Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Costantzer BischchWs. rz-

Vmckhardüs komt wrd^k zu Hauß / neu / S.Burckardi Brunnen genannt/

fragt nach seinem Vogel / aber nie- der ist gru für das Fieber/'und andere

rnand wolle ihme ihn anzeigen / noch Krankheiten / solcher wird fleißig ge-

Darvon wissen. Er ruffte ihm an un- truncken / weit getragen / und in hohem ^

derschidlichcn Orkhen des Hauses/cnd- Wehrt gehalten. Bey unserwZeiten/ ^

. tich gäbe er ihme Antwort aus dem um das Jahr 1617. ist die Kirch Herr/ üheimlich? Orth / und demnach sie heraus lieh erneuert / und mit schönen Altäre» ^

gezogen war/ zeigte sie dem H. Vurck- geziehret worden / durch den Hoch- 1

hardo den verlaust ihres unschuldigen würdigen Herren Abt Jodocum zu Mu- ^

Lodts/ und der Diensten Untreu an. n/ so wenia Zeit zuvor dise Kirchen / ' j

Und von deßwegen wird S. Burck- Flecken / samt aller Gerechtigkeit, und * ihardo ein Dulen zugemahlet/ wie de- Nutzung/ von den Edlen Holdermey- isen die uhralte Gemäht klare Zeugnuß er von Lucern erkaufft/ und an das ?geben- GOttshauß Muri gebracht hat. In

diser Kirchen Erneureung ist des Heil.z. Nach seinem Gvttseeligen Abster- Burckhardi Grab nicht verrückt/ nochsterben/ war er in die Kirchen Bein- geöffnet worden/ wiewohl daß vilftom-

wey! begraben/ und wird seyn Grab me Menschen inniglich wünschten;aber

noch hinder dem Chor-Altar gesehen/ der fromme Prälat möchte darzu nicht

und gehet ein Loch in seyn Grab hi- beredt noch bewegt werden. Aufsvl-

nab/ darein die Menschen ihre presthaf-, che Weiß wird von den Jnnwohnernte Glider zuhencken / und hinab zulas- zu Beinweyl dises H. Burckhardi Le-sen pflegen / allda sie theils Müterung/, den erzehlt / und von Alters hero/vonauchBesserungihrer Glider/und völlige einem zu dem andern kommen / wie ichsGesundheit mehrmahlen erlangten; wie dann mehr als einmal/ die Ehrwürdi-die grosse menge der Krücken / Stechen/ ge Herrn Conventuaien des Gotts-

u d wächsimn Glider genügsame Zeug- hauß Muri erzehlen gehört,uuß geben. Es ist auch allda ein Brun-

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, 8 ^nackiorera, öc ^sarr^r.

Von einem unbekannten Wald-Bruder/

und Märtyrer.

Um dasJahr r»t>»drn6-J«G

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c--. r. i^^N der GraffschM Kyburg- Gottsdienst ergeben. Deßwegen derercher Landschasst/in der Pfarr Teuffel den Bruder/einnähme/undund Chorherren Stifft Em- ihme einspräche/daß er solle den Gott-brach wohneren nicht weit von seeligen Embricum ermorden / damitder VesiungFreyenstem/ im BergJr- er auch für einen frommen Bruder ge-ckel (um das loov. oder vilmehr um halten/ von denLeuthen besucht/ unddas 900. Jahr Christi vor/oder nach/ hochgeachtet wurde. Der armseelige DerH.dann kein gewisse Jahrzahl zufinden) Bruder komt endlich in disen tcusseli- Bruderzween Einsidler/ oder Waldbrüder / schen Einsprechungen so weit/ daß er ^dermSnderen der eine/ dessen Nahmen GQtt ihme fürnahm seinem Schalck zu erfüllam besten bewüst/ (und ein altes ge- len ; sucht Gelegenheit/ und überfalltschribnes Buch den seeligen Embricum in einer Nacht den Gottseeligen Brusucnnet/und gibt ihme vielleicht der der Embericum in seiner Eell/und Ge-Scribcnt den Nahmen von dem Fle- bett/ schlagt ihne mit einem Kolbencken/ oder der Flecken möchte den Nah- oder harten K'nittel zutodt/ und zün-men vom dem Heiligen bekommen ha- det seyn Wohnung mit Feur an/ inden ) ein heiliges / und tugendsames Meynung der Gottseelige Bruder sollLeben vil Jahr in der Wildnuß führe- te in seiner Cellen verbrennen/ und al-te. Er war von den umligenden Men- so der Mord verdeckt / und verschnür-- schen vil besucht / die ihme das Allmu- gen bleiben / macht sich bald darvon insen brachten/ sich in seyn andächtiges seyn Wohnung/ der Sach einen Auß-Gebett befahlen / in ihren Nöthen sei- gang zuerwarten.ms Nahtö pflegen/ und mit freund»- ^ ^ ^

eher Tröstung wlderum heim giengen. Das Feur bucht aus / die Eell ver- cq>. »

brank / dieumwohnete Leuth sehendenc»x. - Hingegen war seyn Mitbruder/und Rauch / und Brunst / und lausten zuEinsidler/ so nicht weit von ihme woh- dem Feur zuwehren/ und die Brunstnere/ ein heyloser träger/ und Gott- zulöschen/ und fanden den Gottseeli-loser Mensch/ der Welt mehr dann dem gen Embericum in der Asche» todt fll. l?. iVlurer, Die H. Schweitz. S » doch

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