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Des Bischlhums Basel. r^r
Brachmonat. Dessen Heiligen Leichs dio?. l-suremiam 8ur!um (lat-tfi. Il'oi«.uam in seinem Kloster begraben / noch 7. auf den 6. Brachmonat. LeöZm,auf heutigen Tag / unvmvesen geses Esessrem Larünium Oa,-a. ?. perrumhen / und durch tägliche Pilgerfahrten / Esml'ium 80c. ^elu in ihren IVlarr^i-oIo-so wohl aus Helvetia/ Leutfchland / Ms aufgesagten Tag. ^rrnciscus^uil-als Burgund in grosser Zahl besucht limarmum 1 . r. c. i;. ke-
wird/ und leuchtet unausi)vrlich mit vilen bus ttelveüorum.
Wunderreichen. Besitze von S. Claus
vir.
8. vL8lc:i>^u5, confcL>k.
Der heilige Ursicin Beichtiger.
tz->p. r. Heil. Ursicinus ein Jünger
Ukfici« LHfI S. Columbani / und MönchAM deß Luxovischen Klosters in
bM<n das Burgund / der' under dessen,km,ch. Zucht / und Lehr so mächtig zugenomswen hat / daß er bald zu grosser Voltskommenheit gelangte. Als aber derGottfeelige Abt Columbanus / Lheo-dorrcum König zu Burgund/ seinesärgerlichen / und unzüchngen Lebensstraffte / verstieße der König aus neysdigcm Anstifften der Königin Bruneschildis seiner Großmutter im Jahr586. S. Columbanum aus seinemKlosster/ und Abtey ^uzovien/ darinn erallberett 20. Jahr löblich gelebt / undregirt/ in das Exilium/ und Elend.Da nun Columbanus aus BurgundinHelveriam kommen / zogen mit ihme12. Bruder / darunder die Heilige /Gallus / Magnus / Theodorus / Urrsicinus / und Sigisbertus die fürnem-ste waren / die ihren heiligen Natter inTrübsal nicht wvlten verlassen. Besishe S. Columbani Leben hernach.
D UrsicinM ein
r. Als NUN S. Ursicinus mit S. Coslumbano / und andern seinen Gefährsten / und Jüngern herum gezogen /bekäme S. Ursicinus ein Begierd zudem Einsidler Stand / und in einer Ei-nöde zuwohnen. Als nun der Heil.Abt Columbanus willens wäre in Jta-' lien zureisen / erlaubte er seinem Jün-ger Ursicino in ein Wildnuß zuziehen /GOtt fleißiger Mienen/ und ein Sinssidlerisch: ja Engellisches Leben anzustel-len. Wie nun Ursicinus um einWohnung hin / und her gegangen /käme er endlich an das Orth / da sichtzj. die Dub aus der Rauracer gegne/demBurgund Zubegibt / da ligr zwischenhohen / und stotzigen Gebürgen / indem Liessen Thallein Wildnuß (da jetztdas Stattlein S. Ursitz nur einem gu-ten Bergschloß ligt) in solcher Gele-genheit / daß niemand so auf den Berg' Rippelsch genannt / komt; vermeinenmöchte / daß ein solche Wohnung / undbey nach ein Schiffretch Wasser da zu-
binden wäre. In disem Orth hat S.Ursicinus ein abgesondertes / und Ein-sidlerisches Leben angefangen / und einWohnung gemacht / und bey einemfürsticssenden Wasser / und schönenBrunnen / an einem gähen Berg einBruder Häußlein gebauen / und da-selbst GStt Tag / und Nacht / mitgrosser Andacht/Wachen / und Fasten/Betten / und Betrachtungen / vil Iahtgedienet. Sein Speiß wäre Kräuter/Und Wurtzlen / sein Tranck ein frrschcsBrunnenwasser / sein Ligerstakt dieblosse Erd / und ein harter Stein oderFelsen / sein Haußrath ein armes Lel-lelem / sein Bekleidung ein geflickter al-ter blöder Rock.
Da nun GQtt dem Allmächtigengelieben wolle / der Welt seinen ge-treuen Diener zuoffenbahren/ und dasbrennende Liecht nicht länger lassen ver-borgen seyn / sonder auf den Leuchterzusetzen ; begäbe es sich / daß etlichereisige Persohnen der Strassen sich ver-söhnen / lang in disem Thall umher zo-gen/ und keinen Ausgang finden könn-ten / endlich mit grossem verwundern -Und schrecken unsern Heil. Einsidler Urrsicinum antraffen / einander» anreden/und endlich nach einem Gottseeligen Ge-spräch / wohl aufferbauen / voneinün-dern scheideten. Von disem Lag anwurde St. Ursicinus den umligendeuMenschen/ je länger je mehr bekannt/und von ihnen heimgesucht / auch seynRaht in furfallenden Geschäfften / ge-pflegt. Es wurden auch vil ab sei-nem strengen Leben bewegt / und durchseine H. Conversation/ und Gesprächentzündet / die Welt zuverlassen/ zuihme in die Wildnuß zuziehen/ und un-der seiner Regul/ Und Gehorsam einEngelischs Leben zuführen. Darausdann erfolget/ daß der H. Ursicinusnicht allein etliche Jünger bekommen /sonder auch ein Kirchen zu der Ehr desErtz- Apostels St. Petri / gebauct hat»Also lebte St. Ursicinus bey seinenJüngern wie ein getreuer Vatter/ der
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