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8wU Mbens - Beschreibung ech-
cher Heiligen / und Gottseeligen Vattern/und Brudern/ des Lobwürdigen Gotts-hauß St. Gallen / so in Heiligkeit / Pro-phetischen Geist / und höchster Andachtihr zeitliches Lehen verschlossen haben.
Von ihnen schreiben underschidliche Vatter/ und Authores desGottshauses St. Gallen / nehmlich einer dises/ der ander jenes HeiligenLeben ; also daß es vcrdrüßlich zulesen/ so mancherley Authores einemseeligen Vatter zu zusetzen / und underweilen die Nahmen der Scribentenmehr Platz einnehmen/ als die Leben der Heiligen. Doch seynd dieNahmen der Authorcn bey den wcitlauffigen Leben derHH. Galli/Mag-ni / Othmari / Wyborada / und Notkeri zu lesen / und zufinden. Wirhaben uns hie auf des Hochgelehrten / und geistlichen Herren v. (sostociMeylcrs Tractat Ue vir,» uiutti-ibuz 8. Oslli, gesteuret / und nachfolgen-de Leben/ mit Vermehrung aus andern Gallischen Schafften (so vilvoivNöthen - beschrieben-
' 8 . Lc Lonfettor.
Beichtiger.
^^W^Olumbanus/ so auch Colum-ba genannt wird / war jnHybernia gebohren / zuden Zeiten/als der Christ-liche Glaub anfienge / undbegunte zuwachsen. SeinMutter als sie mit ihme schwanger gieri-ge/ sahe aus ihrer Schoß eiwglantzen-de Sonn mit leuchtenden Strahlen ge-hen. Wie nun Columban die kind-liche Jahren überschritten / fienge eran mit emsigem fleiß in allen freyenKünsten / und Schrifften / so wohlWeltlichen / als Göttlichen zustudiren/verliesse sein Vatterland / welches dieJnnwohner Lagener Land nennten.Er ergäbe sich under die Lehr deß anse-hcnlichen Manns Sevili/ so dazumahlmit sonderlicher Religion / und Ge-fchicklichkeit leuchtete. Und als der-selbrge sahe/ daß der H. Columbanusein gutes Ingenium / und Verstandhatte / underrichtet er ihn in allenSchrifften; darinnen er so sehr zunäh-me / daß er in seiner Jugend die gan-
tzen Psalmen Davids in seine Väter-liche Sprach beschribe / und erklcirete.Er beschribe auch vil Sachen / welchewürdig zusingen / und nützlich zulehr-nen / bemühet sich nachmahls / wie erden geistlichen Stand annehmen / underlangen möchte.
Derohalben zöge er in das KlosterBenchor / welchem der fürtressticheVatter Commogellus vorstünde / unddie Geistliche Ordens Disciplin / undZucht zum besten pstantzere. Alldasienge er an allein dem Gebett / Fa-sten / und Wachen obzuligen / dasleichte Joch Christiaussich zu nehmen/sich selber zu verlaugnen / sein Creutz zutragen/ und dem Herren JEsti nach-folgen. Auf daß er als ein zukünffti-ger Doctor / und Lehrer mit seinemExempel anzeigte/ wie sich andere nachihm/ und seiner Lehr halten / und rich-ten selten. Jn disem KlosteOverblibeer vil Jahr/ biß er endlich ein Wst/ undBegierd bekäme in ftembde Land zu
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