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27. Der.
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IoonmSauß Dün«den wird-um Bi-schoff er.«vövtct-
c^sp. r.Ioanncswird zumB schoß ge,wryher.
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Von dem H. Bischoff/ und Bcich-
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s^^Ohannes von vornehmen/ undadelichen Eltern/ aus demChu-rer Rieß/ das ist Rhetia/ ge-bohren ; begäbe sich ( als erDiaconus war) under die Zucht/undDisciplin des H. Abts Galli/ desenheiligen Leben / und Wandel jetzt indem gantzen Land bekannt wäre/ be-sonder weil er des Hertzogen Guntzo-nis Tochter/ Fridiburgam zuUberlin-gen Wohnhafft/ und mit dem bösenFeind besessen entlediget. Als nunBischoff Gaudentius derfünfftein derZahl / im Jahr Christi 618. gestor-ben/ hielte Hertzog Guntzo bey derPriesterschafft zu Costantz an/ und er-langte so vil/ daß St. Gallus einhel-liglich zu einem Bischoff erwvhlet wur-de ; aber der H. Gallus schlüge ausgrosser Demuth/ und hohem Alter/ di-se Ehr / und Bitt aus. Auf daßaber Gallus der Priesterschaftt/ Her-tzogeri Guntzoni / und dem gemeinenVolck zu Lostantz etwas gefallens be-wise/ und sie nit ohn einen treuen Hir-ten verliesse / gäbe er ihnen seinenJünger Johannem zu einem Bischoff.
Welches als Johannes vermerckte/was seyn H. Vatter/ und Lehrmeisterin dem Sinn hatte / ist er in St. Ni-colai (jetzt St. Srephani / so damah-lcn noch außerhalb der Statt gestan-den ) Kirchen sich zuverbergen geflohen/doch endlich auß Ermahnung S. Gal-li/ hat er in die Wahl bewilliget / unddas Bischthum angenohmen. Alsder Bischoff Johannes von den Bi-schöffen Athanasio zu Speyr/ Theo-dors zu Augustodun/ und Alberto zuLyon Venediciert/ und geweyhet wor-den / hielte jeyn Lehrmeister St. Gal-lus ein schöne Predig zu dem Volck /die noch bey Henrico Canisio zulesen.Dieweil aber S. Gall / nach Erwöh-lung zu dem Bischöfflichem Amt seinesJüngers Johannis / noch sechs Jahrlebte; hatte der fromme/ und Gott-seelige BischoffJohannes / genannt Pi-us/ ein gute Hilff/ Trost/ und Zu-flucht in allen schwären BischöfflichenGeschahen/ an seinem Heiligen Vat-ter Gallo.
Wie nun der Bischoff Johanes o?. i-vernohmen hatte / daß seyn H. Lehr-meister zu Arben in des Priesters Wil-limari Behausung im Jahr Christi 624.tödtlich Kranck läge/ liesse er unver-züglich ein Schiff zurüsten / nähmeSpeiß / und Tranck zusich / so er demkrancken S. Gall dienstlich zu seynver-hoffte / und eylte auf Arbon zu. Da Bischolfer aber zu der Schifflende nähere/ und Johann«das grosse Weinen / und Klagen höre-te / spange er Bischoff Johannes aus str.Göttlichem Eyffer/ und grosser Liebezu seinem H. Vatter ( dann er wohlerkennen könnte ihn schon Todt oder mLodtsnöthen zu seyn) von dem Schiffin das Wasser/ undluffeaufdemWas-ser dem Land und Priesterlichem Haußzu / da er seinen H. Vatter noch Leben-dig zufinden »erhoffte/ der aber schonseeliglich verschiden/ und in den Tod-tenbaum gelegt wäre/ er liesse aber denTodtenbaum bald öffnen / beweinete /und küssete mit grossem Leyd/ und be-grübe ihn bey seiner Cell/ wie hievorweitläuffiger in St. Galli Leben zuse-hen am iz. Lap.
Als nun BischoffJohannes seinesseellgen Lehrmeisters beraubt war/näh-me er in dem geistlichen/ 'und Gottsee-ligen Leben von Tag zu Tag je län-ger je mehr zu/ deßwegen ihme der Zu-nahm/ Pius / von seiner Priester-schafft/ und anbefohlnen Schafflein ge-geben worden. So hat auch KönigDagobertus zu Franckreich ein Fürstdiser Landen / bey dises Bischoffs Jo-hannis Regierung/ nicht allein vil Gutsgethan/ Gelt / und Gut dem Bischthumvergäbet / sonder auch um das JahrChristi 6z6. seinen Umkreiß/und Be-zirck bescheiden/ und auß gemarcket / wieanderstwo zu lesen. Und nach dem er B,schollJohannes bey za. Jahr löblich in Hei- Ivan««ligkeit deß Lebens / und grosser Sorg- 6«^fältigkeit/ überfein anvertrauteHeerdChristi geregierthätte/ starbeer einesseeligen Todts/ ulld führe von diserWelt zu den Himmelischen Freuden imJahr deß Herren 650. oder 652, DeeTag seines Ableibens/ und Be-gräbnuß ist allein GStt bekallt.
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V.