tags den Todt ley- und Stimm gegen dem Himmel erhebte/den/ und die Marter-Cron erlangen ft>rachReichard demPetro zu: Odufau-svlte/ wiewohl er aber nach Menschli- ler Lropff/ warum schlägst du ihn nichtcher Blödigkeit sehr darab erschracke / auf den Kopff/ daß er einen Todtt
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