Des Klosters S. Gallen. ry?
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Andacht/ und Fromkeit zuerlehrnen /geschickt. Miller Zeit nähme sein herr-licher Nahm/ From-und Geschicklich-keit also zu / daß er an das Ertzbisch-thum Trier (etliche Bücher haben dasLarviensisch Ertzbischthum) befördert/und beruften worden. Welcher / alser sich offtermghlen gen Rom Pilgers-weiß begäbe'/ und reifere / und seinVatterland / und Verwandte zu VZin-disch / und Altenburg heimsuchte / pfleg;te er auch in dem wrder heimreisen /über die hohe Rhetische AIpbürg / Ju-liarum Alpium partem / sich gen S.Gallen zu seinem nächsten Blutssreund/Abten Hartmuotum zubegeben / undsein Andacht an einem so gottseeligenOrth zuverrichten.
Nun begäbe es sich ums Jahr 878.ungefährlich/ daß unser gottseelige Lan-
dolus sich wider nach Rom / und nachS. Gallen begäbe / und nach verrichtetAndacht / da er von S. Gallen verreisenwolle / nit ferr von dem Kloster crkcan-ckete/ und Gottseeliglich starke. Erwar widet in das Kloster S. Gallengeführt / und ist an der Wand in S-Petri Capellen Kirchhoffbegraben lvor-den / da er mit underschidlichenWunderzeichen leuchtete. Neben sei-nem Grab wolle auch der Abt Hart-muotus / als deß Ertzbischoffen näch-ster Freund / und Blutsverwander /begraben werden / da er im Jahr 885.starke.
Bon dem Gottseeligen Landoloschreibet das berümte Lhronick Büch-lein deß Gottshauß Murr / und Guil-limannus in seiner Ich. 2.
cax. z. toi. 42. und die äanrZLl-lentes bcriprores.
VI.
6. 1 ^ ^ ^ O, , Lei
Vom Seeligm Tutelo / Naturkündiger /
und Beichtiger.
v Tutelo-ni§Lob/
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^ mshltA MutterMkics^'raculos.
^Utelo ist von seinen hohen / undwohladelichen Eltern in seinerJugend in das Gottshauß S.Gallen geführt worden / daßer in der Andacht / Tugenden / undfreyen Künsten underwisen wurde.Weil aber Tutelo von Natur einesschönen Jngcnij / und Verstand wäre/und darneben from / und andächtig /nähme er den Orden St. Benedictiimgesagten Gottshauß an / war ein from-mer / und Gottseeliger Mönch / einkünstlicher Mahler/ ein subtiler Poet/ein redreicher Orator/ oder Redner /ein lieblicher Singer/ ein kunstreicherBildschnitzler / einwohlerfahrnerAstro-nomus in des Himmels - Laust/ in derLateinischen/ und Griechischen Sprachgeschickt / und gelehrt / von Natur Rcd-reich / Geschwind / Ernsthafte / undunderweilen fast Schimpfig/ ein für-treffiicher Äupfferstecher/ undCälator.Auf ein Zeit mahlete Tutelo in derStatt Metz ein Marienbild/ und ka-meri zween Engel in Pilgramsweis zuihme in die Wcrckstatt/ die ein Allmu-sen begehrten/ welches Tutelo auchfreundlich darreichte/ die zween Engelschaueten ihme ein weil zu / wie künst-lich er unser liebe Frau mahlete / spre-chende zu einem gegenwärtigen Prie-ster : ob das Weibsbild / so feinen Glantzin Tuteloms Hand mrßgusse/ und denVensel leitete/ seyn Schwester wäre?aber der Priester sahe die Erscheinungdazumahlen nicht/ doch waren seinek. k. klarer, Die H- Schweig.
Augen bald geöffnet / und sahe der Prie-ster die Mutter GOttes Mariam ne-ben Tutelone stehen. Da schreyteder Priester mit lauter Stimm : Ge-beneoeyet seyest du Freund GOttes /der du ein solche Lohrmeisterin hast zudeinen Wercken. Aber der DienerGOttes straffte den Priester / und bey-de Frömbdling/ daß sie also redten. Daaber die H. Engel vor seinem/ und desPriesters Angesicht verschwanden/wardise herrliche Erscheinung bestättigct /und von dem Priester wider TutelomsWillen / in der gantzen Statt außge-breitet/ deßwegen Tutelo den andernTag von Metz heimlich gezogen/welt-liches Lob / und Gunst zufließen, lin-der disem Gemahl war solcher Vcrß -und Schrifft geschriben.
ItoL panrllLma pia ckepinxernt ip--ls Klaris.
In dem wider heimkehren nach S.Gallen/ als man in einem Flecken zurH. Meß leuttte/ käme S. Tutelo auchin die Kirchen Meß zuhören/ darumer einen besessnen Menschen gefunden /den er durch AnrüffungS. Galli/ vonden: Teufte! erledigte. Distr FreundGottes erzeigte sich bey den Menschenfreundlich/ und frölich/ so er aber al-lein / ward er gemeiniglich traurig / undweinend gefunden/ als wäre er dergröstc Sünder. In den GöttlichenAemptern/ und in dem Chor wäretEyfferig / das Lob GOttes zubefürdern
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