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izr Von etlichen Heiligen /
faltige Welt diser Dingen wenig in die Kinder auf deß heiligen Bischoffsobacht genommen/und auf unsere Zei- erhochtes / und von Huaderstuckenten zuverstrecken gedacht. Zu dem gemachtes Grab / darauf ein Bi-solle die Pfarrkirchen/und Flecken mehr schoffs Vildnuß in der Znful / Meß-dann einmahl verbrennt / und durch gewand / Stab / und Weichwadeldas Feur alle Schrifften / Wunderzei- gehauen / legen / oder man legt ih-chen/ und Antiquiteten hingenommen/ nen deß offtgesaqten Bischoffs Meßge-und verzehrt worden seyn. Dieweil wand über/ darinn er Meß gelesenfaber das Landvolck vermerckt hatte / und gestorben/ so noch verbanden/unddaß diser H.Bischoffein grosser Diener mit anderem Zeug überzogen / darzuGOttes / und starck mir der Kranck- braucht der P^arherr dises Orts beson-heit deß Ettickens oder Schwindsucht dere andächtige Gebett / und das H.behafft gewesen wäre / so haben sie ihn Evangelium / weil die Kinder / undin ihren Kranckheiten / und Nöthen andere krancke Menschen under demder Schwindsucht/ besonder der Zungen Meßgewand sich aufhalten / und Kny-Kindern angeruffen / sein Grab be- en. Dises alles / und ein solche altesucht / Opffer / und Gelübt verspro- von etliche hundert Jahren hero gc-chen / und ist ihnen durch Fürbitt / und brachte Geschieht / und Erzehlung/ wirdVerdienst deß Heil. Bischoffs geholffen von geistlichen / nnd Weltlichen Per-worden / und noch täglich biß auf dise söhnen dises Orts/ und umligendenStund vilen geholffen wird; darum ist Stätt / und Flecken für Warhaffr ge-nochdiserZeit durch altes Herkommen/ halten/ und erzehlet/ auch bestärketein grosse Wallfahrt zu deß Heil. Bi- dises alles sein heiliges Grab / Gebein/schoffs Begräbnuß / daß nicht allein Meßgewand / und tägliche unzählbareCatyolische / sonder auch die sich Evan- Miracula. Ist mir auch also im Iahegelisch nennen / dahin mit ihren Kin- Christi des Herren 1635. vor Pfinq-dern Wallfahrten / GOttes Gnad / sten/ von dem Herren Pfarrherrenzuund Gesundheit durch die Verdienst di- Kohm erzehlt worden/ als ich der Or-ses H. Bischoffs suchen / und empfan- then durchgereißt bin/ die Kirchen he-gen ; also daß durch das gantze Jahr sucht/ den Heiligen gegrüßt/ und michtäglich etliche von weiten / und nahen in seinen Schutz / und SchirmHertern Persohnen dahin kommen / befohlen habe.
Um das1000. Jahrumdcn ro.Aug- *
X.
5. Lc donfellor.
Won dem Welligen Wurckhardi/ Dricster/
und Beichtiger.
Lax. i.
lkgt ein alte Pfarr/ und ver-brochnes Burgstall / beydeBeinweyl genannt/ anderhalbStund von dem Gottshauß /und Abtey Muri / gegen Meyenbergin den freyen Aemtern deß Ergöus.Allda wohnete vor etlich hundert Zäh-ren ein frommer Pfarrher / und Priester/mit Nahmen Burckhardus / der führteein frommes/andächtiges / und aufer-bäuliches Leben / dardurch vil Leuth ge-bessert/ und auferbauen wurden. Die-weil aber der heilige Bruckhardus derGottsforcht/und geistliche Übung? gantzergeben wäre / und auf das Zeitliche/und seiner Haußhaltung wenig Ach-tung gäbe; da waren seine Dienstmägvdesto hinläßiger / und untreuer / haus-seten mehr in ihreu Seckel / dann zuNutz ihrem Herren. Und so der heiligMann in der Kirchen seiner Andacht /oder andern Geschähen abwartete /zogen sie ihre Buhlschafften/ und Ge-spilen ihres gleichen zu sich ein/ und
hielten miteinander ein gutes Mühtleinmit essen/ und trincken.
Es hatte aber der AllmächtigeGOtt seinem getreuen Diener Burck-hardo/ ein Dulen/ Graculum oderMonedulam zugesand / mit der / undihrem geschwätz / hupffen / und sprin-gen er sich vil belustigte / und vil Zäheerhielte. Nun geschahe es / aus Gött-licher Vorsehung/ daß dise Dulen ih-rem Herren alles offenbarere / wasssei-ne untreue Dienstmägv bey seiner vondem Hauß Abwesenheit handleten/ undveruntreueten ;weil aber der H.Mannsie darum straffte/ und offtermahls vonUntreu / und Sünden abzustehen er-mahnete/ legten die Dienstmägv aufden Vogel einen grossen Haß / und alseinmahl der H, Mann nicht bey Haußwar / tödeten sie die Dulen / undwarf-fen sie mit reverent in das heimlich Ge-mach / mit der Hoffnung es werde alsoalles verschweigen bleiben. Der H.
Burck-