Von etlichen Heiligen/ des Bischthums Chur. 15;
Chum/ hab in alle obgeschribne Stuck Sonsten finden wir von disem Heili-verwilliget/ und mich underschriben für gen Bischoff nichts weiters / müssenmich selbst / und für meinen abwesenden also bey disem kleinen BerichtH. Bruder Asimone / Bischoff der verlieb nehmen.
Kirchen Chur in der ersten Rhätien / rc.
H.
5. Ls>i1cos)U8, Lc (7on5etlor.
Von dem Heiligen Puritio/ Bischoff/ und ZU-
Beichtiger.
Puritius/oder Pruritus/wie get. Darmit müssen wir widerum mitman auch ihn nenet / der an- wenigem vergüt nehmen / und GOtt inder Bischoff zu Chur / um das seinen Heiligen loben. Zu difls Bi-460. Jahr / ein fromer / eyft schoffs Zeiten / käme S. Fridolinus inferiger / und andächtiger Mann / dar- dise Lands - Art / und baue»e S. Hila-zu einer grossen Heilig - und Vollkom- rij Kirchen zu Chur / so jetzt zu S.
menheit / wie Petrus Cratepolius in Martin genannt wird.
seinem CsrsIvAo Lxiscoxorum bezeu-
e^>p. r.
m.
8s. kv>3rr. üc 81LI8LLierv8 äblM.
Von dem Heiligen Placido Märtyrer / DU
und H. Abt Sigeberto. ^
der Heiligen Columbani /Galli / und Magni Leben / wirdweitlauffig beschrrben/ wie S.Columbanus mit seinen Jün-gern ihr Vatterland Schotten verlas-ftn / den ftembden ungläubigen Völcke-ren das heilig Evangelium zu predigen.Er ist erstlich über das BritannischeMeer in Franckreich kommen / und nach-dem er allda vil Jahr verharret/ son-derlich in Burgund/ (da er das Klo-ster Luxovimn/ oder Life / jetzt Blu-mers/ aufgericht/ und Custasmm sei-nen Jünger zu einen Abt darin verlas-sen) ist er durch Helvetiam herauß anden Bodensee kommen / und von ban-nen über das Rhänsche Alpenbürg inLombardey / da er mit hilff KönigsAgilulphi/ das Kloster Bobium ge-stifstet/ und da um das Jahr 618. ge-storben/ und begraben worden. Hier-zwlschen hat derH.Gallus seinen Mei-ster Columbanum verlassen / und ne-ben Vregentz verbliben/ von bannen ergen Arbon / und folgens in den Wald/und grausame Wildnuß gezogen / unddem Fürstlichen Gvttshauß S. Galliden Anfang in dem vbgesagten Jahr/gegeben.
Zu diser Zelt/ lm Jahr 614. ver-liesse der H. Columbanus auf seinerReiß in Italien einen anderen gelieb-ten Jünger Sigisberkus genannt / zuunsern indemUrnerland Churer Bisch-rhums/ welcher ein gebohrner Scholt-
k. k'. IVIurer» Die H. Schwel«.
länder/ und ein sonderbahrer Liebha-ber des Einfidlischcn Stands / und ab-gesonderten Lebens war. Verfüget Gsich derhalben von dem Flecken Ursern/ Ausser,unden an dem Berg Gotthart gelegen/über das rauche Gebürg/ und grausa- imdwirdme Wildnussen/ gegen Auffgang der ''"Emsiv,Sonnen in ein mächtige Einöde / die Er-barmn Disertina/ daß ist Wüste/ vonselbiger Zeit an / biß auf unsere Tägist genannt worden. An disem Ortliege sich der fromme/ und andächtigeSigisbertus nider ohne Zweifel aus Er-lauvnuß des H. Colmnbam/ mit ei-nem Jünger/ oder Bruder/ wie erdann auch dem heiligen Gallo / Mag-num/ und Theodorum zu Trost hin-derlassen hat: Da fienge er an Gottin seinem andächtigen / und einsamenWesen/ und Leben fleißig Tag/ undNacht zudiönen. Desen Ankunsst /und heiliges unsträffliches Leben warbald bey den nächsten Landleurhen be-kannt/ die kamen aus grosser Begierd/theilsihnezusehen/ und theils in Auß-legung des wahren Christlichen Ca-tholischen Glaubens ihn anzrrhören /welche er nicht allein mit Worten / undGeistlichen Ermahnungen/ sonder auchmit seinem Gottseeligcn Leben / undWandel/ von der Abgötterey/ Irr-thum / Sund / und Lastern zu demChristlichen Glauben zu bringen emsigunderstunde.
Also erleuchtete der heilige Geist x.
U mall-