Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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isO Von etlichen Heiligen/

Diser zweyen HH. Brüdern gedcncken 6eäa ; Muaräus, ^66 ,

. Osrä. IN disous, k. Lsllilius in ihren ^srr^roIoAljs, auf beyde

ihre gesagte Geburtstag. Orcgorius^rolleriljsin vicin 8s. kacrum csp.i. I^sui-encius 8urius Um. r. r8 bebrusrij. JttlN ^m. t. äie l.^snusrij in vica 8. LuZenäi ^bbscis. ^scbs^isr i.ippe1oo in vicis 8snLio-rum ^m. i. krsncilcus Qullimannus lib. t. csp. l<. üve utunacr clükcbus Helvcuorum.

VI.

Im Jahrs?o, den I.Jan-

85. rvLMNU? . Lc Ldbrtes.

Won den MU. Ruqmdo / und Ulaudio/

Aebt.

gelehrte Franciscus Gulli-manuuö in seinem ersten Buch/an dem 15. oder letsten Capi-tel äe kepus blelveliorum ,erzehlet/ daßdise H. Freund GQttesEugendus / und Claudius undet dieHelvetische Heiligen gerechnet werden/deren Kloster zwar in dem HertzogthumBurgund/ auf dem Berg Aura/ auchJurten/ und Leberberg genannt / soallernächst an die Helvetios gräntzend /wie oben vermeldet/ und deßwegen un-sern Landen vil Freundschafft mit ihrerLehr / Predigen / Pflantzungdes Christ-lichen Glaubens/ und Würckung vi-»er Wunderzeichen erzeigt möchten ha-ben. Weil wir aber bey P. Lau-rentio Surio Tom. i. und Tom. 7.in beyden Heiligen Leben nichts gründ-lichs können abnehmen / daß sie in un-sern Landen gewürcket haben/ wollenwir ihr Leben/ und Todt kürtzlich an-rühren/ damit wir nicht auß Helve-tia schreitten.

e-p. r. Eugendus in Burgund gebohren /käme in dem 7. Jahr seines Alters indas Jurensische Kloster / under dieZucht/ und Gehorsame beyder Heil.Aebten Lupicini/ und Romani/ beywelchen er in Klösterlicher Zucht/ UndHeiligkeit des Lebens / so vil zugenoh-men/ und erlehrnet/ daß er nach derHH. Lupicini/ und Romani Todt /würdig geachtet worden in der Abteynachzufolgen/ und ob er wohl nichtPriester war/ noch die PriesterlicheWürde an sich nehmen wolte/ leuchte-te er dannoch in so grosser Heiligkeit /und Unschuld des Lebens/ daß ihnedie Teuffel hefftig fürchteten/ wie siedann von einer besessner Adelicher Per-sohn/ wiewohl er abwesend/ durchseinSchreiben / und Briefweichen müßten.Es machett auch der H. Eugendusdurch seine Brief/ und eingesegnetesOel/ vil Leuth abwesend/ von ihrenKranckheiten gesund. Eben disesOel / und seine Brief/ oder Zedel/ wur-

den unversehrt nach eflier Brunst inder Aeschen gefunden. Er leuchteteauch mit einem Prophetischen Geist ;

Er erkannte des menschen Hertz in wasStand der Gnaden/ oder Ungnadenvor GOttes Angesicht sie wären / sag-te seinen / und andern Leuthen ihrenTodt zuvor. Hatte mit den HH.ApostlenPetro/ Paulo/ und Andrea/auch mit dem H. Bischofs Martins /Gottseelige Gespräch / und liebliche Ge-meinschafft. Da er nun etliche Mo-nat zu den 60. Jahren gelebt/ starbeer seeliglich im Jahr 590. desen Fest-tag den 1. Lag Jenner gehalten wird /wie bey P. Laurentio Surio Tom. I.weitläufiger auf gesagten Lag / in sei-nem Leben gelesen wird.

Der H. Cläudius von dem Fürst- I», Mnchen Stammen der Salinensium in 6«o denöBurgund gebohren / war in dem 7. Jumj.Jahr seines Alters / berühmten Schul- *'und Zuchtmeistern befohlen/ bey wel-chen er alles Zeitliches verachtete/ Gottund der H. Schrifft mit grossen Fleißauswartett/ die Welt in dem 20. Jahrseines Alters verliesse/ und Lhumherrdes Ertz - Bischöflichen Stiffts Bisantzin Burgund wurde. Nach 12. Jah-ren/ in dem 626. Jahr Christi/ warder von himmlischer Stimm/ und Gött-licher Anordnung zu einem Bischofs er-wöhltt/ hat dasselbige7. Jahr regiert/und fleißig versehen. Darauf gäbeer das Bifchthum frentvillig widerumauf/ und zöge aus Göttlicher LiebemNutz seiner Seelen-Seeligkeit in dasvbgemelde Jurassische Kloster des HH.

Lupicmr /Romani / und Eugendi /näh-me St. Benedicti Orden an / war da-raufnach simff Jahren zu einem Abterwohlet/ und stund dem Kloster indie 50. Jahr löblich und wohl vor / ingrosser Heiligkeit des Lebens / und Vi-sen Wunderwercken. Starbe endlichMinem hohen Alter/ um das JahrChristi 680. in dem 4. Jahr KönigsGildeberti inFranckreich/ den 6. Tag

Brach-«