Is6.
Von etlichen Heiligen/
erfrcuete/ und deßwegen ihme seyn der Priester bessere Achtung deren Din/Haußhaltung vertrauere/und zuver- gen hinfürozuhaben/antwortete. Un-waltcn Übergabe / da war nun dem H. der disem gienqe der H. Florinus von >
Florino Gelegenheit gegeben/ seine an- dem Schloß mit einem steiften G'.au-gebohrne Barmhertzigkeit/ und miltes ben/ und Hoffnung zu Gott/ der dieHertz gegen den Armen reichlich zuer- seinige niemahl verlasset / zu einem Bru-zeigen/ und keinen presthaftten Mcn- nen/ fülte die Flaschen mit Wasser an/schenohneinSteur/ und Allmusen von und gienge nach Hauß zu seiner ge-sich zulassen. Der Allmächtige GOtt wohnlichen und rechten Stund. Wieaber bencdeyete des Priesters Gut / nun die Stund zuessen vorhanden wa-und Einkommen mit seinem H. See- re/ befähle der Priester das Essenaufi-gen/ daß/ je mehr der H. Florin All- zutragen/ Florino aber den Wemein-musengabe/ je mehr Wein im Keller/ zuschencken( dann der Priester durchund Früchten in dem Speichern ge- den Thorwart schon verstanden hätte/funden wurden. Es stunde ohnferrn was sich zugetragen / und das WasserHeremusten ein Schloß mit Nahmen für Wein in der Flaschen wäre) da-Canitia/ dahin die Landleut/ wie auch rauf begehrte St. Florinus nach ge-der Priester Alexander/ all ihr beste wohnlichem Brauch von seinem HerrnHaab/ und Güter an Wein/und den Seegen/nach welchemschenckte erFrüchten/ Gelt nnd Gut legten / und seinem Herren ein / und reichte ihn sei-fiöhneten/ wegen der streiffenden Alle- nem Herren dar; als aber der Priestermannier / so in Rhätiam fielen/ und Alexander den Tranck versucht/ und für j
raubten was sie vermöchten. Wann das Wasser den allerbesten Wein ge-haun der fromme Priester Wein / und truncken hätte / stunde der Priester vomFrüchten/ auch anders nothtürfttig Tisch auf/fallet dem H. Florino zu-wäre/ müßte der Gottseelige Florinus fußen/ und begehrt seyn Diener hinfü-solches im Schloß Canitia abholen / ro zusein / er solle den Herrenstand /dardurch er vil Gelegenheit bekäme/ unddiePriesterlicheAemter/undSeel-den armen nnd presthaffren Menschen mit sorg vertretten/ und ansich nehmen,reichem Allmusen beyzubringen / und Aber der Heil. Florinus wolte keinesHilffzuerzeigcn/daß nahmen die Wäch- zu diser Zeit annehmen/ auch nichtter/ und Thbrwarter auf dem Schloß mehr bey dem Pfarrherren wohnen /wohl in acht / und vermeinten / daß und die Weltliche Geschähst / und Hauß-er auf dem Wecg den Armen reichlich Haltung verrichten. !
anßschenckte/ und von Stund an wi- .
der käme anders zuhollen ; deßwegen Wie nun der Heil. Florinus ein cap. 4- ,
sie ihn für einen Verschwender seines Zeit lang ihme selber gelebt/ und sei- i
Herren Guts hielten/ und ihnen für- ner Andacht/, und Seelen Heyl allein mMcr.nahmen dise Sach dem Pfarrherren gepflegt hatte / ward er zu einem Prie-
ster geweyhet/ und ist seines Pfarr-herrens Alexandri zu HeremusienNach-
anzuzergen.
;. Nicht lang hernach begäbe es sich/ kömmling worden. Dise Pfarrkir-daß der Heil. Florinus mit einer Fla- chen zu St. Petro genannt/ und ser-schcn vom Pfarrhoff zum mehr gesag- nen undergebnen Schäfstein des Flc-tcn Schloß wandlete Wein abzuholen/ ckens Heremusium / stunde er mit gro-- welchen er im Schloß gefastet/ und als sem Nutzetltch Jahr lang vor. Wien-er wider nach Hauß rc,»en wolte/ be- ber die Zeit seines Absterbens herzu na-gegnete ihm ein arme Weibspersohn / hete/ zeigte er seinem Volck den Platzmit Nahmen Maximian« / die begehr- seiner künfftigen Begräbnuß / befählete von ihme etwas Weins für ihren ihnen auch 2. Todtenbäum zumachen /krancken Mann / der Gottseelige Flo- in deren einen sie seinen todten Leich-rinus gäbe ihr die gantze Fläschen mit nam schließen/ und zum ersten in dasWein aus Barmhertzigkeit/ und zöge liesse / und ausgegrabne Grab einsetzendyn Schloß widerum zu / einen andern sollen / in den oberen Baum aber solrWein in der Flaschen zuholen; aber ten sie seine Alben / und Meßgewand' die Thorwarter des Schlosses wolten allein einschließen / und mit eisenenihn nicht mehr einlassen / dieweil siege- Spangen wohl verwahren / und übersehen/ daß er den Wein der armen seinen Leichnam stellen/ und also dasFrauen geschenckt / und weisseten ihn gM* Grab mit Erden zuschließen,vom Schloß mit bösen / und trutzigen Da spräche der heilige Mann/ nachWorten ab. In dem lauffte der ein meinen Todt werden meine Eiteren /Thorwart vom Schloß Canitia zum und Verwanden kommen/ und michPfarherm Alexander / den gantzen euch entziehen; wann sie dann dieVerlaust anzuzeigen/ und in wegen sei- Sarch mit eisen beschlagen finden/' ner Untreullchkeit zu verklagen. deine werden sie die Sarch mit freuden neh-
tiren/