» E Von etlichen Heiligen /
r.' Hernach aber als in dem «JahrErw'rd H44- Bischoff Guido wegen seines-viM»' ubelhaltcns von dem Bischthum Lo-sanna verrribcn/ und an ferne statt Armadäus begehrt / und von männigli-chen beruffen worden ; nähme er dasBischthum aus Gehorsam an/ und stun-de demselben mit grossem Nutz 14. Jahrvor. Bey diseö Bischoffs Zeiten/ hatGraf Amedäus von Genfs das Bisch-thum Losannen bekrieget; der zöge fürdie Statt Losannen/ belagerte die et-liche Wdchen/ undbaueteaufeinerzim-lichen Höhe allernächst bey der Statt /ein vestes Hauß / oder Schloß / dieBelagerung zu vollziehen/ den Bi-schoff / und die Statt zu bestreikten /und zu bezwingen. Aber der Bi-schofs Amadäus nöthiget den Grastenso wohl durch From-und Klugheit /als mit seiner Krregsmacht von der Be-lagerung abzuweichen/ und das ange-fangne Hauß selbst widerum zu zerbre-chen/ und triebe ihn fürsichtigllch mitGewalt hinweg.
<-,p. z. Diser H. Bischoff Amadäus warvon dem Papst Eugenio m. und Käy-sern Conrado H. und Friderico I. soBarbarossa genannt/ in grossen Ehrenund Werth gehalten / von denen erauch nicht allein seines Bischthums al-ter Freyheiten/ und Privilegien Be-stätigung ; sonder auch noch andere /und neue / gnädiglich erlanget / und be-kommen hat. Der Käyser Frideri-cus schribe dem Bischoff Amadäo mitnachfolgenden Worten/ und Titul zu:Obarimmo dkMLellsrio noliro. clg?o b.sutsnenü Lpitcopo, qm Aenere»
öc nobilirsre, nec non llcieliwre nobissllricrug coAnolcirur, öcc. Diser H.Bischoff hielte sich offt/ und vil in demGottshauß Altächristä Listercer Or-dens nicht ferr von Losannen / als beyden Seinigen / und seinesOrdens-Brü-dern auf/ da er GOtt mit grossemCyffer / Andacht / Betten / Fasten /und Wachen dienete / seinen Geist er-S"n hebte / und erneuerte. Von ihmedacht gcgcn wird gelesen/ und gesagt/ daß er an^«nafraue St. Agnetis T ag der H. Jungfrauen /A.M-. und Martyrin Gebohren / an demfel-bigen in die Schul gethan / den Heil.
Orden empfangen/ und nach versoff-nem Jahr des Novitiats auch Profes-sion gethan/ und zum Abt erwvhletworden / deßwegen er diser H. Jung-frauen sonderlich ergeben gewesen / undzu ihrer Ehr in seinem Bischthum ih-ren Festtag in dem Jahr zweymahlfeyrlich zuhalten/ wie es noch zu diserZeit in der Christlichen-Römischen-Kirchen der Brauch ist/ geborten.
Es schribe auch diser H. Bischoff c-»?. ^Amadäus zu ehren der allerglorwür-digstenKönigin/ und Mutter GottesMariä/ acht andächtige/ und liebrei-che Homilias/ oder Predigen voll gros-ser Geheimnussen/ und Anzeigungenseiner Heiligkeit; welche er lange Zeitbey sich heimmlich behalten/ würd a-ber letstlich von seiner leiblichen Schwe-ster/ einer gottseeligen Klosterfrauenberedt/daß er ihr dise liebliche Lobsprüch /Übergabe / welches der H. Bischofs mitdisemVorbehalt oderGeding bewilligte-wann sie ihme hingegen von der Mut-ter GOttes Mariä lieblicher Schau-ckung / auch ein Theil mittheilte / da-rauf die Klosterfrau ihrem BrudervonStund an einen Wullinen Handschuchüberschickte / dessen ein paar die Klo-sterfrau zu einem Zeichen der Liebevon der Mutter GOttes empfangen.
Durch Visen Handschuch hatte der All-mächtige/ und gütige GOtt/ offt vil/und mancherley Wunderzeichen gewür-cket / brauch in unser lieben FrauenMariä Thumkirchen zu Losanna / bißzu Veränderung der Religion im Jahr1528. neben anderen EhrwürdigenHeiligthumer aufbehalten ist worden.
In dem überigen begabte unser H. c-?- l-Bischofs sein Thumstifft / und Bisch-thum mit vilen Kirchen Pfründen /und Lehen/ hielte sich als einem wacht-bahren / und sorgfältigen Hirten ge-büret / führet darneben ein heiliges /strenges Leben/ stunde dem Bischthum14- Jahr löblich / und nützlich vor.
Starbe Gottseeliglich in demJahr Christi / und war in dem Thumzu Losanna / vor dem H. Creutz Altar/
ehrwürdiglich begraben / und zuder Erden bestattet.
Im Zahr
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Os,. 1.S Boni-facij Im
gknb.
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8. KONir^LIV8. Lpiscopm, öc Conkclsot.
n W. Bonifacio/Wljchoff/ und Beichtiger.
wäre der Heil. Vonisaeius in mit ihme schwanger gienge / begegneteder Statt Brüssel in Brabant auf der Äirchenstraß / da sie nach ihreroder Niderland / von Gotts- Gewohnheit Morgens frühe zu derförchtigen ^ und ehrlichen El- Metten gienge / ein alter / und ehr-teren gebohren / seiner Mutter/ als sie bahrer Mann mit einem himmelischen
Ge-