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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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142 Von etlichen Heiligen /

heiligen Lebens ist er von den Chorher- tet haben / wie solches samt oberzehlkekren in der Kirchen neben der Cantzel be- deß Heiligen Leben / so wohl die Ca-graben / und sein Grab mit einer stei- tholifchen/ als andere so sich Evange-nenen Blatten / und Schrifft bedeckt lisch nennen / zu Gachnang erzehlen /worden. Solle indem Leben/und nach- und ich auch selber gehört / und dasdem Todt mit Wunderzeichen geleuch- Grab gesehen hab.

Xrv.

L. Orciinis 8. ^rancilci (üonfellor.

Von dem Sceligm Beichtiger Henrich /

* Franciscaner Ordens.

Cap. r.Der H.Henricusbauet einLapell.

i

Cap. r.

Jahr Christi deß HErren125z. kamen von Lintz auSOL-sterreich fünff Barfüsser Bru-der von der dritten Regul deßSeraphischen Vatters S. Francisci /in unser Schweitzcrland oderHelveti-am / und begehrten von dem ElternGrasten Hartmanno zu Kyburg Woh-nung / und ein Platz zu einem Klöster-lein / und Convent. Der Graf be-williget ihnen einen Platz zusuchen/undeinzunehmen / also gefiele den BrudernHenrico/ Paulo/ Conrado/ Johan-ni / und Nicolao / der Bärenberg un-der Winderthur an der Löß : der warihnen von dem Grasten Hartmanno ge-schenckt / eingeben/ und befreyet; alssie deß noch Sigel / und Brieff haben.Also hübe der Gottseelige Vatter Hen-ricus/ der den andern vorgesetzt/ undGuardian wäre / mit seinen Brädernan / zum ersten ein Capell mit dreyenAltären zubauen; und batte Gott daßer ihme wolte knndt thun/ zu welchesHeiligen GOttcs Ehr die Capellen /und die Mär selre weyhen lassen/ da-rauf erschine ihm die Mutter GQttesMaria / und harte zu beyden feiten diezween Heilige Johannemden Lauster/und den Evangelistam/ und sprach: Inunserer Ehr soit du das Gottshaußweyhen lassen / dann wir uns dise Woh-nung erwöhlt haben / dessen Patronen/und Beschirmer wir seyn wöllen.

Da aber die Kirchen / und etlichenothwendige Gebäu vollstreckt / undWohnhafte gemacht waren / versamle-te der Gottseelige Vatter Henricus alsGuardian / dahin ein Convent / und

lebten allda under der dritten RegulS. Frantisci/ samleten ihr Brod/undNochturfft von Hauß zu Hauß / leb-ten in grosser Armuth / schlechten Klei-dern/ nach Ordens Gewohnheit/stren-gen Fasten / Wachen / Berten / undBetrachtungen der himmlischen Ge-heimnuftcn. In solchem strengen / undheiligen Leben / und geistlichen Übun-gen aber übertraffe der Seeliae Vat-ter Henricus alle seine Mitbrüder /und käme in so hohe Vollkommenheit/daß GOtt vil Wunderzeichen durch ihnwürckete; hatte auch einen Propheti-schen Geist / und offenbahrete demLandherren aufKyburg/undder Land-schafft offt vil zukünftige Ding / diesich nachmahlen zugetragen / und erfül-let worden. Zu dem wäre er auchfast gelehrt / und hochverständig/schei-de etliche nützliche Geschichten / undBücher / die man in der CatholischenKirchen pflegte zusingen/ und zulesen.

Als nun der heilig Vatter Henri-cus an Jahren / und Tugenden zugrössem Alter / und Vollkommenheitkommen wäre / scheidete er mit einemseeligen Todt von diser Welt / in demJahr i zoo. der Lag ist GOtt bewußt( und setzen wir ein ungewissen füreinen gewissen Tag / wie das Creutz-lein andeutete /) war von seinen Mit-brüdern mit grossem Hertzleid in denCreutzgang obgesagtes Klösterleins indem Bärenberg begraben / und leuch-tete mit underschidlichen Wunderzei-chen Vil Jahr. Von disem Klosterbesihe unser Itiearrum Lccleüatticum

ttelveriorum, rirulo Bärenberg.

Um bcisden

i. Decemb.*

XV.

». conkessor.

VomSeeligmDeobald/ Beichtiger.

das Iaht Christi lZ4v. un- Lucern gelegen / ein frommer andäch-gefährlich / vor / oder nach / tiger Priester / oder Waldbruder mitlebte in der Pfarr Ebicken/ ein Dtahmen Deobaldus / in grosser Hei-Stund weegs von der Statt ligkeit / führte ein strenges / und an-

däch-

Cij>. r.