Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Um dasJahr,8o.den 18.Wkin. *

Um dasJahr 4 sz.den ri.Oclob- *

c-x. l.

C Chrii

stiana

stirbt.

146 Von etlichen Heiligen/

auch unser Iliearrum ^Lclestatticum cap. 87. ?errum (^ratepolium llbro äsläelvcrioium ) in dem Titul Vischoff Lpiü.6ermsniX.8uriü^.Lippeloun,zu Basel.Von S. Ursula/ und ihrer gan- 1 . ;. 6nem. Von S. Pantalo schreibttzen Geselischafft / darinn der H.Panta- auch ChristianWursteise/in seiner Baß-lus auch eingeschlossen / besitze (ÄlL- lerischen Chronick cap. 7. lib. 2. Undrem Laronium lügrä. lom. 6. ^nnal. Johannes Groß in seinem Compendio/IUccleil Item sein i^lklrrvrolomum i und oder in seiner kleinen Baßlerischett>iot3s ) LaMum, Leääm, Uüikiräum Chronick / an dem 4. und 5. Blat.^äonem , ^Ntomuin Lonllnum I)ec. Stumphius an dem 700. Blatsei-I. lib. 5. kerrum äe d^Lt3libu8 lib. 9» ner Chronick.

rn.

Von etlichen unbekanntenMartyrern.

ll^ViLs Diocletianus / und Maxu/UM mianus beyde grausame Ty-rannen / das Römische Reichregierten/ ist ein so grosse Ver-folgung der Christen entstanden/ daßsie aus alle Weiß / und Weeg zu derMarter geführt/ Und gestrafft wurden.Und damit niemand verborgen bleibenmöchte/ so wäre ein scharpffer Befelchvon den Küysern Außgangen / daß nie-mand etwas Kauften / Verkauften /oder Wasser schöpften solte / er hattedann den schändlichen Götter» zuvorgeopffert. Zu diser Zeit ward einLandpfleger Ricriovarus Mit Nahmen/ein greulicher/ und wilder Verfolgerder Christen / in Ftanckreich von den

Küyserngesand worden/ der käme auchgen Basel/ und hat daselbst vil Chri-sten in den Rhein werffen lassen/ undbefohlen/ daß man keinen Christen mehrsolte Leben laßem

Diser HH. Märtyrer gedenckekBeda / im z. Buch. LaurentiusSurius/ undZacharias Lippeloo/ bey-de Cartheuser Ordens/ auf den 18.Tag Weinmonat / in dem Leben deßheiligen Knabens/ Und Märtyrers Ju-sti / desen Haupt jetzt zu Einsidlen ehr-lich verehret wird. Christian Wurst-eisen / in seiner grossen Baßler ChrS-Nick / in dem n. Buch/ zu Enddes 7» Capitels.

rv.

8. cum socia!)U8 Vir§imb»u8.

Von der Heil. Khristiana/ und ihrer

Geschellschafft.

^Jevor ist erzehlt würden m demLeben S. Pantali / wie dieKönigliche Jungftau S. Ur-sula / mit ihren eylfftausentJungfrauen aus Britannien / oder Ett-gelland über Meer gen Cölln/ von ban-nen den Rhein herauf in Schiffen genBasel / endlich zu Fuß über das hoheHelvetische Gebürg gen Rom kommen/und ihr Wallfahrt verrichtet hatten /und widerum von Rom gen Basel ge-zogen / da die Heil. und hochavelicheJungfrauen Kunegundis / Mechtun-dis / Christians / und ihr Magd Vi-brandis/ bey der alten Statt Äugsterkrancket. Als sie nun überRhein geführt worden / und sich gegeneinem Dörfflein Rapperschweyler/ nichtweit von dem wilden Gebürg Here-.mus Helvetiä/ wendeten/auch bey ge-mcltem Dörfflein ein Herberg fanden/auf dem Weeg nicht ferr von demRhein/ starbe die Heil. Christiana /

welche / als man sie wolte zu der Er-den bestatten / mochte sie nicht bewegt/oder zu dem Grab getragen werden.Deßwegen haben sie den H. Leichnamauf einen Karren gelegt / und zweenjungen Oechslein darfür gespannet /so das Joch noch niemahl getragen hat-ten / Und die Sach dem lieben Gottvertrauet und befohlen. Also fügte esGOtt / daß die zwey Oechslein denHeil. Leichnam auf den höchsten Graddeß BergS der Herrschaftk Riehenänerthalb dem Rhein gegen Jstein ge-legen / führten / und ihnen an solchemMerck alle Bäum/ Und Felsen weichenMüßten. Da sie nun die höhe erreichthatten / stunden sie still / und wurdean disem Orth der Heil. ChristiansLeichnam begraben/ und mitler Zeitüber ihr Grab ein schöne Capell ge-hauen / dahin dann ein grosse Wall-fahrt jederzeit geschickt / und GOtt sichwunderbahrlich in seinen Heilige erzeigt.

Nach