(ostantzer Blschthums.
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dächtiges Leben in williger Armuth /Betten / Fasten / und Wachen. End-lich name derfromme Deobaldus einseeliges End / und leuchtete in dem Le-ben / und nachdem Todt mit under-schidliche» Wunderzeichen / deren wirallhie zwey setzen wollen. Er war inder Pfarrkirchen Ebicken under derCantzel / an die Stiegen in die Erdenbegraben / und gehet emgevierres Loch/bey anderthalb Schuhen groß / dar-über ein eysene Gatter / auf sein Grabhinunder / dardurch die presthaffreMenschen ihre krancke Glider hinunderlassen / und ihr Andacht verrichten /und durch Fürbitt / und Verdienst deßHeiligen/ Linderung/ und Gesundheiterlangen. Es wird auch kaum einWochen in dem Jahr gefunden / danicht ftembde/ und heimische sein Grabmit Andacht / und Opffer besuchen /und ihn um Hilff/ und Fürbitt an-rüsten.
In dem Dorff Emma an der Reußvor dem Gorthauß Rothhausen hin-über / wohnete vor Jahren ein Toch-ter Agatha Ferin mit Nahmen / dieihr Gehör schier gantz verlohren / daßsie kaum etwas hören möchte; als nunkeine natürliche Mittel helffen wolten/verlobte der gemelten Agathä Groß-Mutter / sie in underschidliche KirchenWallfahrten zuführen/ damit sie voneinem heiligen Freund GOttes Hilff /und Gesundheit erlangen möchte. Danun dise beyde Persohnen in die Pfarr-kirchen Ebicken ihr Gebett zuverrich-ten/ kommen waren/befähle die Groß-
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Mutter ihrer der Tochter Agatha' / daßsie sich auf ein feiten deß Heil. MannSGrab legte / und das Ohr aufdas ge-sagte Grab hielte / und mit Andachtfünff Vatter unser / und Ave Maria,und einen Christlichen Glauben hotte-te ; die Groß-Mutter aber kehrte sichzu der gnadenreichen Bildnuß unserlieben Frauen / so vorüber in derMauren stunde / ihr Andacht auch zu-verrichten. Nach solchem befähle dieGroß-Mutter auch ihrem Kinds KindAgathä / sich auf die andere feiten zu-wenden/ und gesagtes Gebett auch mitAndacht zuverrichten / sie aber die alteverharrete in ihrer Andacht vor demMarienbild / über wenig Zeit schrey-te die Groß-Mutter mit Heller Stimm/
Agatha stand auf/ damit wirwiderumnach Hauß gehen möchten. Da sprachdie Tochter / Groß - Mutter / schreyenicht also laut / dann ich höre jetzt garwohl / und hab mein Gehör durch di-ses seeligen Manns Fürbitt/ völliglicherlanget.
»Schwester Apolloma Ferin / em c-x.»Klosterfrau bey S. Peter Prediger Or-dens in dem Land Schwertz / hatte vilJahr ein presthafften bösen Schenckel/und da keine Artzneyen / und Mittelhelffen wollen/ und derSchmertzensichtäglich vermehrete / verlobte sie sich zuunsers Heiligen Deobaldi Grab. Alssie dahin käme/ ihr Gebett / und Ge-lübd verrichtete / und den Fuß überdas Gätter hielte / ward sie gesund/ und
von allem Wehetag / und Schmer-tzen erlediget.