Von etlichen Heiligen/ des Klosters St. Gastest. 17s
586. gewöhnet hatte. Der König'befähle Sophronio dem NarnensischcnBischoff/ und Theobaldo dem Graffen/sie selten ihn rmt seinen Mitgesährtcn /darunder S. Gallus/ und Magnnswaren/ in ein Schiff setzen/ und wi-derum in Hyberniam/ oder Jrrlandschicken. Sophronius / und Lhcobal-dus thäten bald was ihnen der Königbefohlen hatte/ und als das Schiff aufdas hohe Meer käme/ erhübe sich eingrausames Ungewittcr / daß das Schiffmit grossem Gewalt widerum an dasUffer getriben ward / alsbald hört dasungestimme Wetter aus/ und verblibedas Schiffz. Tag am Gestatt auf trock-nem Land stehen. Durch solches Mi-racul wurden sie alle bewegt/ daß siewohl mcrcken / Und spuren konnten /GQttes Wille seye nicht gewesen/ daßder H. Columbanus in seyn Vatter-land widerum ziehen solle / darum zö-ge er zu dem König Clotario. ,
Men / deßwegen er von seinem wür-digen Abt Erlaubnuß nähme/ und zö-ge durch Gottes Schickung mit zwölffGefährten m dem Jahr Christi 565.öder 566. darvon. Darunder S.Gallus der fürnemst ward / an Geist-ligkeir/ und Gottseeligem Leben/ wel-che alle gleiches Sinnes / gleicher Reli-gion ( nach Meynung K. v. NiLvIziCrutemj 8. /^uAUllini Clcmirgrum. Vi-cke lVIonasticon /^u»ustinisnum parro 2.cgp. n. td>. 77. ) und gleicher Mey-L ü-M... ""ng den Christlichen Glauben zu meh-b->n konit *bn waren. Der H. Columbanus mitinFranck, feinen Brudern gienge bald nach Er-reich. laubnuß seines Abts Comogelli/ zuSchiff/ führe in Engelland / Britaniengenannt/ und von bannen in Franck-reich; wird allda von dem König Si-geberto freundlich / und wohl empfan-gen / und gäbe ihme auch die Wahl inseinem Reich zu bleiben wo er wolte /und ihme gefiehle. Also gienge er mitseinen Gesellen in die Wüsten Vogestlsgenannt/ findet darinn ein Orth miteiner alten Maur umgeben / und einwarmes Bad / welches man Luxovi-um nennte. Daselbst bauet er einK'irch in der Ehr des H. Himmelsfür-sten Petri/ richtet auch etliche Celten/und Wohnungen auf/ und liesse einenguten Geruch seiner heiligen Tugenden/Und Wandels von sich gehen/ daß ihrvil aus Burgund / und Franckreich ( wie-auch der fromme Jüngling aus Schott-land St. Magnus ) sich zu ihne bega-ben/ das Ordenkleid annahmen/ undalle ihre Reichthum verliessen.
e-p.Des H. Columbam Heiligkeit warvon jedermann also hoch gerühmt / undgechret / daß König Theodoricus Chil-deberti Sohn/ und SigebertiVetter/welcher um dise Zeit über die Burgun-der regierte / offl zu ihm käme / und mithöchster Andacht seyn Fürbitt zu GOttbegehrte. Disen König straffte derH. Vatter wegen seiner Concubin/ 0-der Beyschläfferin/ und sagte: Es wä-re vil besser/ wann er ein eheliche Ge-mäßem zur Königin hätte/ als daß erin der Unzucht lebte. Brunechildisdes Königs Großmutter sahe , dasder König des H. Manns Raht fol-gte/und annähme/ besorgtesich/ daßwann die Aebsweiber abgeschafft / undein Königin in das Reich käme/ ihrDignitet / und Herrlichkeit möchte ge-schmälcret werden. Fienge derowe-gen an/ den H. Mann zulästern/ undzuschmähen/ und brachte so so vil beymKönig zuwegen/ daß St. Columba-nus aus,dem Reich verstoßen wurde /als er Mereit in seinem K loster Lnxo-viuni ro. Jahr/ biß im Jahr Christi
S-ColnN»bau komrj»m KönigLheooever»ko.
Als der H. Vatter Columbanus *>zu dem König Clotario kommen / hiel-te er sich mit den Seigen bey ihme einZeitlang auf/ und hatte ihn / ihme be-hilfflich zuseyn / damit er durch das ReichTheodeberttj Austrasianorum ObernTeutschland / über die hohe Alpenbürgmöcht in Italiam geführt werden. Al-so ward er ehrlich /um Theodebertd ge-führt/ und lst von ihme auch freundlichauff- und angenohmen worden. DerH. Columbanus aber erklärte ihme dieH Schrifft/ darab der Theobertus ei-nen grossen Lust / und Wollgefallenempfienge/ wolte einen solchen fürtreff-lichen Mann nicht mehr von sich lassen/gäbe ihme Macht / und Gewalt mitseinen Gesellen zuwohnen/ wo es ih-me geliebte / und gefiele. Es besich-tigte S). Columban nstt seinen Gesel-len die Herter derselbigen Landschafft /und käme an die Gegne Allemaniä zum ^ bvlum,Fluß Limmat(so jetzt unser Schwei- ^"Ävc!?tzerland/ undEydgnoßschafftist)zogen M/an der Limmat hinauf/ und kamen zumUrsprung des Turicensischen/ oder Zü-richer See/ welches Orth Tucconiagenannt wird. Dises Orts Gelegen-heit gefiele den HH. Männern wohl /und hatten einen guten Lust allda zu-wohnen/ aber die Jnnwohner warensehr grausam / Gorrlosi/ Abgöttisch /und Ungläubig / die ihre heylsame Pre-digen/ lind Gottseelige Lehren nichtwolten anhören. Auf ein Zeit gien-ge St- Gallus ein Jünger St. Colmnrbarst/ aus Eyffer zu ihrem AbgöttischenTempel / verbrennte denselben / undwarffdie Opffcr/ und was er darinnfand ins Wasser/ darab die Heidni-sche Leuth ergrimmeten / daß sie ein-P ö heilig-